z 448 stránek
Titul
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. 543: … aus einer Erklärung, die die Kurfürsten von Mainz, Trier, Pfalz, Sachsen und Brandenburg dem König am 8. August 1442 in Frankfurt überreichten (gedr.…
- s. 613: … Gesandten K. Friedrichs und der Kurfürsten von Köln, der Pfalz, Sachsen und Brandenburg, die jetzt auf dem Tage zu Mainz sind: erwidert auf…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Friedrich III. Abt. 1. Hälfte 2 (1440-1441)
Autor:
Herre, Hermann
Rok vydání:
1914
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
448
Obsah:
- I: Titul
- 525: Edice
- 887: Chronologisches Verzeichnis
- 905: Orts-Personen-Namen Register
- 969: Zusätze und Verbesserungen
Strana 543
Einleitung.
543
Zweifel ließ, daß sie für Verhandlungen mit Eugen IV. bestimmt waren 1. Zugleich
war eine Gesandtschaft an den König beschlossen worden, die allem Anschein nach mit
ihm die endgültige Form jener Bedingungen vereinbaren und überhaupt eine Einigung
zwischen ihm und den Kurfürsten in der Obödienzfrage herbeiführen sollte 2. Zum Haupt
5 dieser Gesandtschaft war Erzbischof Jakob ausersehen. Nun haben wir schon an anderen
Stellen3 darauf hingewiesen, daß sich damals anscheinend sowohl Jakob wie Dietrich
trotz der noch bestehenden Neutralität bereits für Eugen IV. entschieden hatten. Man
erinnere sich ferner, daß die Universität Wien, deren Einfluß auf die Ansichten des
Königs über die Kirchenfrage nicht gering veranschlagt werden darf, durchaus auf Seite
10 des Baseler Konzils stand 4, und daß diesem auch Friedrichs oben genannter Kanzler
Propst Zeidler anhing, da er ihm die Wiener Propstei zu verdanken hatte 5. Bringt man
dies alles in Verbindung mit einander, so wird man sich kaum der Vermutung enthalten
können, daß der geheime Zweck des Aktes der war, dem Erzbischof Jakob Gelegenheit
zu geben, während seiner Anwesenheit am königlichen Hofe durch eine schärfere Trennung
15 der Reichskanzlei von der Österreichischen die Einwirkung der konzilsfreundlichen Be-
amten der letzteren auf die außerösterreichische Politik des Königs zu hemmen und durch
die Besetzung der Reichskanzlei mit neuen, den kurfürstlichen Bestrebungen zugänglichen
Männern den Kurfürsten selbst und in erster Linie natürlich denen von Trier und Mainz
größeren und dauernden Einfluß auf die Handlungen des Königs, zunächst auf kirchen-
20 politischem Gebiete, zu sichern.
Man würde aber irren, wenn man annehmen wollte, daß die beiden Kurfürsten
bei dem Handel ganz uneigennützig nur im Interesse des Reiches verfahren seien. Jeder
von beiden war vielmehr dabei nach Möglichkeit auf den eigenen Vorteil bedacht. Erz-
bischof Jakob ließ sich von dem Mainzer Kollegen ausdrücklich versprechen, daß er die
25 Ubertragung der Kanzlei nie rückgängig machen werde (vgl. nr. 337). Was er damit
beabsichtigte, kann nicht zweifelhaft sein. Er wollte offenbar verhüten, daß Erzbischof
Dietrich später einmal der Erfüllung seiner ehrgeizigen Wünsche, die allem Anscheine
nach in der unbeschränkten Leitung der Reichsgeschäfte gipfelten, hindernd in den Weg
treten könnte. Andererseits gab aber auch Erzbischof Dietrich dem Trierer Kollegen die
3o Statthalterschaft im Kanzleramt nicht ohne Entgelt hin. Der Preis war ein am 11. Fe-
bruar geschlossenes Schutz- und Trutzbündnis, von dem wir in nr. 334 einen Auszug
mitteilen 6.
Am 22. Februar zeigte Erzbischof Dietrich dem König die geschehene Ubertragung
der Kanzlei an Erzbischof Jakob brieflich an (nr. 336). Friedrich antwortete aber erst
s5 am 26. Juli. Wir werden darauf im 16. Bande zurückkommen.
Unter den anderen Angelegenheiten, die nach der Erledigung der oben erwähnten
zwischen den Kurfürsten und den kurfürstlichen Räten noch zur Sprache kamen, lässt
sich, abgesehen von der Kirchenfrage, zunächst noch die Frage der Entschädigung Konrads
1 Vgl. darüber die folgende lit. b.
40.2 Dies ergibt sich aus einer Erklärung, die die
Kurfürsten von Mainz, Trier, Pfalz, Sachsen und
Brandenburg dem König am 8. August 1442 in
Frankfurt überreichten (gedr. Bachmann, Die
Deutschen Könige und die kurfürstliche Neutralität
45 S. 218�220). Vgl. künftig RTA. Bd. 16.
8 Vgl. S. 533-535.
4
Vgl. Bressler, Die Stellung der Deutschen Uni-
versitäten zum Baseler Konzil, zum Schisma und
zur Deutschen Neutralität S. 45 ff.
50 5 Vgl. Conc. Basiliense 7, 86.
Eine Folge dieses Bündnisses war wohl, daßt
Erzbischof Jakob in Mentze Mo. n. letare [März 27]
1441 die Streitigkeiten des Erzbischofs Dietrich
mit den Grafen Johann, Engelbrecht und Heinrich
von Nassau und Vianden wegen eines großen
Turnosen auf dem Zoll zu Oberlahnstein und eines
die Dürschecken genannten Waldes beilegte ( Koblenz
Staats-A. Kurmainz, Staatsarchiv, Urkunden nr. 69
cop. chart. coaeva; Würzburg Kreis-A. Mainz-
Aschaffenburger Ingrossaturbuch 24 fol. 97b.98b
сор. membr. coaevа).
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