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Edice
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198
199
200
201
202
203
204
Název:
Einlösung des Herzogtums Troppau durch Wladislaw II. Köning von Böhmen und Ungar (Archiv für österreichische Geschichte vol. 37)
Autor:
Kürschner, Franz
Rok vydání:
1867
Místo vydání:
Wien
Česká národní bibliografie:
x
Počet stran celkem:
59
Obsah:
- I: Titel
- 147: Titulatio
- 195: Edice
Strana 184
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Zusätze zu den 5000 Schock Gr. dürften auch an die anderthalb
Hundert Gulden betragen. Wenn wir dieselben auch sofort aus der
Steuer nehmen, so müssen wir sie doch zu bedeutenden Zinsen aus-
borgen, damit nur die Auslösung des Fürstenthums zu Stande komme.
Die Kanzeleien kosten auch an 1000 fl., und so erwächst uns, abge-
sehen von den darzuleihenden 3000 Schock Gr., im Ganzen eine
Auslage von 8000 fl., was für ein einzelnes Fürstenthum eine grosse
Summe ist“. Hierauf bitten die Stände, der König möge sie bei der
Ofner Abrede belassen. Auf dem ihnen damals versprochenen einhei-
mischen Landeshauptmanne bestehen sie nur im Interesse des Königs,
damit nämlich das Fürstenthum desto eher ausgezahlt werden und er
somit seine Einkünfte wieder beziehen könne. Auch könne sich der
König auf den einheimischen Landeshauptmann genugsam verlassen,
und brauche nicht zu besorgen, dass von den königlichen Einkünften
etwas verloren gehen werde. Dessgleichen möge er sie bezüglich der
Steuer bei dem Ofner Übereinkommen erhalten. Ferner bitten die
Stände, der König möge sie von dem Darleihen der 3000 Schock
Gr. entbinden, und diesen Betrag besser auf seine Troppauer
Einkünfte aufnehmen; in diesem Falle würden sie gern die Steuer
zahlen und zum Landeshauptmanne annehmen, wen er nur wolle.
Auf diese Weise würde sein Wille am besten erfüllt. „Diess schrei-
ben wir", so heisst es zum Schlusse, "mit offenen Worten, und bitten,
Eu. königl. Gnaden mögen es nicht für Dreistigkeit und Vorwitz
ansehen, da es nur in der aufrichtigsten Meinung geschieht“.
Es ist bereits darauf hingewiesen worden, dass es den Ständen
in diesem Stadium der Verhandlungen vornehmlich darum zu thun
war, sich hinsichtlich der gemachten Auslagen so viel als möglich
sicher zu stellen. Diess geht aus der so eben mitgetheilten Eingabe
auf das Unzweideutigste hervor. Der König errieth der langen Rede
kurzen Sinn und glaubte durch ein formelles Auskunftsmittel abhel-
fen zu können. Mittelst Rescript ddo. Prag den 19. Jänner machte
er den Ständen den Vorschlag, rücksichtlich der darzuleihenden
Summe von 6000 fl. sich selbst zum Schuldner und sie nur
zu Bürgen zu machen ; für den Fall aber, als sie schon einen auf
ihre Namen lautenden Schuldschein ausgestellt hätten, versprach er
ihnen einen Schein auf seine Person zu geben, worin die Herren und
Wladyken des Königreichs Böhmen die Bürgschaft übernehmen wür-
den, dass er ihnen die genannte Summe sammt den entfallenden