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- s. 216: … O. pag. 153. 2 Hagemann, Der dogmatische Streit an der Prager Universität, die betreffenden Ausführungen finden sich verwerthet in Höfler, Magister Joh.…
- s. 228: … er in verläumderischer Weise an; Oyta vergeude die Gelder der Prager Universität, die für andere Zwecke bestimmt seien. Wie er seine eigenen…
Název:
Beiträge zur Geschichte der husitischen Bewegung II. Nachträgliche Bemerkungen zu dem Magister Adalbertus Rankonis de Ericinio (Archiv für österreichische Geschichte, vol. 57)
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1879
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
74
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Titulatio
- 205: Einleitung
- 248: Edice
Strana 228
228
nach Avignon, um Heinrich von Oyta zu denunciren; den
Charakter des letzteren greift er in verläumderischer Weise
an; Oyta vergeude die Gelder der Prager Universität, die für
andere Zwecke bestimmt seien.
Wie er seine eigenen Tugenden in das hellste Licht zu
stellen versteht, so weiss er von seinen Gegnern alles Schlechte
zu berichten. Am widerlichsten ist sein Prunken mit seiner
Gelehrsamkeit und seinen als Lehrer errungenen Triumphen,
niemals sei er genöthigt gewesen, einen Widerruf zu leisten,
was sich freilich in der Entgegnung des Erzbischofs als un-
wahr herausstellt. Seine Gegner, der Letztere an der Spitze,
sind ihm einfältige Menschen ohne literarische Kenntnisse und
schon deswegen des Irrthums verdächtig, ungebildete Leute,
welche auf dem Cothurn des Stolzes einherschreiten, die den
Blinden gleichen, welche den Sehenden das Geleite geben, oder
die wie die Blinden von der Farbe reden. Seine Eitelkeit
wird denn auch von dem Erzbischof in schärfster Weise ge-
geisselt. Höhnend ruft ihm dieser zu: Wir alle sind schlecht
und verderbt und dumm, nur du allein bist gescheit und voll-
kommen. Wenn sich Adalbert rühme, die glänzendsten Uni-
versitäten besucht zu haben und den berühmtesten Lehrern
gefolgt zu sein, so möge er bedenken, dass nicht der Ort den
Menschen adle, möge sich an ihm nur nicht das Sprüchwort
erfüllen:
Parisius isti pecus hinc, pecus inde redisti.
So viel über seinen Charakter. Eine Analyse seines Haupt-
werkes wird ergeben, in wie weit er nach seinen Leistungen
jenes Ansehen verdient hat, das er in Böhmen genossen hat.
§. 3. Die Apologie des Magisters Adalbertus Ranconis
und ihre Gegenschriften.
Von den drei Fragen, um die es sich in dem Streite der
beiden Männer gehandelt hat, kann uns nur die letzte hier in
lebhafterer Weise interessiren, denn sie betrifft die Verbesserung
der Lage des niederen Volkes in Böhmen; die beiden ersteren
dagegen eröffnen nur für die Charakteristik des Erzbischofs
und seines Gegners einige Gesichtspunkte, und nur insofern
sei ihrer hier gedacht.