z 100 stránek
Titel
Ia
Titulatio
I
90
Praefatio
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
Editio
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
169
170
171
172
173
174
175
176
177
178
179
180
181
182
183
184
185
186
187
Název:
Die Denkschrift des Breslauer Domherrn Nikolaus Tempelfeld von Brieg über die Wahl Georgs von Podiebrad zum König von Böhmen (Archiv für österreichische Geschichte vol. 60/61)
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1880
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
100
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Titulatio
- 91: Praefatio
- 133: Editio
Strana 121
121
erlangte wie Nicolaus selbst die Magisterwürde. Das Geburts-
jahr des letzteren finde ich nirgends verzeichnet, doch muss es
hart an den Ausgang des XIV. Jahrhunderts fallen, da er
schon im Jahre 1428 als Decan an der philosophischen Facultät
in Krakau erscheint, 1 woselbst er auch seine Studien gemacht
hat. Um 1415 dürfte er nach Krakau gekommen sein; unsicher
ist es, wie lange er daselbst gewirkt hat. Wenn man eine Notiz
aus dem Matrikelbuch der Krakauer Universität auf ihn be-
ziehen darf, dann ist er im Jahre 1433 Rector daselbst und
Domherr bei St. Florian.2 Am bekanntesten werden seine Ver-
hältnisse vom Jahre 1454 an, da erscheint er in Breslau als
Cantor und Domherr zu St. Johann ;3 als solcher hat er im
Verein mit seiner Schwester Katharina sein in der langen
Gasse zu Brieg gelegenes Haus zu einem Hospital und zur
Wohnung armer, kranker Schüler gewidmet. Vier Jahre später
hat er als Domcantor und Prediger an der Elisabethkirche in
Breslau eine sehr einflussreiche Stellung und erscheint auch
in zahlreichen Urkunden innerhalb der Jahre 1458 — 1469.4
Während dieser Jahre hat er in Breslau auch eine be-
deutende politische Rolle gespielt, denn wenn man auch keine
directen Beweise besässe, so wird man schon aus dem Umstande,
dass einer der eifrigsten Hetzer gegen Georg, der Prediger von
St. Elisabeth, Bartholomäus, ein Mann ebenso berühmt durch
seine Beredsamkeit, als anrüchig in Hinsicht auf seine Mora
lität, vor ihm eine gleichfalls gegen Georg gerichtete Rede
gehalten hat, zu erkennen vermögen,5 dass Tempelfeld die
1
Muczkowski Statuta pag. 20.
Zeissberg Das älteste Matrikelbuch der Universität Krakau pag. 25:
M. Nicolaus de Brega s. theologiae baccalaureus et canonicus s. Floriani.
Dazu sind dann die Notizen pag. 8 und 39 zu stellen. Allerdings findet
sich ein Nicolaus sculteti Conradswaldi de Brega ebenfalls als Doctor
und Magister, aber schon zum Jahre 1417; s. Zeissberg a. a. O. pag. 8.
und 23.
Cod. dipl. Sil. IX, Nr. 962, 963: Meister Nicolaus Tempelfeld zu Brieg,
Lehrer der heiligen Schrift, Cantor und Domherr zu St. Johann.
Das Staatsarchiv in Breslau enthält zwölf Urkunden, welche theils von
Tempelfeld ausgestellt sind, theils ihn als Zeugen vorführen. Die letzte
ist datirt von Breslau, 3. October 1469. Bresl. Archiv. Rotulus zu dem
Wiener Copialbuch des Hedwigstiftes zu Brieg.
Markgraf Pol. Corresp. Breslaus in den SS. rer. Sil. Bd. VIII, pag. 36.
S. Eschenloer a. a. O. pag. 126.