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Název:
Das Archiv der Stadt Eger
Autor:
Sturm, Heribert
Rok vydání:
1936
Místo vydání:
Cheb
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
120
Obsah:
- 1: Titulatio
- 4: Zum Geleit
- 9: Inhaltsübersicht
- 11: Edice
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Abb. 7
belassen, und sichert ihnen in sieben Artikeln ihre Sonderrechte und
Sonderstellung gegenüber Böhmen zu. (Mit der Bestätigung der frü
heren Privilegien anerkannte König Johann das reichsstädtische Recht
Egers [verliehen von König Rudolf 1279] und die Befreiung von jedem
fremden Gerichte [verliehen vom König Albrecht 1305]; mit den Zu-
sicherungen, daß alles, was zum Lande Eger gehört, dabei auch erhalten
bleiben und davon nichts Izu Böhmen] weggenommen werden solle,
weiters, daß die Egerer von jeder Königss und Landsteuer [die Böhmen
zahlen mußte] befreit sind und mit keinem Kämmerer, dem damaligen
obersten Landesbeamten, etwas zu tun haben follen, hat König Johann
das Land Eger als eigenes, geschlossenes Gebiet anerkannt, es unmittel
bar dem König unterstellt, jeder näheren Beziehungen zu den Böh¬
mischen Landesangelegenheiten enthoben und jeder Einflußnahme der
Böhmischen Beamten entrückt [Siegl „Eger im Wandel der Zeiten“,
S. 31]. Die Bedeutung dieser Urkunde für die Stadt und das Land
Eger war außerordentlich; dieses Dokument bildete durch Jahrhunderte
die gesetzliche Grundlage für die staatsrechtliche Sonderstellung von
Stadt und Land Eger. Man nennt daher dieses Privileg auch die Eger-
länder Verfassungsurkunde.) — Abgedruckt und erläutert zuletzt durch K.
Siegl „Das Egerland zur Zeit seiner Verpfändung“, Eger 1922, und
K. Siegl „Eger im Wandel der Zeiten“, Eger 1931. — Die wich¬
tigsten früheren Veröffentlichungen: Emler Reg. Boh. III. 814,
Kürschner „Eger u. Böhmen“, Beil. II., Gradl, „Privilegien der
Stadt Eger“, S. 4, Čelakovsky Cod. jur. municip. II. 123.
Abb. 6 1321, März 18.: König Ludwig (der Baner) bestätigt den Egerer Bür-
gern das Recht, alles Zinn, das durch ihre Stadt geführt wird, schmel-
zen und mit der Stadtmarke zeichnen zu dürfen. — Abgedruckt bei
Gradl Mon. Egrana 699, Emler Reg. Boh. III. 663, Böhmer
Reg. Lud., Addid. II. 2952, Čelakovsky, Cod. municip. II. 118.
1330, Juni 10.: Ludwig, römischer König, verleiht den Bürgern un
beschränkte Zollfreiheit im ganzen deutschen Reiche und bedroht jeden,
der diesen Brief nicht achten würde, mit einer Strafe von 50 Pfund.
Alteste goldene Bulle des Egerer Stadtarchins. — Abgedruckt: Čela
kovsky Priv. reg. civit. provinc. regni Boh. S. 267, Nr. 155, Siegl
„Eger im Wandel der Zeiten“, S. 32; dort auch eine auszugsweise
übersetzung des lateinischen Wortlautes ins Deutsche.
Die goldenen Bullen im Egerer Stadtarchive: a) Vorders und Rück¬
seite des Siegels Ludwigs des Banern von der Urkunde vom 10. Juni
1330 (Abb. 7); b) Vorder= und Rückseite des Kaisersiegels Karls IV. von
der Urkunde vom 23. Juli 1355; c) Vorderseite des Kaisersiegels Sig-
munds von der Urkunde vom 25. Jänner 1437 (die Rückseite ift jener
der Bulle Karls IV. gleich). — Vgl. dazu K. Siegls Aufsatz „Die
Egerer Goldbullen“ (Zeitschrift „Unser Egerland“, Ig. 1930, Heft 6).
1350, Mai 18.: Karl IV. verzeiht der Stadt Eger den vom Volke
begangenen Mord und die Plünderung der Juden in Eger. (Die Ver-
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