z 136 stránek
Titul
Ia
Titulatio
I
Einleitung
267
268
269
270
271
272
273
274
275
276
277
278
279
280
281
282
283
284
285
286
287
288
289
290
291
292
293
294
295
296
297
Editio
298
299
300
301
302
303
304
305
306
307
308
309
310
311
312
313
314
315
316
317
318
319
320
321
322
323
324
325
326
327
328
329
330
331
332
333
334
335
336
337
338
339
340
341
342
343
344
345
346
347
348
349
350
351
352
353
354
355
356
357
358
359
360
361
362
363
364
365
366
367
368
369
370
371
372
373
374
375
376
377
378
379
380
381
382
383
384
385
386
387
388
389
390
391
392
393
394
395
396
Inhalt
397
398
399
400
Název:
Beiträge zur Geschichte de Husitischen Bewegung I. Der Codex Epistolaris der Erzbischofs von Prag Johann von Jenzenstein (Archiv für österreichische Geschichte, 55 Bd.)
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1877
Místo vydání:
Wien
Česká národní bibliografie:
x
Počet stran celkem:
136
Obsah:
- Ia: Titul
- I: Titulatio
- 267: Einleitung
- 298: Editio
- 397: Inhalt
Strana 285
285
sondern dem jeweiligen Prager Erzbischof zukamen, andere
Einkünfte derselben hat er für seine eigene Person in Anspruch
genommen, seine diesbezüglichen Rechte liess er durch seine
Beamten zusammenstellen." Der Streit war verwickelt und lang-
wierig; wenn er aber diese Einkünfte schon selbst nicht er-
halten konnte, so suchte er dieselben wenigstens dem Prager
Dombau zuzuwenden. Seine Meinung scheint in diesem Falle
ebenso irrig gewesen zu sein, wie in zahlreichen anderen Com-
petenzconflicten. 2 Aus den geringen Materialien, welche uns
für diese Verhältnisse zu Gebote stehen, lässt sich nicht mehr
genau entwickeln, welcher Art diese Competenzstreitigkeiten
gewesen sind. Dass sie aber sehr ernster Natur gewesen seien,
das zeigt die Art und Weise, wie ihm die Domherren entgegen-
getreten sind. 3 Haufenweise erhoben sich, sagt er, fast alle
Domherren gegen mich, mit schmähenden Worten sind sie mir
entgegengetreten und wie Verschwörer haben sie gegen mich
eine Appellation zusammengestellt. Wie wenig er in diesem
Kampfe, in welchem er durch seine Streitsucht gerathen war,
sich seines guten Rechts bewusst gewesen ist, das ersieht man
aus seiner Vertheidigung ; sie ist recht lahm und in so demüthi-
gem Tone gehalten, wie man es von dem stets kampfbereiten
Kirchenfürsten nicht erwarten würde. In wehmuthsvoller Weise
verlegt er sich aufs Bitten. Er schlägt den Kanonikern den
Papst als Schiedsrichter vor, dann, als sie nicht einwilligen,
einen Mann aus ihrer Mitte, den Propst Peter von Rosenberg
Aber auch das schlagen sie ihm ab, sie erklären vielmehr,
sich auf keinerlei Transactionen einzulassen, sondern sich direct,
3
Diese Verhältnisse ergeben sich aus Nr. 5: advertens, quod predicti ca-
nonici iura et iurisdictionem meam multimode usurparent ... oblaciones,
quas de iure communi et ex statutis atque antiqua consue-
tudine predecessores mei et ego recepimus, in quorum eciam
possessione a tempore cuius memoria non existit, fuissemus
subnixi... Auf diese oblaciones bezieht er die Fabrik der Prager
Kirche: quatenus predictas oblaciones ... velitis fabrice ecclesie
Pragensis in perpetuum applicare,.. ne tam nobilis structura per
negligenciam desoletur.
2 Vgl. die vorhergehende Note.
Epist. apol. ad nob. virum Henricum de Rosenberg : Turmatim in me per
omnes fere archidiaconatus consurgentes et contumeliosis verbis restiterunt
et contra me conspirantes appellationem firmarunt. Vgl. unten Nr. 5:
... cum michi spirituales iam sepius defecissent prelati, magistri et
doctores, ad milites . . . .