z 787 stránek
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- s. 19: … die König Sigmund dem Herzog Johann von Baiern auf das Herzogtum Luxemburg verschrieben und Johann seiner Gemahlin, der Herzogin Elisabeth, vermacht hatte…
- s. 21: … 1440 und am 1. Mai 1441 vorgenommenen Ver- pfändung des Herzogtums Luxemburg und der Grafschaft Chiny an das Erzstift Trier veranlassen. Zu…
- s. 29: … Reichs gingen die oben4 er- wähnten über die Verpfändung des Herzogtums Luxemburg und der Graf- 45 schaft Chiny durch Herzogin Elisabeth von…
- s. 31: … 1603 orig. membr. lit. pat. c. sig. pend. laeso und Herzogtum Luxemburg, Urkunden, Staatsarchiv nr. 121 orig. 85 membr. lit. pat. c.…
- s. 32: … sig. pend. del., eine lateinische Übersetzung in Koblenz Staats- A. Herzogtum Luxemburg, Ur- kunden, Staatsarchiv nr. 132 cop. chart. coaeva; gedr. Würth-Paquet…
- s. 32: … die der S. 30 Anm. 12 erwähnten Urkunde; ferner ebenda Herzogtum Luxemburg, Urkunden, Staats- archiv ur. 184 cop. membr. coaeva, inseriert dem…
- s. 157: … so daßs sie dadurch in den Stand gesetzt werde, das Herzogtum Luxemburg an Herzog Wilhelm und dessen künftige Gemahlin Anna aus- 10…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Friedrich III. Abt. 2. (1441-1442)
Autor:
Herre, Hermann; Quidde, Ludwig
Rok vydání:
1928
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
787
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 691: Chronologisches Verzeichnis
- 706: Orts-Personen-Namen Register
- 757: Zusätze und Verbesserungen
Strana 29
Einleitung.
29
führung der Gerichtsordnung und die Vollstreckung der Urteile in den sechs bezw. vier
Kreisen, in die sie das Reich einzuteilen gedachten, durch je einen von den Reichs-
ständen zu wählenden bezw. vom König einzusetzenden Hauptmann überwachen zu lassen.
Wollten die Kurfürsten die Lösung der Landfriedensfrage jetzt von neuem versuchen,
5 so war das Zurückgreifen auf jene Entwürfe wohl selbstverständlich. Demgemäß mußte
auch die Hauptmannsfrage zur Sprache gebracht werden. Man könnte nun daran denken,
daß mit dieser Frage die der Reichsvormundschaft zusammenhing und daßs die Kur-
fürsten, vielleicht mit Rücksicht auf die Abneigung der Städte gegen die Kreisorganisa-
tion 1, die früher in Aussicht genommenen sechs bezw. vier Hauptleute jetzt durch eine
te einzige, den König vertretende oberste Instanz im Gerichtswesen, ähnlich derjenigen, die
einst König Sigmund in der Person des Erzbischofs Konrad von Mainz dem Reich gegeben
hatte2, ersetzen wollten. Aber wahrscheinlich handelte es sich um nichts weiter als um
das Wiederauftauchen eines Gerüchts, das schon vor drei Jahren nach der Wahl König
Albrechts in Frankfurt umgegangen war3, daß nämlich die Kurfürsten die Einsetzung
15 eines vicariers des reichs, der dem reich vor sei, für den Fall wünschten, daß der König
verhindert sein würde, ins Reich und zur Krönung zu kommen. Wie dem nun auch
sein mag: von jenen finsteren Plänen, die Kraus und Hufnagel den Kurfürsten andichten
möchten, kann jedenfalls keine Rede sein.
Daßt die Landfriedensfrage zwischen dem König und den kurfürstlichen Ge-
20 sandten tatsächlich erörtert wurde, ergibt sich aus den in unserer nr. 28 mitgeteilten, an
Frankfurt und Nürnberg und vermutlich auch an andere Städte gerichteten königlichen
Schreiben vom 30. Juli. Die Einzelheiten bleiben freilich verborgen, aber das Ergebnis
ist noch erkennbar. Das von den Kurfürsten gewünschte Landfriedensgesetz wurde vor-
läufig noch nieht erlassen, die Entscheidung darüber vielmehr bis zur Ankunft des Königs
25 in Oberdeutschland, also wohl bis zum geplanten Frankfurter Reichstage verschoben. Um
aber den vorhandenen Mißständen in der Rechtspflege schon jetzt einigermaßten zu be-
gegnen, suchte der König die oberste Gerichtsinstanz des Reichs, das Reichshofgericht,
dessen Tätigkeit während der Regierung König Albrechts fast ganz geruht hatte, neu zu
beleben, indem er am 29. Juli den Erbvogt von Köln Grafen Gumprecht von Nuenar
so zum Reichshofrichter ernannte (nr. 26; vgl. nrr. 26" und 27).
Damit war die Erörterung der reichspolitischen Fragen zwischen dem König und
der Gesandtschaft beendigt.
Das Ergebnis bedeutete im ganzen einen Mißerfolg der kurfürstlichen Bestrebungen.
Die Gesandten waren nicht imstande gewesen, den König zum Einlenken in die Bahnen
ss der kurfürstlichen Politik zu bewegen, hatten vielmehr im wichtigsten Punkt, in der
Kirchenfrage, den Rückzug vor den bestimmt und klar geäußerten Wünschen des
Königs angetreten und hatten sich im übrigen auf spätere Zeiten, den Frankfurter
Reichstag und die Zeit der persönlichen Anwesenheit des Königs im Reich, vertrösten
lassen. Vielleicht lohnt es, einmal der Frage nachzugehen, ob und inwieweit die Ver-
40 quickung persönlicher Interessen mit denen des Reichs durch den Erzbischof von Trier
und die Ausnutzung dieser Schwäche der kurtrierischen Politik durch den König dabei
mitwirkte.
Neben den Verhandlungen über die innere Lage des Reichs gingen die oben4 er-
wähnten über die Verpfändung des Herzogtums Luxemburg und der Graf-
45 schaft Chiny durch Herzogin Elisabeth von Görlitz einher. Sie hängen bis zu einem
1
Vgl. RTA. 13, 383 ff. ; 411ff.; 663 ff.; 686 ff.
Vgl. RTA. 8 nrr. 164-169.
s
Vgl. RTA. 13 nr. 39 art. 3.
Vgl. S. 21.