z 100 stránek
Titel
Ia
Titulatio
I
90
Praefatio
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
Editio
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
169
170
171
172
173
174
175
176
177
178
179
180
181
182
183
184
185
186
187
- s. 121: … dass einer der eifrigsten Hetzer gegen Georg, der Prediger von St. Elisabeth, Bartholomäus, ein Mann ebenso berühmt durch seine Beredsamkeit, als anrüchig…
- s. 122: … Führer derselben bezeichnet: ,Tempelfeld, Lehrer der heiligen Schrift, Prediger zu St. Elisabeth war dieser Sachen Fürer und ihm folgeten die anderen Prediger",…
- s. 127: … und Erbe auf der Schweidnitz'schen Quergasse‘ dem Predigt- stule bei St. Elisabeth zur Besserung der Predigerstelle daselbst. Am Dienstag nach Francisci (8.…
Název:
Die Denkschrift des Breslauer Domherrn Nikolaus Tempelfeld von Brieg über die Wahl Georgs von Podiebrad zum König von Böhmen (Archiv für österreichische Geschichte vol. 60/61)
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1880
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
100
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Titulatio
- 91: Praefatio
- 133: Editio
Strana 127
127
gedenken die Breslauer Rathmannen in rühmender Weise der
Liebe, ,die er allezeit in der Vorwesunge seines Amts des Pre-
digens gehabt und noch stetig hat zu dem Volke allhie arm
und reich dieser Stadt’. Dieses Testament hatte er schon im
Jahre 1464 verfasst, er vermachte in demselben sein ,Haus
und Erbe auf der Schweidnitz'schen Quergasse‘ dem Predigt-
stule bei St. Elisabeth zur Besserung der Predigerstelle daselbst.
Am Dienstag nach Francisci (8. October) 1471 cassirte er das-
selbe, was man um so begreiflicher finden wird, wenn man
bedenkt, dass von demselben Predigtstuhle herab, dem er sein
Vermögen zugedacht hatte, heftige Worte gegen die von ihm
vertretene Richtung laut wurden. Wahrscheinlich ist er, wie
Klose bemerkt, nicht lange nachher gestorben.
Ueber die Gelehrsamkeit Tempelfelds soll hier nur Weniges
angeführt werden, denn das Wesentliche ist bereits von Jordan
hervorgehoben worden, welcher Tempelfelds Tractat gegen
Georg als ein Probestück von der ,Beredsamkeit und dem
canonischen Rechtsgepränge bezeichnet, womit die römische
Parthei gleich anfänglich dem Könige entgegentrat. 2 Tempel-
feld hat angeblich auch theologische Tractate verfasst, 3 wenig-
stens befanden sich einzelne Werke theologischen Inhalts in
seinem Besitze, die er dann im Jahre 1455 an die Krakauer
Bibliothek schenkte, woselbst sie sich noch gegenwärtig be-
finden. 4 Wie wir ihn viel sicherer als den Verfasser von histo-
rischen Schriften nachweisen konnten, als von theologischen,
so scheint er überhaupt den historischen Studien mehr zugethan
gewesen zu sein als den theologischen. Dass er ein besonderen
Freund historischer Werke gewesen, dafür gibt es zwei Belege,
von denen sich der erste in einer Handschrift der St. Marcus-
bibliothek in Venedig (Classis X, lat. Cod. 188, chart. in fol.)
1 Klose a. a. O. pag. 335 ff.
2 Jordan a. a. O. pag. 372.
Grünhagen erwähnt in seinem Berichte über eine archivalische Reise
nach Krakau (Zeitschr. für Gesch. u. Alterthum Schlesiens IX, pag. 134)
auch einiger theol. Schriften Tempelfelds. Der Catalog weist, soweit er
bisher vorliegt, noch keine derartige Arbeit aus.
S. Wislocki's Handschriften-Verzeichniss der Krakauer Univ.-Bibl. Cod.
Nr. 1279: pro libraria theologorum alme universitatis studii Cracoviensis
per magistrum Nicolaum de Brega . . . a. d. 1455. Desgleichen zu den
Codd. 1423 und 1713.