z 448 stránek
Titul
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Edice
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Zusätze und Verbesserungen
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Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Friedrich III. Abt. 1. Hälfte 2 (1440-1441)
Autor:
Herre, Hermann
Rok vydání:
1914
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
448
Obsah:
- I: Titul
- 525: Edice
- 887: Chronologisches Verzeichnis
- 905: Orts-Personen-Namen Register
- 969: Zusätze und Verbesserungen
Strana 541
Einleitung.
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in Mainz1, und zu dieser Zeit kam auf seine Veranlassung auch Erzbischof Dietrich
von Köln dorthin 2. Doch blieben beide nur wenige Tage. Sie reisten gleich nach dem
23. April wieder ab 3, unmittelbar darauf auch die königlichen Gesandten4 und der
Präsident des Konzils Kardinal von Arles, der mit Thomas von Courcelles und anderen
5 in Mainz geblieben war 5, nachdem die übrigen Konzilsgesandten auf Grund eines vom
1. April datierten Abberufungsschreibens (nr. 368) den Kongreß verlassen hatten 6. Die
Französischen Gesandten waren schon vor den Erzbischöfen aufgebrochen7. Wann sich
die übrigen Teilnehmer entfernten, ist nicht bekannt.
F. Verhandlungen und Beschlüsse nr. 334-355.
Bei dem schwachen Besuch des Reichstages durch die Reichsstände konnte von der
Erledigung der Tagesordnung, die früher in den königlichen Ausschreiben vorgezeichnet
worden war, natürlich nicht die Rede sein. Die Ankunft der königlichen Gesandten
änderte daran nichts, da sie, wie wir gesehen haben, keine Vollmacht zu Verhandlungen
über Reichsangelegenheiten mitbrachten Infolgedessen konzentrierte sich die Tätigkeit
15 der Versammlung im wesentlichen auf die Beratung der Mittel und Wege zur Lösung
der Kirchenfrage.
Diesen Verhältnissen entspricht die ungleiche Verteilung des hierher gehörigen Ma-
terials auf unsere litt. a und b. Den siebzehn, zum Teil sehr umfangreichen Akten-
stücken der letzteren stehen nur fünf der ersteren gegenüber. Dabei fallen diese nicht
20 einmal unter den Begriff „Reichsangelegenheiten" in dem weiten Sinne, in dem er in
den königlichen Ausschreiben gefaßt worden war. Vielmehr handelt es sich bei der Mehr-
zahl um persönliche, aber doch auch das Reich berührende Angelegenheiten der Kurfürsten
von Mainz und Trier.
Bei dem in lit. b zusammengestellten Material zur Kirchenfrage wird man die be-
25 kannten, in nr. 339 abgedruckten Vorschläge für die Bedingungen, unter denen Eugen IV.
von der Deutschen Nation als Papst anerkannt werden sollte, von den übrigen Akten zu
trennen haben. Sie stellen gewissermaßen das Ergebnis der Vorberatung der Kirchen-
frage durch die Reichsstände dar, wie sie schon in Nürnberg hatte stattfinden sollen, ge-
hören also zum „Reichstag“. Die anderen Aktenstücke dagegen beziehen sich auf die
3o Verhandlungen des „Kongresses", in den sich der Reichstag nach der Ankunft der könig-
lichen und der Französischen Gesandten von selbst umwandelte 8.
10
a. Reichsangelegenheiten nr. 334-338.
Wie gesagt konnte die Erledigung der Tagesordnung, die der König früher für den
Nürnberger Reichstag in Aussicht genommen hatte, nicht ernstlich in Frage kommen. Es
s5 ist denn auch, abgesehen von dem in nr. 339 vorliegenden, in lit. b noch näher zu be-
rücksichtigenden Ergebnis einer Vorbesprechung der Kurfürsten und der kurfürstlichen
Räte über die Kirchenfrage, kein Aktenstück vorhanden, das sich als Beleg für das
Gegenteil anführen ließte. Denn die sogenannte „Ordnung und Reformation aller Stände
im Römischen Reich durch Kaiser Friedrich III.“ oder, wie sie G. W. Böhmer9 ge-
40 1 Vgl. nr. 372 art. 3 und die Uberschrift un-
serer nr. 353.
2 Vgl. nr. 357 artt. 79 und 18, ferner nr. 370
art. 7 und nr. 372 art. 3.
3 Vgl. nr. 357 art. 18.
45 4 Vgl. ebenda.
5
Vgl. nr. 372 art. 2 und nr. 357 art. 18.
Sie kamen am 14. April nach Basel zurück
(vgl. nr. 372 art. 2). Die Ankunft des Kardinals
Deutsche Reichstags-Akten XV.
von Arles und seiner Begleiter in Basel erfolgte
erst am 13. Mai (vgl. Segovia lib. 17 cap. 7, a. a. O.
3, 556, auch Conc. Basiliense 7, 364-365).
Vgl. nr. 357 art. 18.
8
Vgl. S. 526.
9
G. W. Böhmer, Kaiser Friedrichs III. Ent-
wurf einer Magna charta für Deutschland oder
die Reformation dieses Kaisers vom Jahre 1441.
Göttingen 1818.
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