z 573 stránek
Titel
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Inhaltsübersicht
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Vorwort
I
II
III
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VIII
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XI
XII
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XIV
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Edice
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Chronologisches Verzeichnis
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Orts-Personen-Namen Register
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- s. XII: … 80 ff. 2 Siehe unter lit. H der Einleitung zum Egerer Reichstag p. 147-150. II. Ergebnisse des vorliegenden Bandes. XIII im Jahr…
- s. 20: … geän- haben, nr. 19 in. dert, s. die Einleitung zum Egerer Reichstag lit. F die Vischer in den Forschungen 2, 99. Anm.)…
- s. 51: … spätere Ansicht über dieses Stück s. in der Einl, zum Egerer Reichstag lit. F in der An- merkung. (1388 c. Juli 12-14)…
- s. 501: … p. 180 Drei gen. Strafsburger an ihre Stadt, berichten vom Egerer Reichstag; nr. 88. . 3 — . . . . .…
- s. 501: … p. 167 — Hans von Steinach an Regensburg, berichtet vom Egerer Reichstag ; nr. 89 . . 5 . . . p. 198…
Název:
Deutsche Reichstagsakten unter König Wenzel. Abt. 2. (1388-1397)
Autor:
Weizsäcker, Julius
Rok vydání:
1874
Místo vydání:
München
Počet stran celkem:
573
Obsah:
- Ia: Titel
- Id: Inhaltsübersicht
- I: Vorwort
- 1: Edice
- 499: Chronologisches Verzeichnis
- 509: Orts-Personen-Namen Register
- 543: Zusätze und Verbesserungen
Strana XII
XII
Vorwort.
sonderes Gewicht auf die kritische Erörterung in der Einleitung zu diesem Reichstag lit. F
pag. 144, 3 ff., wo ich bewiesen habe, daß der Rheinische Landfriede nr. 73 unmöglich am
5 Mai 1389 zu Eger ausgefertigt sein kann wie er vorgibt, daß er somit ein nach Ort und
Zeit falsches Datum trägt, und jedenfalls erst nach 5 Juni 1389 d. h. nach nr. 74 fällt. Als
Grund dieser Fälschung läfst sich vermuthen, daß man nachträglich den Rheinischen Land-
frieden als sogleich zu Eger auf dem Reichstag entstanden darstellen wollte, einmal um der
Rheinischen Institution mehr Anschen zu geben, und dann zugleich um die Wirksamkeit der
Egerer Versammlung in einem glänzenderen Lichte erscheinen zu lassen. Und hier ist denn
auch darauf hinzuweisen, wie gerade die Verhandlungen über die Rheinischen Verhältnisse
und den Landfrieden am Rhein theilweis durch neue Stücke theilweis durch die gepflogenen
Untersuchungen gewonnen haben, und die dem Egerer Tag gefolgten Versammlungen zu
Speier Utenheim Heidelberg nun ziemlich klar vorliegen. Der Rheinische Landfriede wird
schon zu Utenheim beschworen, aber erst in Heidelberg erfolgt die Aussöhnung der Parteien,
während streng genommen, dem art. 35 des Landfriedens gemäfs, die Versöhnung oder der
Friedensschluss dem Eintritt in den Landfrieden vorhergehn sollte: sol und mag man dann
in unsern lantfrid — nemen und empfahen. Wir sahen schon, daß es auch zu Eger damit
nicht ganz so genau genommen wurde, und es mag hinzugefügt werden, daß es wol überhaupt
nicht so streng zu fassen ist, denn es heifst ja in jenem Artikel nur welche stat — sich richtet
und nicht welche stat — sich gerichtet hat, und in dem Schlußjsatz desselben bedurften
dann — geredet ist liegt offenbar die Voraussetzung, daß Städten ihr Recht von den Herren
widerfahren d. h. daßj der Friedensabschluss zwischen beiden stattfinden kann auch erst dann
wenn die betreffenden Städte schon in den Landfrieden eingetreten sind. Auch scheint hier
für den Rhein der Friedensschluss im wesentlichen schon zu Utenheim festgestellt worden zu
sein und nur die schliefsliche Ausfertigung auf Heidelberg zu fallen", wie andrerseits der
Landfriede schon zu Utenheim beredet überkommen und geschworen wird, zur wirklichen
Ausfertigung aber erst am 5 Juni, ohne Zweifel zu Heidelberg, gelangt. Die Ausfertigung der
Friedensurkunden vom 3 Juni und des Landfriedens vom 5 Juni stehen dann auch in
korrektem Zeitverhältnis zu einander. Faft man die nach dem Egerer Reichstag sich ent-
wickelnden Landfriedenszustände ins Auge, so ergibt sich freilich aus einer Reihe neuer
Mittheilungen kein sehr erfreuliches Bild. Es zeigt sich sogar sehr bald, trotz dem Ege-
rer Verbote der Städtebünde und trotz dem an ihre Stelle getretenen allgemeinen Land-
frieden, eine Reihe städtischer Bündnisse und Bündnisversuche, die eine wachsende Ent-
fernung von der durch das Reich getroffenen Ordnung erkennen lassen?, und man sieht bei
genauerer Untersuchung, daß das Städtebundswesen schließslich eigentlich doch wider an die
Stelle des Landfriedens getreten ist und dessen Funktionen zu übernehmen sucht. Die Thätig-
keit des Königs für Erhaltung und Verlängerung der Reichsinstitution seines Landfriedens
vermag diesen Gang der Dinge nicht zu ändern; man sieht, wie die Sache endlich ausgeht,
indem er die von ihm für Franken und Baiern bewilligten Landfriedenszölle aufhebt, da ja
doch keine Sitzungen mehr gehalten würden. Doch mußs hier noch aufmerksam gemacht
werden auƒ nr. 115. 117. 119, von deren ersterer nur ein Regest bekannt war, die beiden
letzteren ganz new sind. Die oberste Behörde des Landfriedens als eine Art Reichsregierung,
die Stellung des Pfalzgrafen Ruprecht II als Hauptmann des Egerer Landfriedens und sein
rascher Abgang von dieser Stellung, die dreimalige Organisierung der Leitung dieses Land-
friedens durch welche die Bedeutung derselben weit über sich selbst hinausgehoben wurde,
alles das, zusammengedrängt fast in den Lauf eines Jahrs, läßst uns einen ungeahnten Ein-
blick in die wunderliche Mannichfaltigkeit der politischen Wege dieses Königs thun. Endlich
Siehe p. 141 nt. 8 und p. 141, 80 ff.
2 Siehe unter lit. H der Einleitung zum Egerer Reichstag p. 147-150.