z 18 stránek
Artikel
308
309
310
311
312
313
314
315
316
317
318
319
320
321
322
323
324
Titel
325
- s. 310: … dieselbe einbinden ließ, auf der Vorder und Rückseite eine das Kloster Ostrow angehende Urkunde, die damals bereits werthlos geworden war, verwendet, die…
- s. 313: … Aufzeichnungen, die im Folgenden mitgetheilt werden. I. Der Brand des Klosters Ostrow im Jahre 1403. Auf f. 145' am Schluß der Homilien…
- s. 316: … usque in hodiernum diem. Die Zahl der Handschriften, welche das Kloster Ostrow besaß, betrug. 1421 rund 100, darunter „multi originales et autentici“,…
- s. 316: … soweit sich vermuthen läßt, meist aus Böhmen selbst stammten. Das Kloster Ostrow, eine Stiftung Boleslaws II., das zweit älteste Kloster des Benedictiner-Ordens…
- s. 317: … Bruder Martin aus Wischehrad geschrieben, kam in den Besitz des Klosters Ostrow, dann mit den anderen Hand schriften desselben zu dem Fischer…
- s. 317: … worden sein. Da sie solche Einzelheiten ülber die Bibliothek im Kloster Ostrow enthält, welche im Allgemeinen einem weiteren Kreise nicht bekannt waren,…
- s. 317: … wahrscheinlicher ist, von Marquard selbst, der möglicherweise die Verhältnisse im Kloster Ostrow kannte, und über Mitthellungen. 37. Jahrgang. 8. Heft. 22 318…
- s. 318: … gebracht haben. Ist man bisher der Ansicht gewesen, daß das Kloster Ostrow mit all seinen Schätzen und Habseligkeiten ein Opfer der Plünderungswuth…
- s. 318: … der Flammen geworden wären, so blieben doch die Bücher des Klosters Ostrow, welche später zwar an verschiedene Leute ausgeliefert wurden, wenigstens der…
Název:
Eine Handschrift des Klosters Ostrow aus dem Jahre 1403, MVGDB 37
Autor:
Horčička, Adalbert
Rok vydání:
1899
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
18
Obsah:
- 308: Artikel
- 325: Titel
Strana 317
317
eine Enttäuschung! Dieser, insgeheim ein Anhänger der husitischen Haeresie,
lieferte die Bücher aus, welche dann zerstreut in den Besitz verschiedener
Leute kamen, von denen sich zwei Bücher, „Gregorius super Ezechielem“
und ein „contractus“, zur Zeit der Eintragung bei einem gewissen
Marquardus als Pfand für ein halbes Schock Prager Groschen be-
fanden.
Der „Gregorius super Ezechielem“ ift nun der Codex 124 des
Stiftes Schlägl. Dieser, von Bruder Martin aus Wischehrad geschrieben,
kam in den Besitz des Klosters Ostrow, dann mit den anderen Hand
schriften desselben zu dem Fischer in Verwahrung, von dort entwendet
wurde er von irgend einem Husiten als Beutestück an Marquard ver-
pfändet und nicht mehr ausgelöst. Bei diesem lernte die Handschrift der
bekannte böhmische Humanist Johann von Rabenstein, Probst zu Wische-
hrad, kennen, welcher sie 1469 um den Betrag von 46 Prager Groschen
erwarb. Das ergibt sich aus folgenden Stellen der Handschrift. Auf
der Außenseite des Deckels ist das Wappen des Johann von Rabenstein:
ein dreigetheilter Schild, dessen oberes Drittel ungetheilt ist, während der
uutere Theil durch eine Senkrechte in zwei Hälften zerfällt; im oberen
Theil befinden sich zwei gekreuzte Schlüssel, gerade so in Anlage und
Ausführung wie bei dem Regensburger Wappen. Dazu stimmt auch
seine eigenhändige Notiz auf der Pergamenturkunde „Johannes de Raben-
stein“, sein Wahlspruch „E celo cecidit. Tvo9i (sic!) oeavvov“ und
die Preisangabe der Erwerbung mit dem Titel des Buches „Gregorius
super Ezechielem et pastorale pro XLVI gr.“ Dieselben Angaben
mit Ausnahme der letzteren finden sich ferner auf Fol. 1° und am Schlusse
des Buches Fol. 205/ in großen Buchstaben, auf Fol. 205' ferner noch die
Zahl 1469, gewiß das Jahr der Erwerbung. Ob durch Kauf oder
Schenkung, das läßt sich heute nicht mehr feststellen, kamen die Codices,
welche Johann von Rabenstein besaß, in den Besitz des Klosters Schlägl,
wo die vorliegende Handschrift sich heute noch befindet. Schwierig ist die
Untersuchung der Frage, wer die vorliegende Eintragung gemacht hat.
Von Johann von Rabenstein ist sie entschieden nicht, da sie die Schrift
züge seiner Hand nicht aufweist; sie konnte andererseits erst nach Zer-
störung des Klosters eingetragen worden sein. Da sie solche Einzelheiten
ülber die Bibliothek im Kloster Ostrow enthält, welche im Allgemeinen
einem weiteren Kreise nicht bekannt waren, so dürfte sie viesleicht von
einem vertriebenen Mönche herstammen, der durch Zufall die Handschrift
bei Marquard sah oder, was wahrscheinlicher ist, von Marquard selbst,
der möglicherweise die Verhältnisse im Kloster Ostrow kannte, und über
Mitthellungen. 37. Jahrgang. 8. Heft.
22