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- s. 310: … dieselbe einbinden ließ, auf der Vorder und Rückseite eine das Kloster Ostrow angehende Urkunde, die damals bereits werthlos geworden war, verwendet, die…
- s. 313: … Aufzeichnungen, die im Folgenden mitgetheilt werden. I. Der Brand des Klosters Ostrow im Jahre 1403. Auf f. 145' am Schluß der Homilien…
- s. 316: … usque in hodiernum diem. Die Zahl der Handschriften, welche das Kloster Ostrow besaß, betrug. 1421 rund 100, darunter „multi originales et autentici“,…
- s. 316: … soweit sich vermuthen läßt, meist aus Böhmen selbst stammten. Das Kloster Ostrow, eine Stiftung Boleslaws II., das zweit älteste Kloster des Benedictiner-Ordens…
- s. 317: … Bruder Martin aus Wischehrad geschrieben, kam in den Besitz des Klosters Ostrow, dann mit den anderen Hand schriften desselben zu dem Fischer…
- s. 317: … worden sein. Da sie solche Einzelheiten ülber die Bibliothek im Kloster Ostrow enthält, welche im Allgemeinen einem weiteren Kreise nicht bekannt waren,…
- s. 317: … wahrscheinlicher ist, von Marquard selbst, der möglicherweise die Verhältnisse im Kloster Ostrow kannte, und über Mitthellungen. 37. Jahrgang. 8. Heft. 22 318…
- s. 318: … gebracht haben. Ist man bisher der Ansicht gewesen, daß das Kloster Ostrow mit all seinen Schätzen und Habseligkeiten ein Opfer der Plünderungswuth…
- s. 318: … der Flammen geworden wären, so blieben doch die Bücher des Klosters Ostrow, welche später zwar an verschiedene Leute ausgeliefert wurden, wenigstens der…
Název:
Eine Handschrift des Klosters Ostrow aus dem Jahre 1403, MVGDB 37
Autor:
Horčička, Adalbert
Rok vydání:
1899
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
18
Obsah:
- 308: Artikel
- 325: Titel
Strana 316
316
Anno domini millesimo CCCCXXI domino priori de insula
facta sunt dampna non modica in libris, bene ualentibus in estima-
cione fere centum satis, quia multi originales et autentici fuerunt.
qui libri pro tesauro monasterio ostrowiensi comparati sunt precio
magno et labore in aquisicione exemplarium non modico. qui prior
tempore persecucionis crudelisque insanie secte wiclefie heresis, que
vndique pullulabat per totam circoriam bohemie gentis lateque
diffusa, circumseptus tribulacionibus gladiisque inimicorum, nes-
ciens quo diuerti cum illis libris, cuidam piscatori prope opidum
dictum Stiechowicz dedit seruare ad fideles manus, sperans fidelem
et purum katolicum, sed effectiue in ultimis idem laicus repertus
est nequam. aliquorum improborum hominum consilio vsus et
fretus tradidit proditorie libros inimicis. qui libri distracti ad
diuersas personas deuenerunt, quorum vnus liber, qui nominatur
Gregorius super Ezechielem, et alius, qui uocatur contractus, habetur
circa dominum Marquardum in obligacione medie sexagene gr. usque
in hodiernum diem.
Die Zahl der Handschriften, welche das Kloster Ostrow besaß, betrug.
1421 rund 100, darunter „multi originales et autentici“, was wohl so auf
zufassen ist, daß es von den Autoren selbst geschriebene Codices waren,
die, soweit sich vermuthen läßt, meist aus Böhmen selbst stammten. Das
Kloster Ostrow, eine Stiftung Boleslaws II., das zweit älteste Kloster
des Benedictiner-Ordens in Böhmen, das sich im 11. Jahrhundert großen
Wohlwollens seitens der Herrscher erfreute, 1) besaß sicherlich auch eine
Reihe kostbarer Handschriften aus älterer Zeit, die während eines mehr
als 400jährigen Bestandes als Klosterschatz mit viel Geld und seltenem
Eifer erworben worden sind. Nach dieser Notiz ist es sicherlich gelungen,
die Bibliothek beim Brande von 1403 rechtzeitig zu bergen.
Die Eintragung zeigt, wie die Mönche, welche gut unterrichtet
waren, daß der Sturm der Hustten in erster Linie den Kirchen und
Klöstern der katholischen Geistlichkeit bevorstehe, bemüht waren, den
kostbaren Bücherschatz, den sie in den Klostermauern uicht mehr sicher
hielten, zu bergen. Der Prior hielt es daher für angezeigt, ihn einem
Unterthanen des Klosters, den man für einen guten Katholiken hielt, dem
Fischer im Dorfe Stěchowitz, 1) das dem Kloster schon seit dem 14. Jahr--
hunderte gehörte, für die Zeit der Gefahr anzuvertrauen. Doch welch'
1) Neuwirth, 1. c. S. 23.
1) Ist identisch mit „Schechowice“ in der Urkunde Papst Clemens V. v. J. 1310.
Emler, Regesta Boh. et Mor. dipl. Nr. 2243, S. 971.