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- s. 9: … Sladlardiw zum Muster für andere Stadt- Inhallsüberſicht Die Geschichte des Stadtarchivs Eger Der Umfang des Egerer Stadtarchivs 11 / Die Anfänge im…
- s. 9: … Zeittafel der Archivare der Stadt Eger 48. Die Bestände des Stadtarchivs Eger Die Bestände des eigentlichen Stadtarchins: Die Schriften aus der Amtsführung…
- s. 10: … gehörig 99/ Anhang zu den Archinbüchern 100. Der Aufgabenkreis des Stadtarchivs Eger Der Wandel in der Aufsassung von den Aufgaben eines Archins…
- s. 12: … Gradl, Geschichte des Egerlandes [bis 1437] (Prag 1893) grundlegend. 3) Stadtarchiv Eger, Urk. Nr. 26. — Bgl. Abbildung 5. 4) Stadtarchin Eger,…
- s. 21: … Erwähnung getan worden. Man war daher damals an maßgebender 32) Stadtarchiv Eger, Ratsprotokollbuch und Ausgabsbuch zum Jahre 1756. 33) Stadtarchiv Eger, Ratsprotokollbuch…
- s. 21: … 32) Stadtarchiv Eger, Ratsprotokollbuch und Ausgabsbuch zum Jahre 1756. 33) Stadtarchiv Eger, Ratsprotokollbuch 1760, Fol. 44', Fol. 79, Fol. 224'. 34) Die…
- s. 22: … 1749 in Wien errichtete Haus-, Hofs und Staatsarchin bestimmt. 35) Stadtarchiv Eger, Ratsprotokollbuch 1760, Fol. 226'. 22 vordem die nötige Zeit, sich…
- s. 26: … 23), aber schon in der allernächsten Zeit bitter gerächt! 41) Stadtarchiv Eger, Ausgabsbuch 1771. 42) Stadtarchiv Eger, Ratsprotokollbuch 1771, Fol. 201, und…
- s. 26: … allernächsten Zeit bitter gerächt! 41) Stadtarchiv Eger, Ausgabsbuch 1771. 42) Stadtarchiv Eger, Ratsprotokollbuch 1771, Fol. 201, und Ausgabsbuch 1771. 43) Der mit…
- s. 26: … betrug 150 Gulden und der des Registrators 200 Gulden! — Stadt- archiv Eger, Ausgabsbücher aus diesen Jahren. 26 Im Archin ist nun offenbar…
- s. 27: … durch die Eintragungen in den Ausgabsbüchern genau zu verfolgen. 45) Stadtarchiv Eger, Ausgabsbuch 1799, Fol. 205'. 27 Damit beginnt in der Geschichte…
- s. 50: … (1934) des Vereins sür Geschichte der Deutschen in Böhmen. 3) Stadtarchiv Eger. Fasz. 304 ff. 3a) Vgl. Abbildung 23. 4) Stadtarchin Eger.…
Název:
Das Archiv der Stadt Eger
Autor:
Sturm, Heribert
Rok vydání:
1936
Místo vydání:
Cheb
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
120
Obsah:
- 1: Titulatio
- 4: Zum Geleit
- 9: Inhaltsübersicht
- 11: Edice
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geführte Kampf der Egerer um ihre staatsrechtliche Stellung die Erklärung für
die Reichhaltigkeit der einzelnen Bestände des Egerer Stadtarchivs2). Denn seit
dem Johann von Böhmen kurz nach der Verpfändung Egers und des Egerer
Gebietes in der Urkunde vom 23. Oktober 1322 den Egerer Bürgern zusicherte,
daß sie „mit cheinem chamerer von Behem schullen zu schaffen haben, sunder
mit uns und mit unserm houptman oder richter, den wir in geben“3), und
seitdem Kaiser Sigismund den Egerern das Privileg gab, laut welchem eine
Berufung ihres Stadtgerichtes allein an den König oder Kaiser zulässig
war (1437) 4), ergab sich ein unmittelbarer Verkehr der Stadt Eger mit Kaisern
und Königen und wegen der Bedeutung der Stadt selbst und deren Lage an
der Grenze verschiedener Herrschaftsgebiete (pfälzisches und markgräfliches Gebiet,
Vogtland und Böhmen) ein lebhafter Schriftenaustausch mit zahlreichen Städten
des Deutschen Reiches und Böhmens und mit der Ritterschaft und dem Adel der
engeren und weiteren Umgebung, sowie mit Päpsten und Bischöfen. Im 14.
