z 397 stránek
Titel
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
Inhalt
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
XXV
XXVI
XXVII
XXVIII
XXIX
XXX
XXXI
XXXII
Einleitung
1
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Briefsteller
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zur Überlieferung
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zur Sprache
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zusammenfass. Charakteristik
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Exkurze z.Bresl. Bistumsstreit
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Register zur Einleitung
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- s. 23: … ein Stichwort gibt. Damals wurden allerorten in den Ländern des Königreichs Böhmen Marienbilder uud Marien- skulpturen mit mächtig gesteigerter Devotion und wachsender…
- s. 34: … widerwillig ertragen, verzichtete nun aber auf jede Sonderstellung außerhalb des Königreichs Böhmen und unterwarf sich völlig der Souveränität König Wenzels, wobei des…
- s. 34: … Sein Helfer bei diesem Friedenswerk war namentlich der Unterkämmerer des Königreichs Böhmen, Mitglied des königlichen Rates und spätere Kanzler, also gleichfalls ein…
- s. 51: … Böhmen im engeren Sinn. Denn zwar gehörte auch Schlesien zum Königreich Böhmen damals. Aber die Gegenüberstellung hic in Boemia und Silesia beweist,…
- s. 313: … hielt an Urban VI. fest. Aber in Deutschland, auch im Königreich Böhmen und besonders in der Breslauer Diöxese fehlte es auch dem…
- s. 343: … ein mächtiger Mann. Schon bei Lebzeiten Karls IV. Unterkämmerer des Königreichs Böhmen und Mitglied des königlichen Rates, wurde er als solcher von…
- s. 344: … des Herzogtums und der Stadt Breslau als unmittelbarer Bestandteile des Königreichs Böhmen gewahrt, ja er hatte sie wesentlich verstärkt. Vor zwei Jahrzehnten…
- s. 345: … beiwohnen und ihm als Lehns- fürst und edle Mannen des Königreichs Böhmen den Homagialeid er- neuern werden. Die beiden Administratoren, die diesen…
Název:
Schlesisch-Böhmische Briefmuster aus der Wende des 14. Jahrhunderts (Liber)
Autor:
Bebermeyer, Gustav; Burdach, Konrad
Rok vydání:
1926
Místo vydání:
Berlin
Počet stran celkem:
397
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- XVII: Inhalt
- 1: Einleitung
- 131: Briefsteller
- 149: zur Überlieferung
- 165: zur Sprache
- 230: zusammenfass. Charakteristik
- 311: Exkurze z.Bresl. Bistumsstreit
- 347: Register zur Einleitung
Strana 313
Die Vorgeschichte des Konflikts.
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Klemens VII. in Fondi die Bestätigung als Bischof von Breslau. Am
29. November 1378 starb Karl IV.
Sein Sohn Wenzel hielt an Urban VI. fest. Aber in Deutschland,
auch im Königreich Böhmen und besonders in der Breslauer Diöxese
fehlte es auch dem Gegenpapst nicht an Anhängern. Am 6. Februar 1379
befahl König Wenzel dem Breslauer Domkapitel, den vom Gegenpapst
bestätigten und geweihten Dietrich von Klattau, dessen Enthebung aus
allen Amtern und Würden Urban VI. am 8. Januar 1378 dem Bischof
von Lebus, Herzog Wenzel von Liegnitz, mit dem Auftrag der Instal-
lierung eines Nachfolgers kundgemacht hatte, nicht als Bischof von Breslau
anzuerkennen, sondern als Schismatiker zu verwerfen. Die Breslauer
Dechantenwürde übertrag Urban VI. auf den Bruder des genannten Bischofs
von Lebus, den Herzog Heinrich von Liegnitz. Dietrich von Klattau
gelang es nicht, im Breslauer Domkapitel als Bischof sich durchzusetzen. Er
floh nach Avignon, wohin inzwischen Klemens VII. seine Kurie verlegt hatte.
Von dort aus unterhielt Dietrich als gegenpäpstlicher Bischof von Breslau
rege Verbindungen mit Kanonikern und Klerikern in Posen, Breslau, Prag,
Brünn, denen er Providierungen mit Pfründen von Klemens VII. erwirkte.
Offenbar um einen Ausweg aus dieser verfahrenen Lage zu finden,
postulierte im Anfang des Jahres 1380 das Breslauer Domkapitel nun
doch noch den Olmützer Bischof Johann von Neumarkt zum Leiter
der Breslauer Diöxese. Das war ein Triumph der Sache des italienischen
Papstes Urban VI. und der böhmischen Partei des Kapitels. Zugleich
aber auch durch die Wahl eines gebornen Schlesiers eine Stärkung
des Heimatgefühls. Und aus der nämlichen Tendenz des landschaft-
lichen Patriotismus entsprang es, wenn kurz zuvor (Ende 1379) die
weltliche Verwaltung des Breslauer Bistums von zwei Mitgliedern des
Domkapitels überging auf den neuen Dechanten, den piastischen Herzog
Heinrich von Schlesien und Herrn von Liegnitz, und dieser nun als
administrator in temporalibus des vakanten Bistums die Verfügung über
die festen Schlösser des Bistumlandes Neiße-Ottmachau und die Ein-
künfte der mensa episcopalis in die Hand bekam. Leider starb Johann
von Neumarkt, der angesehene Vertreter der Karolinischen Versöhnungs-
tradition, schon am 24. Dezember 1380. Er hätte vielleicht die gehäuften
Gegensätze beschwichtigen können. Sein Tod warf das Bistum wieder
ins Ungewisse. Ja es zeigte sich, daß dieser Weihnachtstag des Jahres
1380 für das Bistum und die Stadt Breslau ein kritischer Tag erster
Ordnung gewesen war. Die oben S. 32 geschilderte Konfiskation jenes
Weihnachtsbieres, das dem Dechanten des Breslauer Domkapitels, Herzog
Heinrich von Liegnitz, Bruder und Schwägerin aus Liegnitz gesandt
hatten, und die Gefangennahme des Fuhrmanns, der es gebracht, durch
den Rat der Stadt Breslau, der sein Monopol der Einfuhr und des Aus-
schanks fremder Biere hier wieder einmal verletzt sah, stieß wie ein
Schüreisen in die noch glimmende Glut eines alten, nur halb gelöschten
Brandes mannigfaltig angesammelter Interessengegensätze. Das Dom-
kapitel ergriff jetzt die Initiative in einer Reihe folgenschwerer Maßnah-
men, die teilweise aggressiven Charakter trugen und nur als Ausbruch
lange zurückgehaltener Erbitterung überhaupt sich begreifen lassen.