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Název:
Einlösung des Herzogtums Troppau durch Wladislaw II. Köning von Böhmen und Ungar (Archiv für österreichische Geschichte vol. 37)
Autor:
Kürschner, Franz
Rok vydání:
1867
Místo vydání:
Wien
Česká národní bibliografie:
x
Počet stran celkem:
59
Obsah:
- I: Titel
- 147: Titulatio
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gleichen bei dem Früheren bewenden lassen, und seinen Einnehmern
die betreffende Weisung ertheilen.
Noch immer konnte sich der König nicht recht entschliessen,
die gewünschte Sicherheit auszustellen. Dennoch war es ihm endlich
Ernst, die Einlösung des Fürstenthums zu Stande zu bringen. Gleich-
wohl musste diese Angelegenheit noch über kleinliche Hindernisse
straucheln, ehe sie zum Ziele gelangte. Der König hatte nämlich die
nöthige Summe bei den Städten 1) in Böhmen aufgenommen, und
wollte sie nun in der That erlegen — aber die Quittung, die er den
Städten darüber ausstellen liess, lautete auf Gulden, während der
Betrag in Groschen bewilligt worden war ; dieser Formfehler hatte
wieder eine merkliche Verzögerung zur Folge. Die darob besorgt
gewordenen Stände, die den Grund davon tiefer suchen mochten als
es der Fall war, wandten sich an den Rathgeber des Königs, den
Herrn Proczek von Czetna, um Fürsprache behufs baldiger Üher-
nahme des Herzogthums. Dieser versicherte, dass die eingetretene
Verzögerung dem Könige sehrungelegen komme und dass derselbe ein
urgirendes Schreiben an den Herrn Zdenko gerichtet habe. Fast gleich-
zeitig erschien auch ein Brief vom Könige ddo. Ung. Brod den 9. Nov.,
worin dieser den Ständen erklärt, dass die Sache bald beendet sein wird,
da er die nöthigen Befehle bereits nach Böhmen erlassen habe.
Inzwischen war den Ständen die Nachricht zugekommen, dass ein
Schein bei dem Herrn Ladislaw von Boskowitz zu Trübau ausgefertigt
aufliege. Da sie aber nicht wussten, ob derselbe nach ihrem Wunsche
ausgestellt sei, und überdiess noch einen zweiten über die Zusätze benö-
thigten, so wandten sie sich abermals an den König, den Kanzler und
den Herrn Ladislaw von Boskowitz. Der Bote sollte zuerst zu dem Herrn
Ladislaw gehen, der ihm die zwei Scheine, falls er beide besitze, aus-
händigen sollte. Im Gegenfalle möge er den Boten an den königlichen
Hof senden, um daselbst die beiden Papiere in Empfang zu nehmen.
Die Stände hatten guten Grund, ihre Sicherstellung nach Kräf-
ten zu betreiben; denn schon äusserte sich hie und da unter den
Gläubigern Unzufriedenheit über das lange Hinhalten.
Der König seinerseits war bezüglich der auszustellenden Sicher-
heit noch immer nicht recht im Klaren, und wartete das Eintreffen
1) Diese Städte sind nicht näher bezeichnet. Vielleicht sind die sogenannten Prager
Städte gemeint?