z 573 stránek
Titel
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Inhaltsübersicht
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Vorwort
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Edice
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Orts-Personen-Namen Register
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Zusätze und Verbesserungen
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Název:
Deutsche Reichstagsakten unter König Wenzel. Abt. 2. (1388-1397)
Autor:
Weizsäcker, Julius
Rok vydání:
1874
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
573
Obsah:
- Ia: Titel
- Id: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 499: Chronologisches Verzeichnis
- 509: Orts-Personen-Namen Register
- 543: Zusätze und Verbesserungen
Strana 222
1389
Juni 8
1889
Apr. 18
299 Reichstag zu Eger im April und Mai 1389.
Spire und Franckinfurt in des inwendig vierzehen dagen ire gude virsigelten briefe'
gebin sollin, daz den vorgnanten fursten* und iren erbin die bezalunge der vorgeschriben
summe geldis zu ieder zit und in der stad gescheen sulle als vor geschriben stet ane iren
schaden ane geverde- [4] so sollin auch alle gefangin von beiden siten in unser
Adolffs erzbischofes zu Mencze vorgenanten* (und alle schatzunge die denselbin* gefangin
von dem osterdage biher? bescheen sin, und auch alle büntnife? die dieselbin gefangen
vor odir nach getan habin) hant steen, also, wie wir daz mit in bestellen und heifen
halden, daz sal von beiden siten gescheen gehalden werdin und dabi bliben®, — [5] auch
sal alle brantschatzunge und! gedingnisse8?, die vorhanden sin und in burgen-
a) C add. und herren. b) add. C.
g) 4 gedingeze, B gedingnisse, C gedingniss.
t In der That stellten noch am gleichen Tag 1269 Do.
v. Pfingsten (d. h. Juni 8) die 4 Stódte Mainz Worms
Speier Frankfurt 8 Urkunden aus, worin sie bekennen
für sich und die Städte Straßburg Hagenau Weißenburg
Schlettstadt Ehenheim Fridberg Gelnhausen Pfeddersheim:
1) in der ersten Urkunde : 10000 fl. an die beiden Pfalz-
grafen schuldig zu sein, so daß die 4 schuldig sind, zu
bezahlen für sich und die andern auf 27 Juni in Oppen-
heim, 2) in der zweiten Urkunde : 10000 fl. ebenso auf
29 Sept., 3) in der dritten Urkunde: 40000 fl. ebenso in den
nächsten Weihnachtstagen; Frankf. St. A, Stüttbund d. St.
in Schw. Fr. und am Rhein nr. 30. — Die 8 Quittungen
für die 8 Zahlungen Frankfurts, ausgestellt von Pfälzi-
scher Seite, sind vom 9 Juli, 9 Okt., 27 Dec. 1969; ibid.
mr. 29.81. 82. — Eine Quittung des Thamme Knebel
Ritters Schultheißen zu Oppenheim für die erste Zahlung
Frankfurts ist auch vom 9 Juli 1389, aber durchstrichen ;
sie hatte wol nur einen vorläufigen Charakter, und war
daher überflüssig sobald die wol nicht sogleich vorhandene
Pfälzische Quittung übergeben werden konnte; ibid. nr. 28,
— Die erste Zahlung Frankfurte ist im Rechnungsbuch
beim 24 Juli eingetragen; die zweite, sammt einer beson-
deren Berechnung der Ablieferungskosten, beim e Nov. Die
letztere Zahlung war schon früher versucht worden, da
schon beim 16 Okt. Ablieferungskosten berechnet werden
mit der Bemerkung die bezalunge doch hinder sich ging;
es hängt wol nicht damit zusammen, daß beim 28 Okt.
eingetragen ist sabb. post Luce ewan. : Sifr. von Holtz-
husen und Joh. Erwin mit 7 pherden 5 dage gein Worm fe
han virzert 13 gulden minner 1 sh., als der von Mentze
von Wormfe von Spire frunde und sie ratslagetin von
der 30000 gulden wegin die die Swabin bezalen solden.
