z 787 stránek
Titul
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Inhaltsübersicht
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Vorwort
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Chronologisches Verzeichnis
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- s. 266: … Kurfürst Friedrich LI. war seit 1437 schon dauernd Regent der Mark Brandenburg, und Brandenburg sowohl wie Sachsen und andere norddeutsche Gebiete werden…
- s. 267: … für Herzog Fried- rich, Felsecker und Herwart galt auch für Mark Brandenburg, Land Braunschweig und insonder- heit genannte Gebiete und Städte. I0.]…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Friedrich III. Abt. 2. (1441-1442)
Autor:
Herre, Hermann; Quidde, Ludwig
Rok vydání:
1928
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
787
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 691: Chronologisches Verzeichnis
- 706: Orts-Personen-Namen Register
- 757: Zusätze und Verbesserungen
Strana 266
266
Reichstag zu Frankfurt von Ende Mai bis Mitte August 1442.
tragen‘. Leider, möchte man sagen. Denn die Ausschaltung des Erbkämmerers hat na-
türlich zur Folge gehabt; daff Aufzeichnungen und andere Aktenstücke, wie dieser sie
über seine Maßnahmen zur Einziehung der Steuer und über das Erträgnis anzulegen
und zu sammeln gewohnt war, nicht vorhanden sind. Wir sind infolgedessen mehr denn
sonst auf Mutmaßungen angewiesen und müssen von vornherein darauf verzichten, ein 5
ähnlich anschauliches Bild von Verlauf und Erfolg der Steuereintreibung eu entwerfen,
wie wir es von der Tätigkeit des Erbkämmerers auf Grund der Weinsbergischen Akten
im 11. und bis zu einem gewissen Grade auch im 13. und 14. Bande zu tun vermochten.
Zwnächst ? wurden die in Betracht kommenden Judenschaften teils direkt, teils durch
Vermittlung ihrer Herren aufgefordert, sich in Frankfurt oder überhaupt am königlichen 10
Hof einzufinden, um mit dem König oder den Beamten der Kammer die Höhe der auf
ein Drittel des vorhandenen Vermügens festgesetzten Abgabe * zu vereinbaren. Solche Schreiben
wurden laut unserer nrr. 295 und 296 den Juden im Sachsen, Thüringen und Meißen
und der Reichsstadt Mühlhausen zugesandt und, wie aus unsern nrr. 289 und 290 ge-
folgert werden kann, jedenfalls auch den Frankfurter und Nürnberger Juden. Die Schreiben 15
selbst sind, nicht mehr vorhanden, darum läßt sich auch nur vermutungsweise sagen, daß
die ersten Ladungen zu derselben Zeit ausgingen, zu der die Reichsstände erneut zum
Besuch des Reichstags eingeladen wurden (vgl. lit. A), vielleicht auch, daß sie auf den-
selben Termin lauteten, der auch diesen gesetzt. wurde, nämlich auf den 8. Juli +,
von Sachsen gewährt hatte (vgl. RTA. 15, 117).
Er weigerte sich auch, die Ansprüche des Erb-
kämmerers auf das Ablaßgeld in Preußen und
Livland zw wnterstützen laut einer. undatierten,
aber wohl m das Jahr 1443 zu setzenden Instruk-
tion des Erbkámmerers für einen nicht mit Namen
genannten, Gesandten, der anscheinend. nach, Basel
ging (Öhringen Hohenlohesches Haus-A. Lade G
nr. 55 cop. chart. coaeva).
! Der Herausgeber nahm an, die Einziehung sei
statt dem Erbkämmerer Konrad von Weinsberg dieses
Mal dem königlichen Kammermeister Ritter Jo-
hannes Ungnad übertragen worden. Belege dafür
haben wir nicht finden können. [B. ©.]
* Wir haben hier stärker als sonst in das Manu-
skript des Herausgebers eingegriffen. Herre hatte
das in Bd. 13 nr. 227 gedruckte, zu 1438 Mai 17
datierte Juden- Verzeichnis, ohne von der Verwer-
lung an jener Stelle schon zu wissen, hierher ge-
zogen und mit dem Datum ,,1442 Mai Nürnberg *
als erstes Stück dieser Abteilung unter nr. 288 ein-
gereiht. Er stützte seine Datierung darauf, daß mit
den „drei Markgrafen zu Brandenburg“ nur die
Söhne des am 21. September 1440 verstorbenen Mark-
grafen Friedrichs I. genamnt sein konnten, während
andererseits der im Verzeichnis vorkommende Herzog
Ludwig der Ältere von Baiern nur bis zum 4. Sept.
1443 regierte. Es besteht für uns kein Zweifel, daß
Herre sich damit im Irrtum befand und daß an
der Einstellung zum Jahre 1438 festzuhalten ist.
Gegen das Jahr 1442 entscheiden eben jene alle dri
marggraffen zu Brandenburg und burggraven zu Nüre-
berg, auf die sich Herre beruft. Es sind, wie die
Stellung in dem Verzeichnis beweist, die ,, Mark-
grafen“ der Fränkischen Lande gemeint. Im Jahre
1438 gab es in Franken drei Markgrafen, nämlich
Kurfürst Friedrich und seine beiden Söhne Hans 20
(der älteste) und Albrecht (der dritte), die neben ihm
in. politischen Angelegenheiten genannt werden; im
Jahre 1442 aber gab es in Franken deren nur zwei
namlich Mf. Hans und Mf. Albrecht (Achilles), da
Kurfürst Friedrich I. 1440 gestorben war. Dessen 26
zweiter Sohn der spätere Kurfürst Friedrich LI.
war seit 1437 schon dauernd Regent der Mark
Brandenburg, und Brandenburg sowohl wie Sachsen
und andere norddeutsche Gebiete werden in dem
Verzeichnis gar wicht erwähnt. Es kommt himeu, 80
daß das Stück unter Akten des Jahres 1438 lagert.
Der Nachlaß Konrads von Weinsberg ist unberührt,
wie er seinerzeit die Akten hat ablegen lassen, auf
unsere Tage gekommen. Es kann natürlich vor-
kommen, daß ein Stück früheren Datums sich in 35
einem Komvolut spiterer Akten findet, weil Kon-
rad es aus irgendeiem Grumde wieder hervor-
gesucht und. benutzt hat. Daß aber ein Stück von
1442 umter Akten von 1438 geraten sein sollte, ist
kaum zu glauben und würde zu den Beobachtungen, 40
die wir bei den Öhringer Archivalien Konrads
machen können, im Widerspruch stehen. [B. Q.]
* Auch von Sigmund wurde 1414 und 1434 der
3. (oder gar der 2.) Pfennig gefordert, ebenso von
Albrecht 1438. [Q.] 45
* Herre war geneigt, eine ganz allgemein auf
den 8. Juli nach, Frankfurt. ergangene. Einladung
anzunehmen. Ich habe oben durch Einfügwng einiger
Worte den Zweifeln, die sich aus unserem Material
ergeben, Rechnung getragen. Daß die Ladung nach 50
Frankfurt erging, ist in dem Schreiben der Stadt
Mühlhausen vom 24. oder 25. August (nr. 296) und
in| dem Schreiben Pf. Ottos vom 30. August (nr. 297)
gesagt. Der Wortlaut beider Stellen spricht nicht
dafür, daß die Ladung schon weit zurücklag. Nur 56