z 212 stránek
Titul
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Vorwort
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Název:
Codex diplomaticus et epistolaris Moraviae. Urkunden-Sammlung zur Geschichte Mährens im Auftrage des mährischen Landes-Ausschusses. Bd. 14. Vom Jahre 1408-1411
Autor:
Bretholz, Berthold
Rok vydání:
1903
Místo vydání:
Brno
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
212
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XVIII+194
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 161: Rejstřík
Strana VI
VI
Doubrawnik erwirbt für einen Beitrag zur Türken- und Sarazenensteuer das Recht,
sich einen eigenen Beichtvater zu halten (Nr. 144) und die St. Georgskapelle in
Ungarisch-Hradisch erhält einen Ablass (Nr. 166); die Einführung des Priesters
Johannes Laurenz in die Pfarre zu Treskowitz durch den Propst von St. Peter in Brünn
behandelt Nr. 155, u. s. w. Hervorheben möchte ich nur noch Nr. 154, das Glaubens-
bekenntnis des Karthäuserpriors von Brünn Nikolaus von Solnitz, und die Urkunde Nr. 170,
aus der wir ersehen, dass B. Nikolaus von Megara, der von Eubel, Hierarchia cathol. I, p. 348,
als „Nicolaus de Pilsna O. Praed." bezeichnet erscheint, im Jahre 1410 mit Anver-
wandten in Olmütz ein Haus erkauft, ein Rechtsgeschäft, das, da er Geistlicher war,
nur ausnahmsweise vom Stadtrathe bewilligt wurde.
Nach der Ubersicht dieses Inhaltes, den der neue Band liefert, wird man sich
allerdings darüber nicht täuschen, dass das Material, welches für die allgemeine Landes-
geschichte hiedurch zuwächst, nicht gar bedeutsam ist; eine Wahrnehmung, die übrigens
aus dem Inhalt der letzten Bande trotz ihres grössern Umfanges auch gemacht werden
konnte. Diese Urkundensammlung bietet eigentlich doch nur für die Specialgeschichte,
für Orts-, Kirchen-, Kloster-, Adelsgeschichte reiche Ausbeute. Von diesem Stand-
punkte aus muss diese Publication betrachtet und beurtheilt werden. Für jede local-
geschichtliche Studie, für ein Werk in der Art von Wolnys „Topographien" bietet
der Codex diplomaticus die wichtigste Grundlage. Wolny hat einen grossen Theil der
Urkunden, die im Codex erst nach der Veröffentlichung seiner beiden Werke erschienen
sind, zufolge seiner freundschaftlichen Beziehungen zu Boczek bereils gekannt und
benutzt, wenn auch seine oberflächliche Citierweise hierüber oft im unklaren lässt.
Aber viele waren ihm und seinen recht verschiedenartigen Mitarbeitern auch ent-
gangen, oft sind die Daten bei Wolny durch Versehen, Verlesen und Druckfehler
entstellt. Es wäre daher vielleicht nicht überflüssig gewesen, bei der Publication des
Codex diplomaticus vom Anbeginn stets auf Wolny Rücksicht zu nehmen, anzumerken,
ob wenigstens in diesem Hauptwerk die betreffende Urkunde benützt und citiert ist
oder nicht. Ein ähnliches Verwandtschaftsverhältnis besteht auch zwischen Codex di-
plomaticus und der gedruckten Landtafel, indem oft Urkunden, die in dem ersteren aus
dem Original oder aus Copien abgedruckt werden, in der letzteren bereits aus den
Landtafelquaternen vollinhaltlich oder nur in Extracten gedruckt vorliegen.
In dem bescheidenen Interessenkreise der Localgeschichte — wiederholen wir
noch einmal — bewegen sich die Urkunden unseres Bandes. Die grossen politischen
Fragen jener Zeit erzeugen keinen Reflex in unseren Quellen. Die Wahl des Mark-
grafen Jodok zum deutschen Könige am 1. October 1410 ist ein Ereignis, das sich
weitab von unserer Heimat abspielt und für das sich aus heimischem Material keine
weitere Beleuchtung ergibt. Wir mussten uns begnügen, die wichtigsten Daten in
kurzen Regesten aus den „Deutschen Reichstagsacten" zu wiederholen.
Noch merkwürdiger ist wohl, dass die geistige Bewegung, die im benachbarten
Böhmen mit dem Jahre 1410 bereits stürmischen Charakter angenommen hatte, gleich-
falls in unserm Urkundenmateriale fast gar keine Rolle spielt. Denn was wir sub Nr. 25
als Regest einer dermalen nicht auffindbaren Urkunde anführten, ist gewiss nichts
anderes gewesen, als eine moderne (Boczek'sche) Abschrift des von Palacký, Docu-
menta mag. Johannis Hus, p. 342, abgedruckten Actenstückes. Erübrigt sonach nur
noch Nr. 151, aus welcher Notiz wir die fast selbstverständliche Annahme belegt
finden, dass Erzbischof Sbinko's Decret wegen der Ausfolgung der Wikleffitischen