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Titul
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Inhalt
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Název:
Beiträge zur Geschichte de Husitischen Bewegung I. Der Codex Epistolaris der Erzbischofs von Prag Johann von Jenzenstein (Archiv für österreichische Geschichte, 55 Bd.)
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1877
Místo vydání:
Wien
Česká národní bibliografie:
x
Počet stran celkem:
136
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Titulatio
- 267: Einleitung
- 298: Editio
- 397: Inhalt
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283
Diöcese hat er in energischer Weise aufgeräumt. Die Anhänger
des Gegenpapstes, Hinko Kluk von Klucow und Konrad von
Wesel, wurden ihrer Stellen entsetzt. Es half ihnen selbst
hohe Fürsprache nicht, denn der letztere fand Schutz bei dem
Markgrafen Prokop von Mähren und dem Bischof von Olmütz
Peter Gelyto. Den letzteren trifft sein voller Zorn. Verderblich
sei solch ein Beispiel. An den Erzbischof von Paris wendet er
sich, derselbe möge Alles aufbieten, um die königliche Familie
zur Obedienz des wahren Papstes zu vermögen. Aber sein
Wunsch geht nicht in Erfüllung.2 Paris bleibt eine Stütze für
den Gegenpapst. Da sucht er wenigstens für sein Vaterland
Vortheile aus dem Kampfe der Parteien zu ziehen. Das Pariser
studium generale soll nach Prag verlegt werden. Sowie einst
der Reichthum Judas aus der Beraubung Aegyptens erwachsen
sei, so soll nun aus der Beraubung Frankreichs für Böhmen
reichlicher Segen spriessen.3 Die Prager Universität soll zu
höherem Glanze steigen. Er begnügt sich nicht, für die Obe-
dienz des rechtmässigen Papstes zu wirken, er sucht diesen
aufzurichten, er möge nicht verzagen, ihm sei ein Gesicht ge-
worden, das sicheren Sieg verbürge. 4 Nur möge der Papst der
Wohlthaten eingedenk sein, welche ihm die Gottesjungfrau er-
wiesen. Sie habe seine ärgsten Widersacher vertilgt, Johann
von Neapel, Karl von Anjou, Leopold von Oesterreich, er
möge nun dankbar sein; seinen Dank könne er am besten
erweisen durch die Einführung des Festes Mariae Heimsuchung.
Sein friedliches Verhältniss zu dem Papste sollte nicht
allzu lange dauern. Es ward, wie es scheint, zunächst durch
die Verhältnisse in seinem eigenen Hause gestört, denn in
diesem sah es schlimm genug aus. Die heftigsten Kämpfe hat
er mit dem Domcapitel zu bestehen gehabt. Lange Zeit hin-
durch ist von den Kanonikern nicht ein einziger auf seiner
Seite gestanden. Mit Wehmuth bekennt er seine Verlassenheit.
Nothgedrungen habe er sich der Hilfe auswärtiger Leute be-
dienen müssen, und als ihm kein Prälat, kein Magister und
kein Doctor mehr habe beistehen wollen, da habe er sich Hilfe
suchend an Laien gewendet. 5 Der Kampf mit dem Capitel war
durch die schroffe Weise verursacht, wie er von seinen Rechten
Gebrauch machte, und durch die Uebergriffe, die er in grosser
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