z 573 stránek
Titel
Ia
Ib
Ic
Inhaltsübersicht
Id
Ie
If
Ig
Vorwort
I
II
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
XVII
XVIII
XIX
XX
XXI
XXII
Edice
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Chronologisches Verzeichnis
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Orts-Personen-Namen Register
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Zusätze und Verbesserungen
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- s. VIII: … Reichsversammlung. Das erstere war deshalb zweckmäfsiger, weil die Akten des Egerer Tages sonst allzuschr angeschwollen wären; und der Gegenstand berechtigte dazw. Es…
- s. XII: … theilweis durch die gepflogenen Untersuchungen gewonnen haben, und die dem Egerer Tag gefolgten Versammlungen zu Speier Utenheim Heidelberg nun ziemlich klar vorliegen.…
- s. 135: … zu Anfang von lit. D gesagt ist in unsrer vom Egerer Tag handelnden Einleitung. nr. 72 art. 85. s Dreimal ist in…
- s. 145: … höchst merkwürdige Erscheinungen seiner Regierungsthätigkeit aus der Zeit nach dem Egerer Tag und vor seinem Widererscheinen auf dem Nürnberger Reichstag von 1397.…
- s. 182: … richtig, was Datt 62a crzählt, daß Eßslingen noch auf dem Egerer Tage nach Regensburg Nürnberg und Weißlenburg in den Landfrieden sub certa…
- s. 196: … gen. Straßsburger Boten an ihre Stadt, berichten vom Besuch des Egerer Tags und Мai 3 den Verhandlungen daselbst. [1389] Mai 3 Eger.…
- s. 277: … und Speier-Heidelberg, dann in nr. 60 und in Einzelversöhnungen beim Egerer Tag und seitdem, auch in nr. 106, vorkommen: eigent. liche Friedensartikel…
- s. 501: … (vor 28) Augsburg. Conrad Enynchl an Regensburg, btr. Berufung des Egerer Tags *. . . . p. 211 nt. 4 zw. 10 u. 28 bzw. 17…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter König Wenzel. Abt. 2. (1388-1397)
Autor:
Weizsäcker, Julius
Rok vydání:
1874
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
573
Obsah:
- Ia: Titel
- Id: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 499: Chronologisches Verzeichnis
- 509: Orts-Personen-Namen Register
- 543: Zusätze und Verbesserungen
Strana 135
Einleitung.
135
zu Eger durch den König zu Stande gebracht worden sein, so wären ja die zahlreichen Rich-
tigungen, die später zwischen den Einzelnen stattgefunden haben, gar nicht mehr nöthig
gewesen. Stromer€ sagt ganz richtig do gesach vil taiding, dann daz kayn gemain frid [eben
die allgemeine Richtigung , nicht der Landfriede ist gemeint] do niht gin mocht, wanne daz
5 unser herr der kung ein gemain lantfriden do macht, ganz wie in nr. 90 da kund man
aber kein rihtung finden noch treffen, denn daz ein lantfrid da gemacht ward, und in der
Konstanzer Chronik2 do kond die herren und die stett nieman mit enander verichten.
