z 74 stránek
Titul
Ia
Titulatio
I
Einleitung
205
206
207
208
209
210
211
212
213
214
215
216
217
218
219
220
221
222
223
224
225
226
227
228
229
230
231
232
233
234
235
236
237
238
239
240
241
242
243
244
245
246
247
Edice
248
249
250
251
252
253
254
255
256
257
258
259
260
261
262
263
264
265
266
267
268
269
270
271
272
273
274
275
276
Název:
Beiträge zur Geschichte der husitischen Bewegung II. Nachträgliche Bemerkungen zu dem Magister Adalbertus Rankonis de Ericinio (Archiv für österreichische Geschichte, vol. 57)
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1879
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
74
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Titulatio
- 205: Einleitung
- 248: Edice
Strana 213
213
freilich nicht besonders gesucht, man wird jedoch kaum an-
nehmen dürfen, dass Adalbert dieses Amt vor seinem vierzigsten
Lebensjahr bekleidet hat, besonders da er ein Fremder war,
die man nur ungern an der Spitze der Pariser Hochschule
gesehen hat. Demnach wird man ungefähr das Jahr 1315 als
sein Geburtsjahr ansetzen können. Mit dieser Annahme ver-
tragen sich sehr gut einzelne Stellen aus einer Schrift, welche
Johann von Jenzenstein zwischen 1386—1388 an Adalbertus
Ranconis gerichtet hat, er spricht da unter anderem von dessen
decrepite senectutis grandevitas; Adalbert mochte also
damals das siebenzigste Jahr schon überschritten haben.
In Paris — wahrscheinlich auch in Oxford 1 — hat er
seine Studien gemacht. Seiner Pariser Studien gedenkt er zu
wiederholten Malen mit nicht geringem Stolze; mit Nachdruck
weist er öfters auf dieselben hin : so zum Beispiel in einem
Briefe, welchen er im Jahre 1372 von Paris aus an die Magister
der Prager Hochschule geschrieben hat. In demselben ver-
theidigt er sich wider die Gerüchte von üblen Ausstreuungen,
die er gemacht haben soll, namentlich dagegen, als habe er
die Universität Prag vor dem Papste und den Cardinälen irriger
Lehren geziehen. Das einzige gestehe er zu, dass er die Pariser
Universität der Prager vorgezogen habe. Wie hätte er aber
auch den Ruhm seiner so erhabenen Mutter verschweigen sollen.
Was er sei und jemals sein werde, das verdanke er nächst
Gott der Universität Paris. 2 Noch in seinem Testamente denkt
er daran, dass er derselben seine Ausbildung verdanke.3 In
Paris ist er auch zuerst als Lehrer aufgetreten, daselbst hat
er Aemter und Würden erlangt. Er nennt sich in seinen
Schriften in Zukunft stets: Sacre theologie et artium liberalium
indignus professor studii Parisiensis, er rühmt sich in seiner
Lehre stets den berühmtesten Doctoren der hochansehnlichen
Universitäten Paris und Oxford gefolgt zu sein. Das Amt
eines Rectors an der Pariser Hochschule hat ihm besonders in
Das Letztere schliesse ich aus einem Vorwurfe der Eitelkeit, den ihm
später Johann von Jenzenstein macht: iactas . . . . te secutum fuisse
sanctos et egregios doctores studiorum nobilissimorum Parisiensis videlicet
et Oxoniensis. Woher Höfler die Nachricht hat, dass Adalbert eine
Schrift aus Oxford nach Prag gebracht habe, sagt er leider nicht.
Palacky, Ueber Formelbücher II. 152.
3 S. unten Beilage Nr. III : in artibus Parisius formatus.