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Titel
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Ib
Inhaltsverzeichnis
I
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III
Einleitung
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- s. 2: … stellen dem Abte Io- hannes (III.) und dem Konvente des Klosters Waldsassen ein Zengnis. darüber aus, daß die Söhne des Egerer Bürgers,…
- s. 3: … Geschworene in Eger bekunden, ienes Privileg, womit Kaiser Heinrich dem Kloster Waldsassen die Dörfer Hohentann, Bernowe und Griesbach als vont röm. König…
Název:
Die Egerer Zunftordnungen : Ein Beitrag zur Geschichte des Zunftwesens
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1909
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
172
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Inhaltsverzeichnis
- 1: Einleitung
- 21: Edition
Strana 3
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vom 3. März 1313 1) und in einer zweiten vom 12. März 13142)
neben Bürgermeister und Rat den Geschwornen, den jurati
(magister civium, consules et jurati) und endlich in einem Briefe
vom 9. Jänner 13173) auch der Gemein begegnen (wir Purger-
meister, der Rat vnd die gemein zu Eger). Jn dieser Gemein sinden
wir nur Handwerker und minder bemittelte Kleinbürger.
Mit dieser Verfassung, wie sie sich in 13. und zu Beginn des
14. Jahrhunderts in stetiger Entwickiung herausgebildet hatte, ge¬
wann das Handwerk eine sichere Heimstätte, den Nährboden, auf
dem es zur reichsten Blüte gedeihen koimte. Ans den ehemaligen
Unfreien und Hörigen waren wohlhabende Leute geworden, die an
Zahl weitaus „die Geschlechter“ überragten, allmählich in den Rat
und schließlich auch auf den Bürgermeisterstuhl gelangen sollten.
Das wachsende Ansehen der Handwerker, das Bedürfnis, ihre
gewerblichen Interesse zu wahren, nicht minder das gesellige, öffent-
siche und resigiöse Leben zu regesn, brachte es mit sich, daß die
Genossen ein und desselben Handwerks zu einzelnen Verbänden, den
sogenaunten Innnngen und Zünften4) sich vereinigten, an deren
Spitze, und zwar aus den Handwerkern selbst, ein Aufseher, Magister,
Meister, der Handwerksmeister gesetzt wurde.
Die Entstehung dieser Vereinigungen fällt in Eger, wenn uicht
schon früher, sicher in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts, denn
1) Bürgermeister, Rat und Geschworene in Eger bekunden, ienes Privileg,
womit Kaiser Heinrich dem Kloster Waldsassen die Dörfer Hohentann, Bernowe
und Griesbach als vont röm. König Adolf diesem Kloster versetzt erftärte, gesehen
und als unverjehrt befunden zu haben. Regesta boica V, 246. Gradl, Nr. 246,
unrichtig mit 1312.
2) Hermann Heckel, Bürgermeister, und die Geschwornen der Stadt Eger
befennen, daß Bruder Hermann, Prior, und die übrigen Brüder des Egerer Pre-
digerordens ihr von dem Zimmermann Götzl erkauftes Grundstück zu einer Gasse
anwiesen und mit ihrem Nachbar Heinrich Steinkeller ein Übereinkommen rücksicht
lich eines Umbaues getroffen haben. Original im Eg. Dominikanerarchive. Gradl,
Nr. 621.
3) Bürgermeister, Rat und die Gemein zu Eger verorduen in Überein
stimmnng mit den Orden der Stadt, feinen zugehörigen Bürger und Baner aus
einer et vaigen Gejangenschaft höher als um 13 Haller zu lösen. Orig. auf Perga
ment mit dem großen Stadtsiegel im Eg. Sladtarch. Urt. Nr. 19. Gradl, Nr. 645.
4) Das Wort Zunft, abgeleitet von „ziemen“, bedeutet „Schiclichkeit, Regel.
Gesetz“. Audere Bezeichnungen sind Einung, Jnnnng, Gilde, Bruderschaft, Handwerk,
Zeche, Gaffel, Aut. Stube, Selschop, fraternitates, sodalitia, consortia, conju-
ratio, societas, convivium, conspiratio, geldonia, congilda, bursa, compania
u. a. nt.