z 37 stránek
Einleitung
306
307
308
309
310
311
312
313
314
315
316
317
318
319
320
321
322
323
324
325
326
327
328
329
330
331
332
333
334
Urkundliche Beilagen
335
336
337
338
339
340
341
Titel
342
- s. 308: … S. 153 u. 549. 4) Braniš, Chrám sv. Barbory v Hoře Kutné. S. 17 läßt in der tschechischen Uebersetzung der Urkunde vom…
- s. 317: … oft und wann die 1) Braniš, Chrám sv. Barbory v Hoře Kutné, S. 13 uf. druckt wohl dic Texte derselben ab und…
- s. 325: … Urk. Beil. Nr. II. 2) Brantš, Chrám sv. Barbory v Hoře Kutné. S. 36—38. 3) Urk. Beil. Nr. III. — Staré Pamětj…
- s. 327: … die Baugeschichte der Barbarakirche 1) Braniš, Chrám sv. Barbory v Hoře Kutné. S. 38 uf. — Diese Bulle von 1403 lag anch…
Název:
Der Baubeginn der Frohnleichnahms- und Barbarakirche in Kuttenberg, MVGDB 31
Autor:
Neuwirth, Joseph
Rok vydání:
1893
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
37
Obsah:
- 306: Einleitung
- 335: Urkundliche Beilagen
- 342: Titel
Strana 325
325
—
dertes begonnenen oder vollendeten Kirchenbaues läßt sich — vom Baue
des Veitsdomes bis zur einfachen Dorfcapelle herab — vielfach auch nach
gewissen Begünstigungen verfolgen, welche die kirchlichen Oberen — der
Papst, Cardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe — den neuen Stiftungen zu-
wandten. Faßt man für die Kuttenberger Frohnleichnamss und Barbara-
kirche nur die zwischen 1391 bis 1410 vom Papste ertheilten Begünstigungen
ins Auge, so ergeben sich ganz interessante Thatsachen.
Am 27. Jänner 1391 gewährte Papst Bonifaz IX. in Folge eines
Ansuchens, das auch mit dem Hinweise auf die große, dem Bergbaue
und anderen Beschäftigungen nachgehende Bevölkerung Kuttenbergs be-
gründet worden war,1) für die neugegründete und errichtete Frohnleich¬
namss und Barbarakirche die Aussetzung des heiligen Leibes in einer
eutsprechenden Monstranz auf dem Hochaltare in jeder Woche von Mitt-
woch Abends bis Donnerstag Abends. Allen jenen, welche nach reumüthiger
Beichte in dieser Zeit vor dem Allerheiligsten ihre Andacht verrichten
würden, wurde ein Ablaß von einem Jahre und 40 Tagen in Aussicht
gestellt.
An die dabei gemachte Clausel „presentibus quoad relaxacionem
huiusmodi dumtaxat post decennium minime valituris“
knüpfte die am 16. April 1401 erfolgte Erneuerung dieser päpstlichen
Begünstigung an,2) welche sogar die Dauer des unter den angegebenen
Bedingungen erreichbaren Ablasses versiebenfachte. Das scheint dafür
zu sprechen, daß das Anzichungsmittel sich bewährte, weil man sofort
uach Ablauf der 1391 festgesetzten Frist sich um die Erneuerung ansetzte
und die Erhöhung des Interesses durch eine längere Ablaßfrist zu er-
reichen suchte.
Gleichzeitig strebten die an dem Bestande der Kuttenberger Frohn-
leichnams- und Barbarakirche zuuächst Interessirten, nämlich das Prager
Metropolitancapitel, der Pfarrer in Pniewitz und die Frohnleichnams-
bruderschaft in Kuttenberg, weitere päpstliche Zugeständnisse für die Re-
gelung der Rechtsverhältnisse des genannten Gotteshauses unter dem Hin-
weise auf folgende Thatsachen3) an. Die erwähnten Kuttenberger Bürger
1) Urk. Beil. Nr. II.
2) Brantš, Chrám sv. Barbory v Hoře Kutné. S. 36—38.
3) Urk. Beil. Nr. III. — Staré Pamětj Kuttno-Horské. Prácy Jana
Korjnka. (Prag, 1675.) S. 332. Das Original dieser päpstlichen Bulle war eiust
zweifellos in Kutteuberg vorhanden, da Kořinek den Inhalt desselben genau
kanute und im Verhältnisse zur Bulle von 1403 ganz richtig beurtheilte; doch
war es offenbar schon zu seiner Zeit verlegt worden oder in Verlust gerathen.