z 787 stránek
Titul
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Inhaltsübersicht
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Vorwort
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Zusätze und Verbesserungen
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Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Friedrich III. Abt. 2. (1441-1442)
Autor:
Herre, Hermann; Quidde, Ludwig
Rok vydání:
1928
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
787
Obsah:
- Ia: Titul
- Ic: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 691: Chronologisches Verzeichnis
- 706: Orts-Personen-Namen Register
- 757: Zusätze und Verbesserungen
Strana 151
Eivleitung.
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seinerseits mit König Wladislaw zu verständigen. Beiderseitige Räte schlossen Anfang
Januar 1442 Frieden zwischen Steiermark und Polen. Auch Osterreich ob und unter
ihr umd ihres Sohnes getreuer Schirmer sein zu
wollen. Darauf habe sie ihm ihren Sohn, ihre an-
5 deren Kinder und die Ungarische Krone übergeben,
aber mit der Bedingung, daß er ihr ihre Tochter
[Anna] und die Krone auf Verlangen zurückgebe,
ebenso ihren Sohn, sobald sie in Ungern ein Órt
geslos zw ihrem Handen bringe und ihn wieder
10 haben wolle. Sie isse mum nicht, warum der
König dieses Versprechen vergessen habe. Er habe
ihr nicht nur keine werktätige Hilfe geleistet, son-
dern enthalte ihr auch ihre Kinder und die Krone
vor. Sie habe ihn mämlich auf die Benachrich-
15 tigung durch etliche Prálaten und Herren und das
Land Ungarn hin, daß sie in den friedlichen Be-
sitz Ungarns gelangen könne, sobald sie ihren Sohn
und die Krone wieder in ihrer Gewalt haben werde,
wm Rückgabe ihrer Kinder und der Krone gebeten,
20 jn solcher mass das ?hre Kinder gehalten würden
auf den greniczen und gemerken der land Ungern
Behem und Osterreich in einem sichern und wohl-
bewahrien Haus. Aber weder sie selbst noch ihre
Botschaften hätten das von ilim erlangen können,
25 trotzdem sie ihm die großen Vorteile dargelegt
habe, die micht nur ihr, sondern auch ihm und
dem ganzen Hause Österreich aus der Rückgabe
erwachsen würden, wie denn das ains tails Erz-
bischof Jakob von Trier wisse, durch den sie jenes
30 Verlangen ebenfalls an ihm habe stellen lassen.
Das schlage ihr num zu ihrem gruntlichen verderb-
nus und zur verliesung ihrer Lande aus, da viele
Prälaten und Herren und das Land Ungarn www
auf solichen trost hin zu ihr getreten seien, ihr ge-
35 schworen, sich gegen sie verschrieben und sich mit
ihr verbündet hätten und mit ihren Hawptleuten
zu Felde gezogen seien. Auch aus dem Königreich
Böhmen sei sie gewarnet worden: wolle sie das
Land zu ihren und ihres Sohmes Hunden nehmen
40 und die Aufnahme des letzteren zum König er-
reichen, s0 solle sie ihn wieder in ihre Gewalt
bringen. Sie habe das durchzusetzen versucht und
versuche es moch, habe auch den Kónig gebeten,
sie nicht in alsovil guter sachen zu hindern und
45 micht durich solich fürhaltung [ihrer Kinder und
der Krone] ganz und so cleglich erblos zu machen.
JDenn nur solcher des Römischen kunigs irrung
hälben werde Ungarn an einem Teile vom König
von, Polen groslich verderbet und am anderen von
50 den Türken mechtielich uberzogen bis durch Win-
dische land unz an di von Cili. Die Türken hätten
dort die Kinder von Grafen, Herren, Edlen und
anderen Christenleuten hinweg gefürt und beschemet
und unchristliche Taten begangen, lägen auch noch
55 im Lande und wollten, wie sie jetzt gewarnet sei,
mit noeh größerer Macht kommen, um das Land,
80 weit sie könnten, unter sich zu bringen. Man
müsse besorgen, daß daraus binnen kurzem der
ganzen Christenheit große Trübsal erstehen werde. -
Sie habe das dem König oft sagen lassen und ihn
gemahnt, als Freund und Römischer König sich
solichs grossen unrechts und gewalts zu erbarmen
und durch Rückgabe ihrer Kinder und der Krone
recht gegen sie zu tun. Es habe nichts geholfen.
Sie könne für sein Verhalten süst kain ursach ver-
sten, denn die, daß er alles dem König von Polen
und ihren anderen Feinden zu Hilfe, Wohlgefallen
und Förderung tue. Von seiner und des Königs
von Polen einikeit seien wol brief und schrift ver-
handen gewesen und vielleicht noch vorhunden und
sunderlieh wi si sich newlich mit einander befridet
und verschriben haben. Zr wolle ihr also durch
Vorenthalten ihrer Kinder und der Krone ihr Erb-
land entfremden, wie sie des auch von etlichen des
tails zhrer Feinde aigentlich underrichtet worden sei
und teglich das bas erfahre. Mit seinem Wissen
und Willen habe sich der Kônig von Polen jetzt
vor ihre Stadt Prespwrg gelegt. Doch sei Gott ihr
und ihrem Sohne Helfer und Beschirmer gewesen.
Denn obwohl ihr nur. Richter, Rat und Gemeinde
von Prespurg, etliche ihrer Hauptleute und ihr
teglich hoffgesind Beistand geleistet hätten, habe
der Kónig von Polen mit Schand und Schaden ab-
ziehen müssen. Sie habe auch etliche ihrer Ge-
treuen in Österreich, besonders die von Wienn, um
Hilfe gebeten. Wien habe ihr Schützen geschickt,
sei aber deswegen vom König hart zur Rede ge-
stellt worden. Daraus sei zu ersehen, welche Ge-
sinnung er ihr entgegenbringe. Er habe auch ihren
mächtigen Landherrn und Freund, den Lasla Ban
von Gara, gefangen gesetzt. Wäre der frei ge-
wesen, so hátte sie mit seiner und anderer Freunde
Hülfe den König von Polen längst zur Räumung
des Landes genötigt. Alle Bemühungen, ihn aus
dem Gefängnis zu bringen, seien vergeblich gewesen.
Sie bitte nun Nürnberg, den König ernetlich darauf
zu weisen, daß er ihr ihre Kinder und die Krone
ohne längeren Verzug zurückgebe und ihr nicht den
Polen und den Heiden, ihren Feinden, zum Trost
Hindernisse in den Weg lege. Die Stadt möge be-
denken, daß ihr Sohn ein Deutscher Fürst sei, der
Böhmen, Österreich und seine anderen Länder vom
Reich zu Lehen trage. Zu ihm könne sie und jeder
Andere mehr zuversicht haben als zum König von
Polen, der stets ein Gegner des Reichs, dazu hoch-
mütig und der Christenheit schädlich gewesen sei.
Die Stadt möge ihr mit dem Boten amtworten.
Datum Prespurg an s. Philipp und s. Jacob tag
der hailigen zwelfpoten [Mai 1] anno etc. 42
(Nürnberg Kreis-.A. Reichsstadt Nürnberg, Akten
und Urkunden über Staats- und Verwaltungsangelegen-
heiten, Saal I Lade 79 nr. 1 orig. chart. lit. clausa
c. sig. im v. impr. laeso). Nürnberg beantwortete
den Brief auffallenderweise erst feria 3. post Bar-