z 202 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
VII
VIII
IX
Inhalt
X
Briefe und Urkunden
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Chronikalisches
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Namen und Ortsregister
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Sachregister
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- s. 155: … Das nachstehende Fragment findet sich in der gegenwartig in dem Breslauer Staatsarchive aufbe- wahrten sogenannten Senitzischen Sammlung (VII. Hussiten) und ist von…
- s. 163: … ziemlich enggeschriebenen Folioseiten. Die Hand- schrift befindet sich auf dem Breslauer Staatsarchive unter der Signatur E. 50b. Schon die hier gegebenen Proben…
Název:
Scriptores rerum silesiacarum. Bd. 6, Geschichtsquellen der Hussitenkriege
Autor:
Grünhagen, Colmar
Rok vydání:
1871
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
201
Počet stran předmluvy plus obsahu:
X+192
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- X: Inhalt
- 1: Briefe und Urkunden
- 153: Chronikalisches
- 179: Namen und Ortsregister
- 189: Sachregister
Strana 155
Strehlener Fragment. 1428—1432.
Das nachstehende Fragment findet sich in der gegenwartig in dem Breslauer Staatsarchive aufbe-
wahrten sogenannten Senitzischen Sammlung (VII. Hussiten) und ist von einer Hand, die der zweiten Halfte
des XVIII. Jahrhunderts angehören dürfte, geschrieben. Am Schlusse findet sich dann der Vermerk:
„copirt aus einem Protocoll der Stadt Strehlen von 1371—1433,“ d. h. also wohl aus einem Strehlener
Stadtbuche, welches selbst leider verloren gegangen zu sein scheint. Der Werth dieser, wie die letzten
Worte zeigen, unmittelbar nach den Ereignissen niedergeschriebenen Aufzeichnungen springt in die Augen,
doch sind dieselben keineswegs in allen Stücken zuverlässig, wie ja schon die Verwirrung in den ersten
Jahresangaben zeigt, bei denen die mit Worten ausgeschriebenen Zahlen an keinen Schreibfehler den-
ken lassen. Der Verfasser scheint dem Herzog Johann von Münsterberg, dessen Fall er mit so warmen
Worten beklagt, näber gestanden zu haben. Sein Landesherr war derselbe nicht; Strehlen gehörte damals
zum Brieger Herzogthume.
1428 1).
Alsz man geschreben had noch Cristi geburth tausend vierhundirt vnd in deme newn
vnd ezwenczigsten Jare, quomen von irsten die snoden vordampten ketczer die Thaberer
vor Troppaw in die Slezie, vnd zu der czeit Procop ir elster was, vnd haben vorterbit,
vorbrant vnd zu nichte gemacht mit irer gewalt vnd fravel dieze nochgeschrebin stete,
merckte vnd clostir ane hernhowffe vnd gute dorffer ane czal, vor 2) die Newstat alias
Wogendrossil, item Wenigen-Glogaw3), Crapitz, Strelicz, Lesnicz, Czolez4), Steynaw vnd
quomen dieselbige reyse noch metefasten vor die Neysse vnd toten grosse slachtunge an
dem fusfolke in der alden stat in kegenwortigkeit der hochgeborn fursten, herczogen
Cunraden bischoff zu Breszlaw, herczog Johannes von Munstirberg, herezog Rup-
rechtz des Jungen, herczog Ludwigen von der Olaw, vnd dirmorten vnd dirslugen vil
folkes , der czal eygentlich nymant weys. Nochdeme als sie den mort vnd bornen vor der
stat vnd vmb die stat begangin hatten, do czogen sie vorbas uff Othmachaw, uff Patschke,
uff Camencz das closter, uff die Warthe, uff Franckensteyn, uff Heynrichaw das closter,
uff Grotkaw, uff den Brig vnd uff die Olaw vnd wanten sich uff Strelin, uff Reichenbach
vnd uff den Czobten vnd uff den Canth, uff den Newenmarckt, uff Hayne vnd uff den Golt-
berg vnd uff Parchwicz vnd uff die Steynaw an der Odir vnd wedir zurucke vor Breslaw,
uff Strelin vnd uff Munstirberg vnd vor Glocz wedir kegin Bhemen vnd vorterbten vnd
ausbranten die obgeschrebin stete, merckte allesampt dieselbige reyse, sundir Strelin vnd
Munstirberg blebin von der beredungen wegen des hochgeborn fursten herczoge Johannes
von Munstirberg, die her ufl dicz mol mit en hatte.
In dem obgeschrebin jare in deme advent sammelten sich die vorgenanten ketezer umb
Grecz") vnd czogen hieher in die Slesie bies genehalbe Glotcz, kegin Sweydildorff°) ; wedir
März 14.
1) Das hier Erzählte gehört unzweifelhaft in das Jahr 1428, nicht, wie im Text gesagt wird, 1429.
2) In unserer Abschrift von. 3) Ober-Glogau. 4) Zülz. 5) Königsgrätz. 6) Schwedeldorf.
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