z 221 stránek
Titel
I
II
III
IV
Einleitung
V
VI
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
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XVI
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XVIII
Edition
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Beilagen
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Sprache der Chronik
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Glossar
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Register
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Inhaltsverzeichniss
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Název:
Die Chronik der Stadt Elbogen (1471-1504)
Autor:
Schlesinger, Ludwig
Rok vydání:
1879
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
221
Obsah:
- I: Titel
- V: Einleitung
- 1: Edition
- 139: Beilagen
- 178: Sprache der Chronik
- 187: Glossar
- 193: Register
- 203: Inhaltsverzeichniss
Strana 176
176
und schwöre dem durchlauchtigsten Fürsten und Herrn Herrn Wladislaw
meinem Könige von Ungarn, Böhmen etc. den Herrn Sebastian von Lažan,
als meinem Herrn anstatt S. M. des Königs.“ Und so sollen sich die
Mannen den Brüdern gegenüber nach diesem Eid und der Entscheidung
S. M. des Königs benehmen.
Und wie die Elbogner Bürger den Majestätsbrief des Kaisers Karl
vorzeigten, wodurch S. M. diese Bürger, ihre jetzigen und künftigen
Erben, für ewig von allen Abgaben befreit, von der Beisteuer an Schossen,
Zins und allen anderen Abgaben, sie mögen wie immer heissen, und
besonders von dem königlichen Zoll, und auch in unbewussten und irrigen
Streitigkeiten sollten sie sich nirgend andershin um Urtheil und Erkennt-
niss zu berufen haben, als an die Stadt Eger. Auch soll es keinem
Menschen gestattet sein, Wirthshäuser, Bräuhäuser, Malzdörren, Schmie-
den auf eine Meile von dieser Stadt zu erbauen, ausser denen, die schon
von Alters her privilegirt waren.
Auch wenn irgend welche adelige Mannen oder Leute, welcher Art
und Standes immer in der oberwähnten Stadt Elbogen oder in der Vor-
stadt wohnen wollten, die sollten alle verpflichtet sein, die Schosse und
Abgaben zu leisten, und allen Leistungen und Anordnungen wie andere
Bewohner sich zu fügen.
Auch wenn es sich ereignete, dass ein Mörder oder Räuber oder
ein anderer Verbrecher unter den Bürgern und Bewohnern wäre, und in
welcher unschicklicher That oder Werke immer getroffen wurde, so dass
er deshalb proscribirt oder vom Landgericht verurtheilt würde, wollen
wir nicht, dass sein Gut, Erbe, Dörfer oder Vorwerke auch die beweg-
lichen Sachen, welche er hinterlassen sollte, seinen Erben genommen
würden, ausser wenn ein soleher Verbrecher durch solches Gut sich von
der Proscription oder dem Tode befreien wollte.
Und daher sollen die Brüder Sebastian, Quirin und Albrecht die
Bürger von Elbogen nach all’ dem, wie es der Majestätsbrief Kaiser
Karls enthält, in allen auf Kuttenberg festgesetzten Artikeln behandeln;
und die Bürger von Elbogen sollen — da die obgenannten Brüder den
Mäjestätsbrief Kaiser Sigmunds vorlegten, worin er ihnen den Elbogner
Kreis mit allen Herrschaften verpfändet und weder sich S. M., ausser der
Auslösung, noch den künftigen Königen etwas vorbehalten — sie sollen
sich zu Sebastian, Quirin und Albrecht so und mit der Ergebenheit ver-
halten, wie es ihre Vorfahren den Königen Böhmens I. M. gegenüber
gethan.
Und die Bürger klagten, dass ihnen obgenannte Brüder die Schlüssel
zur Stadt nehmen, welche ihnen zum Bewahren von Altersher gehörten.
Da zeigten die Brüder Sebastian, Quirin und Albrecht eine zwischen
den Parteien getroffene Entscheidung, worin S. M. folgendermassen
hierin zu entscheiden geruhten: da sie die Schlicke die Herren des
Schlosses und der Stadt sind, haben sie den freien Willen, die Schlüssel
bei sich zu behalten oder sie den Bürgern zu lassen, und daher bleibt es
dem Willen der genannten Brüder und ihrer Nachkommen überlassen,
die Schlüssel der Stadt Elbogen bei sich zu behalten oder sie den Bür-
gern zu geben.
Und was den Eid derselben Bürger den Schlicken gegenüber betrifft,
sollen sich die Parteien nach dieser Entscheidung verhalten. Und da jene
Bürger den Majestätsbrief des Kaisers Karl zeigten, dass S. M. ihnen
althergebrachte Gebräuche gebe und bestätige, welche Gebräuche die
Bürger nannten; dass sie selbst sich Rathsherrn wählen und in die Stadt
aufnehmen könnten, wenn sie wollten, und ebenso entlassen könnten, wer
nicht mehr unter ihnen sein will — so sollen die Bürger diese Gebräuche
an den kommenden Pfingsten�Quatember vor den Herren I. G. und den
Wladyken auf dem vollen Gerichte des Landes beweisen; und die Brüder