Jahrhundert, namentlich zur Zeit Karls IV., setzt bereits dieser breite Strom
reicher schriftlicher überlieferung ein und läßt zur Zeit der Nachfolger
Karls IV., Wenzels und Sigismunds, dann während der Jahre der Hussiten
kriege, unter Wladislaw II. und gar im Zeitabschnitt des Dreißigjährigen Krieges,
ferner unter Leopold I., Karl VI. und Maria Theresia die einzelnen Teilbestände
immer wieder anschwellen.
Daß zu Ende des 13. Jahrhunderts und auch zu Beginn des 14.
Jahrhunderts die Aufzeichnungen im Egerer Stadtarchin noch keineswegs
den breiten Raum einnehmen wie etwa schon zur Mitte dieses Jahrhun-
derts oder gar wie dann nach 1400, liegt wohl kaum an nennenswerten
Verlusten von Archivalien aus dieser Zeit, sondern vielmehr offenbar in der
Art des Kanzleiwesens, das in der damals immerhin noch recht jungen Stadt
im Gebrauche stand. Noch überwiegen in dieser Zeit die Urkunden, jene in feier
licher Form auf Pergament geschriebenen und mit Siegel bekräftigten rechts-
gültigen Vereinbarungen; Stadtbücher, in die regelmäßige Eintragungen von
Abmachungen, wie sie die Regelung eines Gemeinwesens erfordert, eingeschrieben
wurden, sind nur spärlich vorhanden: ein Achtbuch des Egerer Schöffengerichtes,
beginnend mit 13105), das in seinen ältesten Aufzeichnungen zu den frühesten
Rechtsdenkmälern des deutschen Volkes überhaupt gehört (ein zweites Achtbuch
setzt mit dem Jahre 1391 ein); dann das Buch der Gebrechen aus der Zeit von
1379 bis 1388, gleich den Achtbüchern zu der Gruppe der Gerichtsbücher zählend,
und als das wichtigste Buch für die Regelung des Gemeinschaftslebens in der
Stadt: das Stadtverordnungsbuch, das die Satzungen („der stat gesetz) und
städtische Verordnungen in der Fassung von 1352 und 1400 enthält. Daß sich in
diesem Pergamentkoder außer den durch den Titel angekündigten Rechtsnormen
auch andere Eintragungen vorfinden, für die man kurze Zeit später bereits eigene
Bücher anlegte, scheint darauf hinzudeuten, daß sich im 14. Jahrhundert hier
eben erst die Formen eines — dann freilich durch Jahrhunderte Richtung geben
den — Kanzleigebrauches herausgebildet haben. So finden sich in dem Stadt
gesetzbuch vom Jahre 1352 Aufzeichnungen über die Einhebung einer städtischen
2) Zur Frage der staatsrechtlichen Stellung Egers und des Egerlandes sind heute noch die
beiden Bicher: Frauz Rürschner, Eger und Böhmen. Die saatsrechtlichen Berhältnisse in ihrer
historischen Entwickelung (Wien 1870) und Heinrich Gradl, Geschichte des Egerlandes [bis 1437]
(Prag 1893) grundlegend.
3) Stadtarchiv Eger, Urk. Nr. 26. — Bgl. Abbildung 5.
4) Stadtarchin Eger, Urk. Nr. 462 (Goldene Bulle).
5) Heute verwahrt im Archiv des Nationalmuseums in Prag.
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