z 202 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
VII
VIII
IX
Inhalt
X
Briefe und Urkunden
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Chronikalisches
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Namen und Ortsregister
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Sachregister
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- s. 155: … Das nachstehende Fragment findet sich in der gegenwartig in dem Breslauer Staatsarchive aufbe- wahrten sogenannten Senitzischen Sammlung (VII. Hussiten) und ist von…
- s. 163: … ziemlich enggeschriebenen Folioseiten. Die Hand- schrift befindet sich auf dem Breslauer Staatsarchive unter der Signatur E. 50b. Schon die hier gegebenen Proben…
Název:
Scriptores rerum silesiacarum. Bd. 6, Geschichtsquellen der Hussitenkriege
Autor:
Grünhagen, Colmar
Rok vydání:
1871
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
201
Počet stran předmluvy plus obsahu:
X+192
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- X: Inhalt
- 1: Briefe und Urkunden
- 153: Chronikalisches
- 179: Namen und Ortsregister
- 189: Sachregister
Strana 163
1434—1437. 1420.
163
Caristia magna. Eodem a°. et praecedentibus fuit magna caristia in Silesia et signa 1)
circa Wratislaviam, quia hussitae obtinuerunt castra Ottmuchaw et castra Nimtsch, ita
quod multi prae fame perierint.
1434
Fractio oppidi Nimtsch. A°. dom. 1435 in die innocentium Wratislavienses exiverunt Dec. 28.
ad rumpendum et frangendum castrum et oppidum Nimtsch, quod et totaliter ruperunt et
destruxerunt.
Recessus Alisch. Eodem anno in vigilia circumcisionis dom. recessit dom. episcopus Dec. 31.
Wratislaviensis versus Nissam cum Alisch, Bedtsich, Petro Polack et aliis Bohemis.
Restitutio castri Ottmuchaw. Eodem a°. in die Egidii 2) episcopus Wratislaviensis cum
Nissensibus reacceptavit castrum suum Ottmuchaw, quod traditum fuit haereticis per
Nicolaum Alzenaw anno 30, per dimissionem et resignationem Bohemorum et speciali-
ter ipsius Alisch capitanei et gubernatoris Bohemiae.
Lesnitz fuit combustus. A°. dom. 1437 combustus fuit Petrus Lesnitz advocatus
consistorii Vratislaviensis3).
1435.
1437.
Hussitica aus Joannis Frobenii annales Namslavienses.
Das Nachfolgende sind Stücke aus einem umfassenden Werke, in welchem der Namslauer Stadtschrei-
ber Joh. Froben, aus Hirschberg gebürtig, die Geschichte der Stadt Namslau, hauptsächlich auf Grund
der Urkunden des Rathsarchivs, von der Thronbesteigung Karls IV. an bis auf seine Zeit, d. h. bis zum J.
1509, in der Form von Jahrbüchern darstellt, auf 163 ziemlich enggeschriebenen Folioseiten. Die Hand-
schrift befindet sich auf dem Breslauer Staatsarchive unter der Signatur E. 50b.
Schon die hier gegebenen Proben zeigen, dass Froben selbständige altere Quellen vor sich hatte, und
wir glauben ein Recht zu haben, auch über die Grenzen der hier verfolgten Aufgabe hinaus die Aufmerk-
samkeit der schlesischen Historiker auf dieses noch ganz unbekannt gebliebene Werk 4) zu lenken, um so
mehr, je ärmer wir grade für das XV. Jahrhundert an chronikalischen Quellen sind. Auch ist, abgesehen
von Eschenloer, der doch nur einen verhältnissmässig kurzen Zeitraum behandelt, das Froben'sche
Werk das einzige Beispiel einer mittelalterlichen schlesischen Stadtchronik, die Faber'schen Origines
Wratislavienses sind doch schon mehr als ein halbes Jahrhundert später geschrieben und obwohl in der
Form, namentlich in Bezug auf das Hineinflechten der Urkunden, Froben verwandt, doch ungleich dürrer
und dürftiger als dieser. Der gute Froben sei hiermit zum vollständigen Abdruck für einen neuen Band
der Scriptores bestens empfohlen.
Sigismundus von gotis gnaden ezu Ungarn und romischer konig etc. in dessem
1421 (richti-
jahre noch dem tode seynes bruders Wenzeslai konig czu Behmen wirt gewelet und ger 1420).
1) Sic, das Wort fehlt bei Sommersberg.
2) Dieses Datum (Sept. 1) kann der Reihenfolge der Begebenheiten nach unmöglich richtig sein, obwohl Som-
mersberg und die Fürstensteiner Handschrift es übereinstimmend haben, ich möchte lesen epiphaniae (Jan. 6.).
3) Ohne untersuchen zu wollen, ob diese Begebenheit mit der Hussitenangelegenheit in Verbindung steht, füge
ich die Notiz hier noch bei, weil sie aus älterer Zeit eigentlich die einzige ist, welche bei Sommersberg fehlt, während
sie die Fürstensteiner Handschrift hat. Es ist sehr wohl möglich, dass Sommersberg, der namentlich der Geist-
lichkeit gegenüber grosse Rücksichten zu nehmen hatte, die Nachricht als anstössig unterdrückt, oder dass sie die
Censur gestrichen hat. Dass der Stift des Censors bei dem Sommerberg'schen Werke thätig gewesen, deutet
S.'s Zeitgenosse Füldener (a. a. O. 246) an, und Sommersberg gedachte, nachdem Breslau preussisch geworden,
an eine 2. Auflage seiner Scriptores, die er dann umarbeiten wollte selon la lumière présente (vgl. Grünhagen,
Friedr. der Grosse und die Breslauer, 1740 u. 41. S. 11 u. Anm. 8 dazu).
4) Die kleine Namslauer Chronik von Pastor Liebig, die mit der vielfach excerpirten „alten Chronik“ unsern
Froben meint, kann, wenn es sich um wissenschaftliche Benutzung handelt, nicht in Betracht kommen.
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