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Inhalt
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Název:
Beiträge zur Geschichte de Husitischen Bewegung I. Der Codex Epistolaris der Erzbischofs von Prag Johann von Jenzenstein (Archiv für österreichische Geschichte, 55 Bd.)
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1877
Místo vydání:
Wien
Česká národní bibliografie:
x
Počet stran celkem:
136
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Titulatio
- 267: Einleitung
- 298: Editio
- 397: Inhalt
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der ihm mit Hartnäckigkeit und Widerstand entgegentrete. Alle
Versuche, die er selbst und welche Mittelspersonen gemacht
hätten, um diesen zur schuldigen Obedienz zu vermögen, seien
vergebens gewesen. Im Jahre 1384 erreichte der Streit unter
den beiden Männern den Höhepunkt, sie sprachen über ein-
ander den Bannfluch aus. Der Streit endete erst, als Johann
Soběslaw von der Leitomischler Diöcese hinweg auf den Patri-
archensitz von Aquileja gelangte (1387). Die Einsprache der
Kaiserin ist, wie aus dem genannten Briefe hervorgeht, erfolg-
los geblieben.
In Folge seines Amtes als päpstlicher Legat suchte er
seine Jurisdiction über eximirte und nicht eximirte Personen
und Körperschaften auszudehnen. 1 Zunächst gerieth er — und
die näheren Daten danken wir den unten folgenden Briefen —
mit den Cisterciensern in einen heftigen Kampf. Die Processe,
welche er mit denselben führte, endeten mit einer vollständigen
Niederlage. Vergebens hat er in einem Briefe den Papst ge-
beten, der sechste Urban möge der Prager Kirche nicht ent-
ziehen, was ihr der fünfte geboten. Es half nichts. In einer
Bulle vom 2. October 1382 sprach der Papst die unbedingte
Exemtion des Cistercienserordens von der Jurisdiction des
Prager Erzbischofes aus. 2 In schärfster Weise hat der Papst
den Erzbischof zurechtgewiesen, derselbe möge die Cistercienser
sofort in den Zustand der früheren Freiheit versetzen, widrigen-
falls er auch das Amt eines päpstlichen Legaten verlieren
würde.
Seine Natur war also, was die vita Johannis de Jenzen-
stein verschweigt, eine sehr streitsüchtige. Er liebte den Kampf;
dem beschaulichen Leben kann er, namentlich im Anfange
seiner Verwaltung, wenig Reize abgewinnen, das thätige Leben
zieht er unter allen Umständen vor. In eingehenden Erörterungen
Vgl. unten Nr. 3.
Die diesbezügliche Nachricht siehe bei Pangerl, Urkundenbuch von
Goldenkron: 1382, October 2: Bulla Urbani papae sexti, in qua est
exemptio monasteriorum, abbatum, conventuum, locorum et quarumvis
personarum ordinis Cisterciensis ab omni iurisdictione archiepiscopi Pra-
gensis data abbatibus Boemie (in S. Corona regnante abbate Domino
[GJerhardo). Dabei findet sich die Bemerkung: N. B. Accusatio fuit facta
contra Joannem archiepiscopum etc. Genauer wird der Gegenstand in
dem unten folgenden Briefe Nr. 21 erörtert.
Archiv. Bd. LV. II. Hälfte.
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