z 844 stránek
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- s. 8: … Bundes damals ähnlich wie im Jahre 1403 (s. Einleitung zum Nürnberger Tage von 1402 lit. M) Verbindungen mit Frankreich angeknüpft haben, s.…
- s. 11: … sein früheres Verhältnis zum Herzog von Orléans (s. Einleitung zum Nürnberger Tage von 1402 lit. M) zurückzugreifen, und um so leichter konnte…
- s. 14: … Kirchenfrage ihn auf einem anderm Felde wider aufleben läßt, s. Nürnberger Tag vom April 1407 lit. A, Bacheracher Tag vom Juli 1408…
- s. 168: … Auch die früheren Stadien dieser Angelegenheit und insofern auch der Nürnberger Tag 20 konnten demnach nicht ganz unbeachtet bleiben. Was uns aber…
- s. 263: … furter Tage v. Jan. 1409 lit. E; vgl. auch beim Nürnberger Tage vom Oktober 1408 Einleitung lit. A. Sehr möglich dagegen ist,…
- s. 499: … Den Brief haben wir nicht, vgl. die Bemerkung darüber beim Nürnberger Tage von 1408 Einlei- tung lit. A pag. 303, 6 ff.…
- s. 761: … Uber den Zweck dieses Aufenthaltes vgl. Bd. 5 Einleitung zum Nürnberger Tage von 1402 Aug.- Sept. lit. K pag. 368, besonders lin.…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter König Ruprecht. Abt. 3. (1406-1410)
Autor:
Weizsäcker, Julius
Rok vydání:
1888
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
844
Obsah:
- Ia: Titul
- Id: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edition
- 769: Chronologisches Verzeichnis
- 791: Orts-Personen-Namen Register
- 831: Zusätze und Verbesserungen
Strana 8
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Reichstag zu Mainz im Januar 1406.
berufen oder seine Räthe zu ihnen schicken werde. Nicht unwahrscheinlich ist, daß er
auch an die anwesenden Fürsten und Herren eine ähnliche Ansprache richten ließt;
doch haben wir davon keine Kunde. Die in Aussicht gestellten Maßtregeln schen wir
den König dann auch ausführen, allerdings, so viel wir wissen, nicht sofort, aber doch
recht bald, im Lauf des Februar. Gegen Mitte dieses Monats fand eine vom König
berufene Versammlung zu Oppenheim statt von ernstlich trefflicher sache wegin (s. Anm.
zu nr. 27 art. 1), wo, wie der Erzbischof von Mainz hörte, der König sich understanden
habe nach helf zü steen (s. nr. 27 art. 1). Wer außter den Frankfurtern in Oppen-
heim zugegen war, wissen wir nicht; der Mangel an Nachrichten läft uns in die
Bedeutung des Tages keine Einsicht gewinnen. Auch den zweiten in Mainz angekün- 10
digten Weg beschritt der König. Er schickte seine Räthe an Fürsten Herren und Städte,
ebenfalls mit dem Gesuch, ihm, falls es zum Kriege komme, behilflich zu sein. In Basel
erschien ein solcher Vertreter des Königs Ende Merz, s. nr. 20, in Augsburg wol auch
erst im Lauf dieses Monats oder wenig früher, s. Anm. zu nr. 20; aber die Instruktion
dieser Gesandten war, wenn wir nicht irren, schon Mitte Februar festgestellt worden. 15
Sie ist uns erhalten in nr. 19, und zwar in der für die Städte, die den Reichstag be-
sucht hatten, berechneten Fassung, die aber für die übrigen Städte und für Fürsten und
Herren wol nur wenig verändert worden sein wird. Wir glauben mit Bestimmtheit
zeigen zu können, daß die Instruktion, die, so wie sie vorliegt, sicher nach dem 30 Ja-
nuar ausgearbeitet wurde, am 28 Februar schon seit einiger Zeit verbreitet war, s. 20
zweite Anm. zu nr. 19. Weniger sicher ist, ob man sie vor oder nach den Oppenheimer
Tag zu setzen hat, doch glauben wir letzteres vorziehen zu sollen (s. ebend.), so daſ also
von den uns bekannten Schritten, die K. Ruprecht nach dem Mainzer Reichstag zur
Bekämpfung des Marbacher Bundes und zur Gewinnung der Reichsstände that, die
Berufung des Oppenheimer Tages der erste gewesen wäre. Daß Ruprecht sich zur 25
selben Zeit um die Reorganisation des Wetterauischen Landfriedens bemühte (s. Bd. 5
nr. 443 ff.), mag in diesem Zusammenhang auch nicht ohne Bedeutung sein.
J. Zweiter Anhang: Gegenmafsregeln des Marbacher Bundes, Tag desselben
zu Neckarsulm im Merz 1406 nr. 21.28.
In der unter lit. H besprochenen Anweisung der königlichen Gesandten nr. 19 s0
heißt es, der Erzbischof von Mainz treffe große Vorbereitungen zum Kriege (s. dort
art. 18), und wir sehen allerdings, daß er es war unter den Marbacher Verbündeten,
der darauf drang, man müsse sich auf die Eventualität kriegerischer Entscheidung vor-
bereiten und deshalb eine Versammlung halten, allerdings mit der Begründung, der
König rüste und wolle losschlagen sobald der Moment ihm geeignet scheine, s. nr. 21. 35
Wer in Wirklichkeit mit den Rüstungen begonnen hat und welchen Umfang sie er-
reichten, können wir nicht bestimmen. Es scheint, daß die Fürsten des Bundes damals
ähnlich wie im Jahre 1403 (s. Einleitung zum Nürnberger Tage von 1402 lit. M)
Verbindungen mit Frankreich angeknüpft haben, s. nr. 29; über eigentliche Kriegs-
rüstungen aber sind wir so gut wie gar nicht unterrichtet. Dergleichen entzieht sich ja 40
leicht unseren Blicken. Das einzige was sich anführen läßt ist ein Versprechen des
Ritters Johann Wolff von Spanheim, dem Erzb. Johann von Mainz wider K. Ruprecht
bei etwaiger Fehde zu helfen, und dieses auch erst von 1406 fer. 2 p. letare [Merz 22];
Wirzb. Kr.-A. Mainz-Aschaffenb. Ingr.-B. 14 fol. 126b cop. ch. coaev., Regest Joannis
rer. Mog. 1, 724 nt. 16. Wie es indessen mit diesen Rüstungen auch bestellt war, daße
der König seit Mitte Februar durch seine Räthe bei Fürsten Herren und Städten um
Hilfe werben ließ rief natürlich Gegenmaßtregeln der Marbacher Verbündeten hervor.
Schon am 28 Februar waren Kurmainzische Gesandte in Frankfurt und ersuchten den
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