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- s. V: … bei den Olmützer Franziskanern (Nr. 122); kleinere Gütererwerbungen und -veräusserungen Kloster Oslawan betreffend, enthalten die Urkunden Nr. 130, 161, 163, eine Kleinodienverpfandung…
- s. 150: … 34 des fürsterzb. Archivs in Kremsier sich befindet. 161. Das Kloster Oslawan verkauft dem Peter Kreuzer und dessen Erben einen Hof in…
Název:
Codex diplomaticus et epistolaris Moraviae. Urkunden-Sammlung zur Geschichte Mährens im Auftrage des mährischen Landes-Ausschusses. Bd. 14. Vom Jahre 1408-1411
Autor:
Bretholz, Berthold
Rok vydání:
1903
Místo vydání:
Brno
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
212
Počet stran předmluvy plus obsahu:
XVIII+194
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 161: Rejstřík
Strana V
werden können, doch nicht zufällig, dass Güterveräusserungen viel häufiger auftreten
denn Erwerbungen. In einer Urkunde (Nr. 109), durch die das Kloster Welehrad das
öde Dorf Waltersdorf vergibt, werden bestimmt als Ursache dieser Verödung die
„longevis temporibus perseverantes gwerrarum discordie" im Lande Mähren angegeben.
Auf die Neubesiedlung dieses Ortes bezieht sich dann noch die Urkunde Nr. 129;
der Olmützer Domherr Laurenz, der auch markgräflicher Notar und Pfarrer von
Bisenz war, und sein Bruder Johann von Hranic (Weisskirchen) wurden die Locatoren,
die in Stephan Chwalibor einen Erbrichter fanden. In Nr. 65 vergibt dasselbe Kloster
zwei Lane in Ořechau an Protivec von Zástřízl, der dafür dem Kloster einen Bogen-
schützen zu stellen hat; Nr. 119 und 120 betreffen beide Güterverpfändungen desselben
Klosters. Ebenso sehen wir Kloster Dolein, das ja auch von diesen Kämpfen berührt
worden sein muss, Güter veräussern (Nr. 128, 138).
Rein localer Natur sind die die übrigen Kirchen und Klöster berührenden
Streitigkeiten. Der Streit um die Pfarrkirche in Nezamislitz, der eigentlich mit der
neuerlichen Vereinigung derselben mit dem Augustinerkloster in Landskron durch Papst
Bonifaz IX. im Jahre 1397 begonnen zu haben scheint 1), dauert noch fort ; darauf beziehen
sich die Urkunden Nr. 26, 80, 81. Neue Processe erhebt Kloster Saar wegen Besitz-
störung gegen Čenko von Ronow (Nr. 76), Also von Vöttau (Nr. 117) und andere
Usurpatoren (Nr. 150). Ganz privater Art sind dann die Klagen verschiedener Geist-
licher, die Papst Gregor (XII.) und P. Alexander (V.) dem Welehrader Abte
zur Untersuchung und Entscheidung überantworten (Nr. 38, 39, 40, 107, 114). Der
Streit zwischen den Pfarrern von Brenditz und Plenkowitz um verschiedene Güter und
Zehente wird schiedsrichterlich beigelegt (Nr. 137), ebenso die Angelegenheit zwischen
dem Pfarrer von Frainspitz und dem Königinkloster in Brünn, das jenen durch eine
Teichanlage in seinen Einkünsten beeinträchtigt hatte (Nr. 17); dem Katharinenkloster
in Olmülz wird durch den Schiedsspruch des Olmülzer Officials Sulico ein von
Mathusch von Cimburg und Stražnitz vorenthaltener Zins zugesprochen (Nr. 100).
Im übrigen sind es zumeist friedliche wirtschaftliche und rechtliche An-
gelegenheiten von minderem Belange, die uns in den Urkunden begegnen : Beneficien-
tausch zwischen dem Pfarrer von Wostitz und einem Allaristen in Auspitz (Nr. 2), Con-
fraternitäl zwischen den Augustinern in Sternberg und Landskron (Nr. 5), eine Quillung
für an die Curie vom Klosterbrucker Abt Johann geleistete Zahlungen (vergl. Bd. XIII,
p. 358, nr. 341) Nr. 12, Altarbestiftungen in Leobschitz (Nr. 14), Butsch (Nr. 53),
in der Olmützer Domkirche (Nr. 152), in Předmost (Nr. 147), Anniversargründungen
in Mödritz (Nr. 36), bei der Pfarrkirche in Brünn durch den Stadtnotar Nikolaus
(Nr. 77), Stiftung eines ewigen Lichtes bei den Olmützer Franziskanern (Nr. 122);
kleinere Gütererwerbungen und -veräusserungen Kloster Oslawan betreffend, enthalten
die Urkunden Nr. 130, 161, 163, eine Kleinodienverpfandung des Klosters Wilimov
Nr. 84, einen Zinsverkauf des Klosters Sedletz Nr. 124, einen Mühlverkauf von Seiten des
Klosters St. Clara in Znaim Nr. 28, und die schon berührten Spitalstiftungen in Olmütz
tangieren auch die Dominicaner in Olmütz (Nr. 37, 142). Das Brünner Augustiner-
kloster erhält ein Privileg vom Markgrafen Jodok bezüglich seines Weinschankrechtes
und wegen Erleichterungen hinsichtlich der Brünner Stadtlosung (Nr. 141), Kloster
1) Vgl. Cod. dipl. Morav. XII, nr. 389, p. 354 und Wolny, Kirchliche Topographie,
O. II, S. 280.