z 397 stránek
Titel
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
Inhalt
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
XXIII
XXIV
XXV
XXVI
XXVII
XXVIII
XXIX
XXX
XXXI
XXXII
Einleitung
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Briefsteller
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zur Überlieferung
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zur Sprache
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zusammenfass. Charakteristik
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Exkurze z.Bresl. Bistumsstreit
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Register zur Einleitung
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- s. 32: … Apparats von dem der Krone Böhmen allein und unmittelbar eigenen Herzogtum Breslau in das Bistum- land Neiße-Ottmachau, in dem das Domkapitel die…
- s. 315: … und mittelbaren Teilfürstentümer unter dem Namen der Hauptstadt und des Herzogtums Breslau vorbereitete. Es handelte sich um die Abgren- zung dieser der…
- s. 344: … Stadt Breslau durch ihren Vertreter für die Stadt und das Herzogtum Breslau, aber auch für den Bischof, das Kapitel, alle Geistlichen der…
- s. 344: … beanspruchte die volle Zugehörigkeit der Dominsel zur Stadt und xum Herzogtum Breslau, über die dem König von Böhmen die unmittelbare Oberhoheit zustehe.…
Název:
Schlesisch-Böhmische Briefmuster aus der Wende des 14. Jahrhunderts (Liber)
Autor:
Bebermeyer, Gustav; Burdach, Konrad
Rok vydání:
1926
Místo vydání:
Berlin
Počet stran celkem:
397
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- XVII: Inhalt
- 1: Einleitung
- 131: Briefsteller
- 149: zur Überlieferung
- 165: zur Sprache
- 230: zusammenfass. Charakteristik
- 311: Exkurze z.Bresl. Bistumsstreit
- 347: Register zur Einleitung
Strana 32
32
Einleitung. Erstes Kapitel. Die Schlägler Briefsteller.
(1384—1387) auch Johanns von Neumarkt Nachfolger im Olmützer
Episkopat (definitiv seit 1390). Er starb als Bischof von Olmütz am
6. Juni 1397. Im gegenwärtigen Zusammenhang muß besonders betont
werden, daß er auch Domherr von Breslau gewesen war.
Als solcher hat er entscheidend eingegriffen in den denkwürdigen
Streit, den die 1376 eintretende mehrjährige Sedisvakanz des Breslauer
Bistums hervorrief1. Der Anlaß dieses Streits war tragikomisch: einige
Fässer Goldberger Biers, die der Herzog Ruprecht von Liegnitz und
seine Gattin, die Herzogin Hedwig, dem Breslauer Domdechanten Hein-
rich, Ruprechts Bruder, 1380 als Weihnachtsgeschenk gesandt hatten,
waren vom Rat der Stadt Breslau, der sein Monopol des Ausschanks
fremder Biere verletxt sah, konfisziert, und der Fuhrmann, der die La-
dung mit falschen Angaben zur Dominsel hatte hineinbringen wollen,
war verhaftet worden. Aber dieser Vorfall hatte schwerwiegende Folgen,
in denen längst bestehende Standes-, soziale und wirtschaftliche Gegen-
sätze und Spannungen rivalisierender Mächte und Interessen, ja auch
ein tieferer politischer Prinxipienkonflikt sich entluden. Das Domkapitel
verhängte wegen des angeblichen Eingriffs in seine Jurisdiktion das kirch-
liche Interdikt über die gesamte Stadt Breslau, deputierte durch Spezial-
mandat den Bruder des um sein Weihnachtsbier geprellten Dechanten
Heinrich, den Herzog Wenzel von Liegnitz, Bischof von Lebus, als
Generaladministrator des vakanten Bistums und postulierte ihn auch
als Ersatz für den vorher postulierten Johann von Neumarkt, der am
24. Dezember 1380 gestorben war, zum Bischof von Breslau. Zugleich
verlegte es den Sitz des Bischofs und des Kapitels wie des geistlichen
Gerichts unter Mitnahme des kirchlichen Apparats von dem der Krone
Böhmen allein und unmittelbar eigenen Herzogtum Breslau in das Bistum-
land Neiße-Ottmachau, in dem das Domkapitel die vollen herzoglichen
Rechte, wenn auch unter dem obersten Patronat des böhmischen Königs
genoß. König Wenzel, als er am 28. und 29. Juni 1381 zur Huldigung
Breslau das erste Mal besuchte, fand statt festlicher Gottesdienste eine
moralisch und wirtschaftlich verstörte Stadt und geschlossene Kirchen.
Einxig die Augustiner-Eremiten von St. Dorothea, Mitglieder jenes Ordens
1 Vgl. Grünhagen, König Wenzel und der Pfaffenkrieg in Breslau,
Archiv für Kunde österreich. Geschichtsquellen, Bd. 37 (1867), S. 231—269;
Theodor Lindner, Gesch. d. deutschen Reiches unter König Wenzel, Bd. I
(1875), S. 146 f.; besonders die ausgexeichnete Untersuchung von Wilhelm
Schulte, Die politische Tendenz der Cronica principum Polonie (Darstellungen
und Quellen zur schlesischen Geschichte, Bd. 1), Breslau 1906, S. 73—159 und
Beilagen Nr. 9—38, S. 177—254. Durch Schultes gründliche und reichhaltige
Arbeit, die neues urkundliches Material, namentlich der päpstlichen Register,
verwertet, wird dankenswerterweise auch das Zerrbild des blindwütigen Königs
Wenzel beseitigt, das noch bei Grünhagen und Lindner, wenn auch schon
gemildert, aus der vielhundertjährigen Geschichtslegende nachlebte.