z 448 stránek
Titul
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II
Edice
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. 533: … 1440 als päpstlicher Gesandter zum Nürn- berger Reichstag und zum Mainzer Kongreß gereist war. Es bleibt jedoch unsicher, ob Ousa schon auf…
- s. 592: … 316 zeigen, Der Adressat ist vermutlich der Kardinal von den Mainzer Kongreß besuchen wollte. 50 B. Haltung Englands, Frankreichs, Papst Eugens IV.…
- s. 646: … €1441 347. Propositionen der Gesandten Papst Eugens IV. auf dem Mainzer Kongreß: betr. ad die Superiorität des Papstes über das allgemeine Konzil.…
- s. 881: … einen Anhalt, daß Cusa die Akten der päpstlichen Gesandtschaft zum Mainzer Kongreß noch nicht kennt, sondern in, den artt. 4^ und 49…
- s. 901: … p. 6 Wiener Neustadt. Instruktion K. Friedrichs für Gesandte zum Mainzer Kongreß, nr. 320 p. 602 7 K. Friedrich bevollmächtigt gen. Gesandte…
- s. 903: … p. 873 Nikolaus v. Cusa an Kard. Cesarini üb. d. Mainzer Kongreß, nr. 370 613, 43a Nürnberg. Die Stadt an zwei Genannte:…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Friedrich III. Abt. 1. Hälfte 2 (1440-1441)
Autor:
Herre, Hermann
Rok vydání:
1914
Místo vydání:
Gotha
Počet stran celkem:
448
Obsah:
- I: Titul
- 525: Edice
- 887: Chronologisches Verzeichnis
- 905: Orts-Personen-Namen Register
- 969: Zusätze und Verbesserungen
Strana 533
Einleitung.
533
10
c. Papst Eugen IV. nr. 314-317.
Um dieselbe Zeit, zu der Papst Felix den Versuch machte, den Erzbischof von
Trier auf seine Seite zu ziehen (vgl. lit. Eb der vorigen Hauptabteilung), traf auch
Papst Eugen Anstalten, die gewichtige Stimme dieses Kirchenfürsten für sich zu gewinnen.
5 Sein Unterhändler war Nikolaus von Cusa, der, wie wir geschen haben 1, mit Johannes
von Carvajal bald nach dem 9. November 1440 als päpstlicher Gesandter zum Nürn-
berger Reichstag und zum Mainzer Kongreß gereist war. Es bleibt jedoch unsicher, ob
Ousa schon auf der Hinreise nach Nürnberg einen Abstecher ins Trierische machte oder
ob er die Verhandlungen mit dem Erzbischof erst nach seiner Ankunft in Mainz begann.
Der Preis, den Eugen für seine Anerkennung bieten ließ, konnte einem Manne wie
Jakob von Trier, der so sehr auf seinen, seiner Familie und seines Stifts Vorteil bedacht
war, wohl verlockend genug erscheinen, um Konzil und Neutralität fallen zu lassen.
Jakob hatte nämlich die 10000 Goldgulden, die er als Servitium commune für
seine Bestätigung als Erzbischof an den Papst und die Kardinäle zu entrichten hatte,
15 und einen nicht näher bekannten Betrag für fünf den Beamten des Papstes und der
Kardinäle gebührende Servitia minuta noch immer nicht an die päpstliche Kammer ab-
geliefert, obwohl er sich am 10. Juli 1439 verpflichtet hatte, die eine Hälfte binnen sechs
Monaten (vom 10. Juli an gerechnet) und die andere innerhalb weiterer sechs Monate zu
bezahlen, widrigenfalls er der Exkommunikation verfallen würde. Wahrscheinlich hatte
20 er die kurfürstliche Neutralität zum Vorwand genommen, um sich der unbequemen Ver-
pflichtung zu entziehen. An diesem Punkte sollte nun Cusa den Hebel ansetzen. Wie
unsere nr. 314 zeigt, durfte er dem Erzbischof den Nachlaß der ganzen Schuld und die
Befreiung von allen durch die Zahlungsversäumnis verwirkten Strafen für den Fall
versprechen, daß er seine Mitkurfürsten zum Anschluß an die Obödienz Eugens und zur
25 Abgabe einer entsprechenden Erklärung auf dem Mainzer Tage, spätestens aber bis Ostern
(16. April) veranlassen oder, wenn das nicht möglich sei, wenigstens selbst samt seiner
Diözese innerhalb des vorgenannten Termins auf Eugens Seite treten und davon seine
Suffragane binnen vierzig Tagen nach Ablauf jenes Termins brieflich verständigen würde.
Da Eugens vom 23. Oktober 1440 datierte Urkunde über diese Konzessionen, unsere
so nr. 314, sich im Kurtrierischen Archiv befindet 2, so hat Erzbischof Jakob das verlangte
Versprechen tatsächlich gegeben. Nur das Wann bleibt zweifelhaft.
Daneben suchte sich Eugen den Erzbischof auch noch auf andere Weise zu ver-
pflichten. Jakob war, ehe er den Trierer Stuhl bestieg, Dompropst von Würzburg gewesen
und hatte es dann so einzurichten verstanden, daß ihm sein Bruder Philipp von Sierck in
35 der Propstwürde gefolgt war, freilich nicht widerspruchslos, da das Baseler Konzil im
Juni 1439 den Agramer Erzdiakon Johannes von Bachenstein mit der Propstei providiert
hatte 3. Eugen hatte nun schon früher dem am 14. März 1431 zum Kardinalbischof
von Ostia beförderten Nepoten Gregors XII. Antonio Corraro eine lebenslängliche jährliche
Pension auf die Dompropstei angewiesen. Aber weder Jakob noch Philipp hatten sich um
40 die Ansprüche des Kardinals gekümmert. Die Folge war ein Prozeß des letzteren gegen
Philipp gewesen. Philipp war unterlegen. Infolgedessen waren er sowohl wie Jakob den
gesetzlichen Sentenzen, Zensuren und Pönen verfallen und außerdem waren bei einer mit
jenem Prozeß zusammenhängenden Gelegenheit Würzburg und einige andere Orte mit dem
Interdikt belegt worden. Jetzt suspendierte Eugen bis auf weiteres die Ausführung der
45 1 Vgl. S. 315-316.
2
Vgl. auch Roßtmann, Betrachtungen über das
Zeitalter der Reformation S. 382-383, und Lager,
Jakob von Sirk, Erzbischof und Kurfürst von
Trier (Trierisches Archiv 2, 6-7). Das von Roß-
mann a. a. O. S. 382 mitgeteilte Schreiben Karls VII.
von Frankreich an Erzbischof Jakob gehört schwer-
lich hierher.
3
Vgl. Concilium Basiliense Bd. 7 S. LIII-LV.
Deutsche Reichstags-Akten XV.
68