z 191 stránek
Titel
Ia
Ib
Ic
Inhalt
I
Schreiberhände
259
260
261
262
263
264
265
266
267
268
269
270
271
272
273
274
275
276
277
278
279
280
Schlesische Texte
281
282
Fünf Breslauer Privatbriefe
283
284
285
286
287
288
289
290
291
292
293
294
295
296
297
298
299
300
301
302
303
304
305
306
307
308
309
310
311
312
313
314
315
316
317
318
319
320
321
322
323
324
325
326
327
328
Wortverzeichnisse
329
330
331
332
333
334
335
336
337
338
339
340
341
342
343
344
345
346
347
348
349
350
351
352
353
354
355
356
357
358
359
360
361
362
363
364
365
366
367
368
369
370
371
372
Verzeichnis d. Orte u.Personen
373
374
375
376
377
378
379
380
381
382
383
384
385
386
387
388
389
390
391
392
393
394
395
396
397
398
399
400
401
402
403
404
405
406
407
408
409
410
411
412
413
414
415
416
417
418
419
420
421
422
423
424
425
426
427
428
429
430
431
432
433
434
435
436
437
438
439
440
Nachträge und Berichtigungen
441
442
443
444
445
- s. 287: … hobinde Noch gotr Geborth yn dam achte vn achteſche iore). Bresl. Stadtarchiv Korr. 20. I. 1388. Papier. Abgedruckt in den Mitt. d.…
- s. 323: … etwa von 1470 (Bresl. Stadtarch. Korr.) herangezogen. Frl. Jendrissek im Bresl. Stadtarchiv hat freundlichst bei der Ent- zifferung geholfen. Itr dis fint…
Název:
Deutsche Texte aus schlesischen Kanzleien des 14. und 15. Jahrhunderts (vol. II)
Autor:
Bindewald, Helene
Rok vydání:
1936
Místo vydání:
Berlin
Počet stran celkem:
191
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Inhalt
- 259: Schreiberhände
- 281: Schlesische Texte
- 283: Fünf Breslauer Privatbriefe
- 329: Wortverzeichnisse
- 373: Verzeichnis d. Orte u.Personen
- 441: Nachträge und Berichtigungen
Strana 323
Nr. 190—192.
323
schrefft, das ich e. 1. vnd der Erbar Stadt frunth vnd dyner 20
erftarben wel. Jch czewge das mit gote, das mir vil hochir leyt
ift e. 1. vnd der herrnn wnwelln denn aller [!] der schade vnd
schmocheit, die mir geschaen ift. Jch vorfach mich andirs trofts
von e. 1. Gebn zeu Calis am Sonobende vor Oculi Anno etc. LXXX.
E. 1. Caplan Gregorius, 25
probiſt zcu Calis.
192. Breslau.
Um 1490 (?)
Bresl. Stadtarch. Lose Akten R. (Prostitution).
Zerfallenes, löcheriges Papier. Ungenauer Abdruck bei Paul Feit,
Vergleichende Straßennamenforschung (Mitteil. d. Schles. Ges. f. Volks-
kunde Bd. 13/14 [1911], S. 78/79), danach in meinen „Texten zur Gesch.
d. schles. Mundart“ (Breslau 1931). Die inzwischen ausgefallenen Wörter
und Buchstaben, die Feit noch lesen konnte, sind in [] eingeklammert.
Es handelt sich um eine Liste von wenigstens 22 Breslauer Dirnen,
die aber gewiß, der Schrift nach zu urteilen, ein geübter Schreiber, kein Büttel
(wie Feit a. a. O. S. 78 das will) angefertigt hat. Trotz einzelnen interessanten
Mundartformen hält sich die Sprache doch auf einer gewissen Höhe. Ver-
gleichsweise sei auch das zeitlich früher in Breslau angelegte Verzeichnie
der heimlichen Huren etwa von 1470 (Bresl. Stadtarch. Korr.) herangezogen.
Frl. Jendrissek im Bresl. Stadtarchiv hat freundlichst bei der Ent-
zifferung geholfen.
Itr dis fint dy hor galftern.
D' kotwytczy tachter M.
geschricben. Da er offenbar nur gewohnt war lateinisch zu schreiben, fiel
er bei dem ihm ungewohnten Schreibdeutsch in seine Mundart. 21 erftarben
mda. für erfterben. [Schauerliche Kanzleifloskel, die noch bis ins 19. Jahr-
hundert fortdauert. Burdach.] Hinter vil steht noch ein zweites vil.
192, 1 hor galftern „Hurelstern (1)“. o für uo findet sich nicht selten
rechts der Oder und in Breslau: Ztschr. J. Gesch. Schles. 10 (1870), S. 279, a.
1369 und 1382 *lemgrowen (für leingrowen) „Lehmgruben“; Korn, Breel.
Urkdb. Nr. 50, a. 1280 alzohant; Bresl. Stadtbibl. Hr. R 454 58 o woth-
schirlig .Schierling“ (thüringisch Wütscherling) u. a. Für galfter rgl.
mhd. agelster „Elster“ (7) und schles. Rothgalster „rothalsige Tanbe“
(Weinhold. Beitr. z. e. schles. Wörterbuche [Wien 1855]. S. 25), glätzinch
Blögalster „bläwliche Taube“ (huliche. Bemerkung Karl Weinholda rom
20. Februar 1892). Dic Dirnen heißen gern nach Vögeln; rgl. Schnepfe und
die Breslauer Straßennamen Sperlingsberg und Rebhühnelgässel (Schlesi-
2 M. 3k.: die vollen Namen ver-
sches Wörterbuch. Im Druck).
schweigt der Schreiber wohl aus Rücksicht für die betreffenden Mädchen.