z 172 stránek
Titel
Ia
Ib
Inhaltsverzeichnis
I
II
III
Einleitung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
Edition
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
- s. 2: … stellen dem Abte Io- hannes (III.) und dem Konvente des Klosters Waldsassen ein Zengnis. darüber aus, daß die Söhne des Egerer Bürgers,…
- s. 3: … Geschworene in Eger bekunden, ienes Privileg, womit Kaiser Heinrich dem Kloster Waldsassen die Dörfer Hohentann, Bernowe und Griesbach als vont röm. König…
Název:
Die Egerer Zunftordnungen : Ein Beitrag zur Geschichte des Zunftwesens
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1909
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
172
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Inhaltsverzeichnis
- 1: Einleitung
- 21: Edition
Strana 2
Geschlechter (universitas senatorum, consules, senatores) gegen alle
andere abzuschließen.
Das Streben und Ringen der Minderbürger, sich bei Ent-
scheidung öffentlicher Angesegenheiten eine gewisse Einflußnahme zu
sichern, blieb auch nicht ohne Erfolg und wir sehen neben Rat und
Gericht bald die „Gemein“, eine aus 36 Mitgliedern bestehende
Körperschaft entstehen, welche in wichtigen Dingen mit zu reden
hatte.
Die erste Andentung über diese „Gemein“ sinden wir in dem
von Kaiser Rudolf von Habsburg den Egerern unterm 7. Juni 1279
verliehenen Stadtrechte, in welchem alle früheren ungeschriebenen
Rechte zum erstenmase kodifiziert erscheinen.
In diesem wichtigen Dokumente, welches zugleich von einem
ausgedehnten Handel und blühenden Gewerbebetriebe unserer Stadt
Zeuguis gibt, wird in den Artikelu 5, 6 und 141) von den cives
nominati. d. h. von den außerhalb des Rats stehenden, be
rufenen, gewählten oder genannten Bürgern gesprochen2).
Als einzige Repräsentanten der Stadt werden aber noch in den
Briefen von 2. Juli 13023) und vom 24. Juni 13104) uur Bürger-
meister und Rat angeführt, während wir schon in einer Urkunde
1) Art. 5. Item nullus judicum ciuem nominatum nisi super sola
mortis occasione captiuitatis vinculo detinebit.
A r t. 6. Item si aliquis pro homicidio uel manifesto vulnere accu-
satus fuerit et si in ueritate facti deprehensus non fuerit, ulterius non infesta-
bitur, nisi quod cum Septem viris nominatis innoxium se probabit.
Art. 13. Item aduersus nominatum et approbatum virum
nullus poterit in detrimentum honoris sui uel corporis approbare (Drig. in
Eg. Stadtarchiv, Urf. Nr. 3). — Bei Grüner, Privilegia et statuta Rudolphi I
sind die ersten zwei Artikel zu einem zusammengezogen. Bei Gradl (Monumenta
Egrana, 329) erscheint durch ein Versehen der 9. Artikel ganz weggelassen.
2) Näheres über die nominati und denominati bei Gradl a. a. D., welcher
hier auch die Ansichten Grüners und Drivocks über die Bedeutung von „nomi¬
nati“ widerlegt und zahlreiche andere Stadtrechte zum Vergleiche heranzicht.
3) Bürgermeister und Rat der Stadt Eger vidimieren den Brief der
verwitweten Landgräfin Jutta von Leuchtenberg vom 9. Juli 1294 über die Hin-
gabe der Schlösser Falkenberg. Neuhaus an Waldsassen. Orig. im Münchner Reichs-
archiv Gradl, Mon., Nr. 532.
4) Gottfried, Bürgerneister, und Rat zu Eger stellen dem Abte Io-
hannes (III.) und dem Konvente des Klosters Waldsassen ein Zengnis. darüber
aus, daß die Söhne des Egerer Bürgers, genaunt Tischer, ihrem Rechte auf einen
Hof zu Gopoldsgrün gegen Eupsang von 12 Pf. Haller zu Gunsten des Klosters
eutsagten. Walds. Kopialbuch III., Fol. 420, Münchner Reichsarchiv. Gradl, Nr. 587