z 397 stránek
Titel
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
Inhalt
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
XXV
XXVI
XXVII
XXVIII
XXIX
XXX
XXXI
XXXII
Einleitung
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Briefsteller
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zur Überlieferung
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zur Sprache
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zusammenfass. Charakteristik
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Exkurze z.Bresl. Bistumsstreit
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Register zur Einleitung
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- s. 15: … die auch die Lausitzer, Thüringer und die Bewohner der heutigen Provinz Sachsen umfaßte, nur die aus dem Gebiet von Glatz stammenden wurden…
- s. 17: … H. Weißenborn-A. Hor- tzschansky, Akten der Erfurter Universität (Geschichtsquellen d. Provinz Sachsen VIII, 1—3), Halle a./S. 1881—1898; Gustav Bauch, In Erfurt als…
Název:
Schlesisch-Böhmische Briefmuster aus der Wende des 14. Jahrhunderts (Liber)
Autor:
Bebermeyer, Gustav; Burdach, Konrad
Rok vydání:
1926
Místo vydání:
Berlin
Počet stran celkem:
397
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- XVII: Inhalt
- 1: Einleitung
- 131: Briefsteller
- 149: zur Überlieferung
- 165: zur Sprache
- 230: zusammenfass. Charakteristik
- 311: Exkurze z.Bresl. Bistumsstreit
- 347: Register zur Einleitung
Strana 17
I. Charakter und Bedeutung im allgemeinen.
17
versität Prag begonnen, dann hier artistischer Professor und theologischer
Baccalar gewesen, später nach Paris gegangen (1377) und dort Lixentiat
der theologischen Fakultät geworden war (1380); er kehrte zunächst nach
Prag zurück, lehrte dort bis 1384, begab sich aber dann auch nach Wien
und dozierte dort, bis er wie sein Kollege Heinrich von Langenstein
1397 hier starb. Heidelberg, eröffnet 1386, hatte nach einem raschen
Aufschwung während der ersten zwei Jahre einen starken Rückschlag
erlebt, und trotzdem bald wieder die Frequenz sich hob, in dem nächsten
Jahrzehnt noch keine große Bedeutung für den deutschen Osten1. Köln,
dessen Generalstudium 1388 durch die päpstliche Errichtungsbulle privi-
legiert worden war, blieb in seiner Wirkung auf die westdeutschen Land-
schaften beschränkt. In Erfurt, das schon seit dem 13. Jahrhundert
für das Studiengebiet der Artes berühmte und vielbesuchte Stiftsschulen
besessen hatte, neben denen wohl schon im 13., sicher aber im 14. Jahr-
hundert in den Klosterschulen auch Theologie gelehrt wurde, kam nach
langen Vorbereitungen ein alle vier Fakultäten umfassendes Generalstudium
erst 1392 in Gang. Und erst im Laufe und seit der Mitte des 15. Jahr-
hunderts wurde die Erfurter Universität die besuchteste in Deutschland.
Gleich Heidelberg und Köln stand sie in der Zeit von 1390—1410 dem
schlesisch-böhmischen Gesichtskreis noch ziemlich fern und wird demgemäß
auch in den Scholarenbriefen des Schlägler Formelbuches nicht genannt.
Nach 1450 strömten ihr dann auch Schlesier in größerer Zahl und für
ein längeres Studium xu2.
Dagegen übte eine bedeutende Wirkung auf das östliche Deutschland
um die Wende des 14. Jahrhunderts die Universität Krakau aus.
Kaiser Karl IV. hatte im Dexember 1363 zu Krakau seine Hochzeit
gefeiert mit seiner vierten Frau, Elisabeth, der Enkelin des Polenkönigs
Kasimir des Großen. Und schon 1364 stiftete nach dem Vorbild Prags
König Kasimir hier eine Universität. Aber diese Stiftung blieb zunächst
ohne rechten Erfolg. Erst am 26. Juli 1400 wurde sie wieder hergestellt
durch König Wladyslaw Jagiello. Nicht er freilich, der einstige heidnische
Großfürst von Litauen, war der geistige Urheber dieser Neugründung,
sondern seine Gemahlin Hedwig, die ungarische Königstochter und Erbin
des polnischen Throns, mit deren Hand er Christentum, Königreich und
1 Unter den von Ad. Franz, Der Magister Nikolaus Magni de Iawor,
S. 79 Anm. aus der Heidelberger Matrikel bis zum Jahre 1450 nachgewiesenen
15 Schlesiern haben nur 4 dort ihre Studien schon vor 1400 begonnen.
2 Vgl. Herm. Grauert, Auf dem Wege zur Universität Erfurt, Histor.
Jahrbuch, 31. Bd. (1910), S. 249—289; J. Ch. H. Weißenborn-A. Hor-
tzschansky, Akten der Erfurter Universität (Geschichtsquellen d. Provinz
Sachsen VIII, 1—3), Halle a./S. 1881—1898; Gustav Bauch, In Erfurt als
Artisten promovierte Schlesier, Zeitschr. f. Gesch. Schlesiens, 40. Bd. (1906),
S. 325—332; Gust. Bauch, Der Frühhumanismus an der Universität Erfurt,
Breslau 1904.