Die dritte Zahlung Frankfurts ist im Rechnungsbuch beim
8 Jan. 1890, sammi einer besonderen Berechnung der Ablie-
ferungskosten, eingetragen, und dabei die Gesummtsumme
auf 70000 fl. für die Städte des Rheinischen Bunds ange-
geben als schuldig von diesen an die beiden Pfalzgrafen ;
alle andern Stellen, wo die Gesammt-Summe in den
Stadtrechnungen genannt wird bei diesen Gelegenheiten
(dreimal), eprechen mur von 60000 wie die oben abge-
druckte Urkunde (70000 ist wahrscheinlich entstanden
durch Verwechselung mit der so viel betragenden Summe
für die bei Cronenberg gefangenen). Die von Straspurg
und etzliche ander die Elseschen stede die von Fryde-
berg und von Goilnhusen wurden aber bei der drilten
Zahlung süumig und bezahllen ihren. Antheil nicht, so
dafl Mainz Worms Speier Frankfurt gemäß der vorhin
angeführten Bürgschaflsurkunde vom 8 Juni 1569 für sie
bezahlen mussten, wobei auf Frankfurt 1727 fl. 18 sh.
4 hell. trafen ; deren Bezahlung, sammt einer besonderen
c) ABC dieselbin.
d) A mangelhaftes D wie es scheint. e) A sic. f)add. emend.
Berechnung der Ablieferungskosten, ist im Frankfurter
Rechnungsbuch beim 26 Merz eingetragen. — Janssen R.
K. 1, 88 nr. 80 ni.* erwähnt als in dem Frankfurter
Stadtarchiv vorhanden auch noch die detaillierten Ver.
zeichnisse der Summen der einzelnen andern Städte und
theilt die Summen der 8 Raten der Stadt Frankfurt mit;
Mone in der. Ztschr. f. d. Gesch. d. Oberrheine 5, 409 f.
Frankfurtische und andrer Slàdte Zahlungen aus Karlsr.
G. L. A. Pfülz. Kop. B. 8 fol. 14, vgl. 10, 74 f. der gen.
Ztschr.; von Mainz Worms Frankfurt Pfeddersheim
Speier wird eben in dem Pfalz. Kop. B. 8 fol. 145-154 be.
richtet. Wegen Verrechnung der 60000 fl. s. auch Frankf.
St. A. Auswürtiges. — Man sicht jedenfalls soviel : die
60000 fl. sind bezahlt worden, und zwar von den Rhei- 25
nischen Slädten allein, wie denn auch die oben abge-
druckte Urkunde michts von einer Verpflichtung der
Schwübischen Stàdle weifl, und bei der drillen Zahlung
auch das gen. Rechnungsbuch ausdrücklich eagt daß die
Stüdle des Rheinischen Bundes schuldig waren zu bezah-
len (vgl. weiter vorne in unsrer Anm.).
2 Dieser Ausspruch geschah dann in der Urkunde
Erzb. Adolfs I von Mainz vom 14 Nov. 1889 über die
Kriegsgefangenen, — Nicht ganz genau sagt Straßburg,
das innerhalb 14 Tagen seinen Antheil an der 2. Rate an
Mainz übergeben. will, in einem Brief an Mainz Worms
Speier Frankfurt vom 14 Okt. (fer. 5 a. Galli) 1889 also kun-
dent wir uch, alse ir ouch das selber wol wissent dez wiy
getruwent, daz in der sunen, die zwischent herren und
stetten zugieng, heret wart, daz alle gefangen ledig sin
soltent, und, was von brantschatzes oder von gefangenre
wegen noch ußestunde dazumale und das verburget und
nit gegeben were, daz das solte abe sin Straßb. Sem, Bihl.
Wenckeri excerpta 1, 124 (es verlangt hier daher Stra P
burg, daß an seiner Zahlung, an die beiden Ruprechte, abe.
geslagen werde daz, das unsere burgere und die unsern
von gefengnuße von brantschatzes oder von anderre dinge
wegen nach der vorgenanten sunen gegeben hant, und
daz ouch ir burgschaft darumbe ledig werde geseit). Es
folgten, bei Wencker l. c; fol, 1844 noch 4 Schreiben Stra, B-
burg's an obige Stádle, 8 als Regest und 1 in Abschrift,
aus 1890 in., aus denen erhellt, daß an Weihnachten eine
weitere [die dritte] Rate von 25000 fl. [sic] am Pf. Ruprecht
von den Städten: zu zahlen war, daß die Straßburger
immer noch dieselbe Klage wie 14 Okt. 1889 vorbringen
mussten, und daß sie nun von der Summe, zu deren
Entrichtung sie verpflichtet waren, ihre selbslgeschůtzte
Entschädigung abziehen wollten. ;
3 Gedingnus , pecunia pacta pro avertendo incendio
aliisque malis belli, Hallaus Glossar. 604.
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