z 397 stránek
Titel
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
Inhalt
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
XXV
XXVI
XXVII
XXVIII
XXIX
XXX
XXXI
XXXII
Einleitung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
Briefsteller
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
zur Überlieferung
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
zur Sprache
165
166
167
168
169
170
171
172
173
174
175
176
177
178
179
180
181
182
183
184
185
186
187
188
189
190
191
192
193
194
195
196
197
198
199
200
201
202
203
204
205
206
207
208
209
210
211
212
213
214
215
216
217
218
219
220
221
222
223
224
225
226
227
228
229
zusammenfass. Charakteristik
230
231
232
233
234
235
236
237
238
239
240
241
242
243
244
245
246
247
248
249
250
251
252
253
254
255
256
257
258
259
260
261
262
263
264
265
266
267
268
269
270
271
272
273
274
275
276
277
278
279
280
281
282
283
284
285
286
287
288
289
290
291
292
293
294
295
296
297
298
299
300
301
302
303
304
305
306
307
308
309
310
Exkurze z.Bresl. Bistumsstreit
311
312
313
314
315
316
317
318
319
320
321
322
323
324
325
326
327
328
329
330
331
332
333
334
335
336
337
338
339
340
341
342
343
344
345
346
Register zur Einleitung
347
348
349
350
351
352
353
354
355
356
357
358
359
360
361
362
363
- s. 15: … das Vorkommen von Schlesiern in den verschiedenen Fakul- täten der Prager Universität gründlich nachgewiesen. Vgl. auch desselben Verfassers gleichfalls höchst gelehrte Schrift:…
- s. 15: … Iawor, Freiburg i./B., Herder, 1898, S. 1—5 Schlesiens Bexiehungen xur Prager Universität bis 1409 skixxiert. 3 Uber die Beziehungen zwischen Oxford und…
- s. 16: … hierher die Scholaren. Und unter den Studenten und Lehrern der Prager Universität waren manche, die auf einer der großen ausländischen Universitäten ihr…
- s. 21: … Glacz, der 1399 in quadragesima in der philosophischen Fakultät der Prager Universität zur Baccalariatsprüfung zugelassen wurde4. Doch ist das natürlich eine bloße…
- s. 23: … Hauptziel aller dieser geistlichen Halbgelehrten. Daß die Kanzlei gleich der Prager Universität eine große Versorgungs- anstalt, eine unglaublich prompt arbeitende Pfründenfabrik' war,…
- s. 50: … alle waren Träger und Führer des deutschen Geistes an der Prager Universität, Verteidiger der Karolinischen Tradition, die der nationalen Vergewaltigung durch Auswanderung…
Název:
Schlesisch-Böhmische Briefmuster aus der Wende des 14. Jahrhunderts (Liber)
Autor:
Bebermeyer, Gustav; Burdach, Konrad
Rok vydání:
1926
Místo vydání:
Berlin
Počet stran celkem:
397
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- XVII: Inhalt
- 1: Einleitung
- 131: Briefsteller
- 149: zur Überlieferung
- 165: zur Sprache
- 230: zusammenfass. Charakteristik
- 311: Exkurze z.Bresl. Bistumsstreit
- 347: Register zur Einleitung
Strana 21
II. Die erste Briefmustersammlung.
21
1. Historische und persönliche Beziehungen.
Dem Hang zur abstrakten Formel ist hier ziemlich weit nachgegeben.
Es werden die Personen- und Ortsnamen teilweise durch ein N. (nomen
nescio) oder talis ersetxt: z. B. magistro N. in tali loco. Alle Zeit-
angaben fehlen. Aber es werden doch gelegentlich auch Personen und
Orte genannt. Und zwar die folgenden: Prag, Liegnitz, Schweidnitz,
Freiberg, Böhm. Kamnitz (Bezirk Tetschen), Bautzen und vielleicht das
bei Kamenz gelegene Marienstern (als Marginsten); ferner Regensburg
und die unsichern Namen Glisberg, Vrauwensteyn. Es erscheint in einem
Brief eines unbezeichneten Pfarrers an seinen Archidiakon ein Wences-
laus de roggaw (s. unten Abdruck Nr. 62): das weist nach dem Ant-
wortbrief des Archidiakons, der den Beschwerde Führenden als Pfarrer
von Schweidnitz bexeichnet (unten Abdruck Nr. 63), auf das Rogau im
Kreise Schweidnitx1. Ferner Waltherus de kokericz Kanonikus zu
St. Peter in Bautzen. Das 1213 gegrüindete Domstift in Bautzen ist in
der Tat dem heiligen Petrus geweiht, und die Familie von Köckeritz
gehört wirklich der Oberlausitz an2. Und Walther von Köckeritz war
wirklich Domherr im Kollegiatstift zu Bautzen, aber auch Domherr von
Magdeburg, und ist als solcher 1397, als Archidiakon der Lausitz von
1405 (Januar 19) bis zu scinem Tode (1432, Dexember 20) nachzuweisen3.
Bei dem scolari Nicolao Wartinberg muß man an Herkunft aus einem Ort
dieses Namens denken: dies kann das böhmische Wartenberg östlich von
Böhmisch-Leipa sein, aber cher das schlesische Groß-Wartenberg (Regie-
rungsbezirk Breslaw, 8 Meilen ostnordöstlich von Breslau). Wenn N. glocz
magistro als Nicolaus Glatz aufzulösen ist und auch hier der Familien-
name den Heimatort bezeichnet, könnte man iln wiederfinden in cinem
Nicolaus de Glacz, der 1399 in quadragesima in der philosophischen
Fakultät der Prager Universität zur Baccalariatsprüfung zugelassen wurde4.
Doch ist das natürlich eine bloße Möglichkeit. Zweifelhiaft ist auch, wen
man in dem archiepiscopus dominus Conradus sancte virginis ecclesie
1 Es gab in Schweidnitz schon in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts
ein Archipresbyterat (Sedes Swidnicensis, 1335), und Rogau am Zobten im
Kreise Schweidnitx ist schon 1318 bexeugt als Rogaw prope Sobotam civitatem :
Zeitschr. f. Gesch. Schlesiens, Bd. 7 (1866), S. 293. 289. Vgl. ferner ebd.
Bd. 14 (1878), S. 24.5: Her Mathis von der Rogaw (15. Jahrh.) in der Nähe
von Schweidnfx; ebd. Bd. 4 (1862), S. 282 Guntherus, Nycolaus, Mathias de
Rogaw (14. Jahrh.) im Nekrologium von Heinrichau.
2 Vgl. Codex diplomaticus Lusatiae superioris herg. von R. Jecht, Bd. II,
Görlitz. 1900—1904, Register s. v. Köckeritx.
3 Ursinus, Geschichte der Domkirche xu Meißen 1782, S.177; C. Klachn,
Diplomatisches Verzeichnis der Archidiakone der Lausitz, Neues Lausitzisches
Magazin. Bd. 35, Görlitz 1859, S. 12 f. Walther Köckeritz wird übrigens auch
in dem unten zu besprechenden Schneeberger Kodex (Bl. 105) genannt.
4 Monumenta universitatis Pragensis I, 339.