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- s. 207: … findet sich der Brief, welchen er an den Pfarrer von St. Martin geschrieben hat und der theologische Dinge behandelt; 5 handschriftlich ist…
- s. 223: … jener Brief, den Adalbert an seinen Freund den Pfarrer von St. Martin geschrieben, nicht wie Jireček2 annimmt, aus dem letzten Jahr- zehent…
Název:
Beiträge zur Geschichte der husitischen Bewegung II. Nachträgliche Bemerkungen zu dem Magister Adalbertus Rankonis de Ericinio (Archiv für österreichische Geschichte, vol. 57)
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1879
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
74
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Titulatio
- 205: Einleitung
- 248: Edice
Strana 223
223
erkrankt war, liess ihm der Erzbischof durch den Propst von
Raudnitz mittheilen, dass er von der Minderung der Ehre der
Jungfrau Maria1 ablassen möge, sonst müsse er fürchten, sich
deren Unwillen zuzuziehen. Er scheint nach alle dem im
Jahre 1388 gestorben zu sein. In der That lässt er sich nach
diesem Jahre weder in den Registra decimarum, noch in den
Erectionsbüchern nachweisen. Daher stammt denn auch jener
Brief, den Adalbert an seinen Freund den Pfarrer von St. Martin
geschrieben, nicht wie Jireček2 annimmt, aus dem letzten Jahr-
zehent des vierzehnten Jahrhunderts, es ist durchaus unwahr-
scheinlich, dass Adalbert, ganz abgesehen von dem, was oben
gesagt ist, noch als Achtziger in die Fremde gezogen sei und
sich in den brennenden Tagesfragen seiner Heimat geäussert
habe. Richtiger hat daher Schulte 3 es unentschieden gelassen,
ob dieser Brief aus der Zeit des Johann Očko oder seines
Nachfolgers Johann von Jenzenstein stammt.
§. 2. Die literarische Wirksamkeit des Adalbertus Ranconis.
Dass Adalbert zu seiner Zeit und in seinem Vaterlande
ein grosses Ansehen besessen habe und dass dasselbe über die
Grenzen seines engeren Vaterlandes hinausreichte, dafür be-
sitzen wir eine Reihe gewichtiger Zeugnisse. Schon jener Um-
stand, den wir oben hervorgehoben, dass er als der erste unter
den Tschechen das erste Amt an der Pariser Universität be-
kleidete, hat seinem Namen hohen Ruhm verliehen. Wie drückt
sich doch Stitný in seiner Schrift über den Ablass offenbar mit
Rücksicht auf die Persönlichkeit des Ranconis aus: ,Wer sich
die Würde eines Magisters der heiligen Schrift in
Paris erwirbt, der hat weit höheren Ruhm, als jener,
dem der heilige Vater aus besonderer Gnade die Ehre
der Meisterschaft gibt. 4 Für Stitný hat nun die Persön-
1 Adalbert war Gegner des Festes Mariä Heimsuchung. Font. rer. Boh. I. 464.
Auf das dort folgende Wunder, das der frömmelnde Biograph erzählt,
ist natürlich kein Gewicht zu legen.
Jireček, Avšak ne již v Praze . . . leč krome Prahy, snad ve Francii,
wie überhaupt Jireček zu dieser Zeitbestimmung gekommen ist, hat er
leider anzugeben vergessen.
3 Schulte, Canon. Handschriften a. a. O. pag. 46.
4 Ktož mistrovstvie svatého pisma dopracije se v Paříži . . . . větší má
chválu, než ten, jemuž zvláští nějakú milostí otec svatý dá čest mistrovu.