Da es mit der allgemeinen Richtigung nichts war, scheint der König die Absicht ge-
habt zu haben für die Beilegung der einzelnen Streitigkeiten dadurch zu sorgen, daſj er die
10 Verpflichtung dazu in den Landfrieden aufnahm. In dem Landfrieden" wurde nemlich
festgesetzt, daf die Städte vor ihrem Eintritt in denselben sich mit ihren Gegnern zu richten
haben, entweder gütlich oder mit dem Rechten, und es wird bei dieser Festsetzung auf eine
frühere Mergentheimer Versammlung Beziehung genommen. Bei letzterer ist ohne Zweifel
vornehmlich an die vom Januar 1389 zu denken‘. Allein dort war gerade über einen wich-
15 tigen Punkt, ob, wenn es gütlich durch den König nicht gienge, mit dem freundlichen Rech-
ten oder mit dem einfachen Rechten verfahren werden solle, nichts ausgemacht worden5, und
auch auf dem zweiten Mergentheimer Tag im Februar 1389 scheinen die Städte auf ihrem
abweichenden Standpunkte verharrt zu haben°. Nun beruft sich hier in unserm Landfrie-
den" der König doch gerade auf Mergentheim für den Satz : das Verfahren solle sein ent-
20 weder gütlich, oder mit dem Rechten (d. h. also mit dem einfachens, nicht mit dem freund-
lichen Rechten, was besonders gesagt sein müfste). Darüber aber, ob mit einem freundlichen
oder mit dem einfachen Rechten, hatte man sich zu Mergentheim eben nicht verständigt gehabt,
und das, worauf er sich beruft, war nur eine Proposition seiner Räthe gewesen, die die
Städte eben ausgeschlagen hatten. Darum wählt er auch wol den Ausdruck etwas vorsichtig,
25 indem er nur sagt als vor unserm rate geredet ist zu Mergentheim, womit nicht behauptet
ist daß eine Verabredung stattgefunden, zu der sich auch die Städte verstanden hätten, und
vielleicht ist sogar die noch weniger sagende Lesart von statt vor die bessere. Uebrigens
sitzt der König dann in keinem der nachfolgenden Schiedsgerichte, und selbst der frühere
Mergentheimer Gedanke, daf der König Fürsten als Schiedsrichter setzen soll°, wird nicht
30 festgehalten, wenn doch die Versöhnung Regensburg’s mit den drei Bairischen Herzogen am
4 Mai 1389 durch die Parteien selbst ohne alle sichtliche Vermittlung geschieht 1 : und auch
in andern von uns eingesehenen Urkunden dieser Art findet sich nichts von einer Einsetzung
der Schiedsleute durch den König, ja in Betreff eines Falles erklärt er selbst am 17 April
1397, daß der Ausspruch, den Adolf von Mainz und Lamprecht von Bamberg zwischen
35 Gerhard von Wirzburg und der Stadt Rotenburg gethan, ohne seine vorhenknusse und
or. ch. lit. pat. c. sig. subtus impr.). In der That bringen
die Beklagten drei solche fürstliche Zeugnisse bei, und
zwar, außter den zwei obgenannten die wir noch haben,
auch eines von dem Bischofe von Bamberg das wir nicht
40 haben; und darauf hin werden jene losgesprochen
(Münch. R. A. Nürnb. Nachtrr. fasc. 51, nr. 862 des Re-
pert., Vidimationsoriginal, Vidimus von 1393 Sa. n. Er-
hardi d.h. Jan. 11, die Urk. selbst von 1891 s. d.). Die bei-
den uns erhaltenen Zeugnisse vom 12 Aug. 1891 dienten also
hier zum Schaden der klagenden Nürnberger, sie konnten
ihnen aber künftig auch einmal vor Gericht nützen, des-
halb ließten sie sich ohne Zweifel die vidimierten Abschrif-
ten machen und dadurch sind diese beiden Urkunden uns
erhalten geblieben; wir dürfen uns aber durch dieselben
50 nicht irre führen lassen, als wären zu Eger Dinge gesche-
hen, die nachweislich nicht geschehen sind.
St. Chr. 1, 46, 26.
45
2 Mone Quellensammlung 1, 321.
3 nr. 72 art. 85.
A nr 51 und 52 zu vgl.
5 Siche dort die Einleitung zu dem Tag lit. E Diffe-
renzpunkt 2.
6 Einleitung zu jenem Tag lit. A und B. Auch vgl. was
hier oben gleich zu Anfang von lit. D gesagt ist in unsrer
vom Egerer Tag handelnden Einleitung.
nr. 72 art. 85.
s Dreimal ist in nr. 72 art. 35 einfach von dem Ver-
fahren nach dem Rechte die Rede, also mit Absicht so
gesprochen.
nr. 51 art. I 1 und II 1 und III 1.
10 Vischer Regest nr. 884; Münch. R. A. Urk. X 21/3 or.
mb. c. 2 sig. pend., und Regensb. Revers ib. Regensb.
Stadt fasc. 7 XI 6/4 or. mb. c. sig. pend. laeso.