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Titel
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Titulatio
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Stammtafel
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- s. 17: … 1) Eine Notiz vom J. 1308 in Tillers Nachlass im Tropp. Landesarchiv sagt, dass die Abtissin von St. Clara in Troppau einen…
- s. 42: … zeugt das folgende bisher ungedruckte — leider undatirte Schreiben imn Tropp. Landesarchiv: Honorabiles viri et amici carissimi. Rogamus vos valde dili- genter,…
- s. 63: … 269). 3) Aufzeichnung vom 20. Feber 1464 im Ladungsbuche im Tropp. Landesarchiv. 4) Wolny, Topog. von Mähren, I. p. 121. 64 zog…
- s. 64: … Johann gehöre s). 1) Ddo. 20. März 1464. Orig. im Tropp. Landesarchiv. 2) Orig. vom 6. Mai ebenda. 3) Orig. vom 21.…
- s. 86: … als das der Schellenberge gewahrt. 1) Orig. auf Perg. im Tropp. Landesarchiv. 2) Ddo. Krnowie, w patek przed nedieli genz slowe Reminiscere.…
- s. 86: … patek przed nedieli genz slowe Reminiscere. Orig. auf Perg. im Tropp. Landesarchiv. 3) Sommersberg 1. 1040. 4) In der Urkunde Kasimirs von…
- s. 108: … Wissen ge- schehen. Orig. auf Papier mit aufgedrücktem Siegel im Tropp. Landesarchiv. 109 XIII. STAMMTAFEL DER PRZEMYSLIDISCHEN HERZOGE VON TROPPAU ETC. I.…
Název:
Geschichte und Genealogie der Přemyslidischen Herzoge von Troppau (Archiv für österreichische Geschichte vol. 41)
Autor:
Kopetzky, Franz
Rok vydání:
1869
Místo vydání:
Wien
Česká národní bibliografie:
x
Počet stran celkem:
113
Počet stran předmluvy plus obsahu:
I+112
Obsah:
- I: Titel
- 1: Titulatio
- 94: Edice
- 109: Stammtafel
Strana 63
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Landrechte, Laczek verschmähte es, den Troppauer Herzogen Rede
zu stehen und trotzte seinen Schwägern 1). Diese scheinen endlich
nachgegeben zu haben und waren bereit, ihr Recht auf Fulnek durch
Geld (16.000 Schock Groschen) ablösen zu lassen. Herzog Wenzel
vererbte nun seine Ansprüche auf Fulnek auf seine Söhne, und so
kam es, dass Herzog Hanusch nicht nur auf Fulnek Anspruch er-
heben, sondern sogar erfolgreich durchsetzen konnte.
Nach dessen Tode scheint nun Herzog Johann beabsichtigt zu
haben, seinem Bruder auch in Fulnek zu folgen 2); ob mit Erfolg, ist
unbekannt.
Wir erfahren nur, dass im Jahre 1464 sowohl Herzog Johann
neuerdings, dann aber auch Herzog Premko, der Canonicus zu Bres-
lau, darauf Anspruch machte ; letzterer berief sich auf seine Schwester
Agnes und protestirte, dass der derzeitige Besitzer Krumschin von
Leschan es verkaufe s), da er offenbar in widerrechtlichem Besitze
sei. Beide, sowohl Herzog Johann als Přemko, compromittirten auf
den König, der insofern keinem Recht gab, als er sich von Zdenko von
Postupitz, der indessen von Krumschin Fulnek erworben hatte, das-
selbe gegen eine gewisse Summe abtreten liess. So waren beide Prä-
tendenten mit ihren Ansprüchen abgewiesen 4). In diesem Jahre hatte
Herzog Johann noch einen andern Streit, der, wenn auch von gerin-
gerer Bedeutung, sich doch bis in das Jahr 1467 hinzog.
Herzog Johann war nämlich mit Herzog Nikolaus von Oppeln
wegen des Dorfes Pommerschwitz in Streit gerathen. Herzog Bolko
hatte dasselbe käuflich an sich gebracht, es aber nicht nach der Lan-
desordnung des Herzogthums als seinen Privatbesitz in die Landtafel
eintragen lassen. Nun beanspruchte nicht nur Herzog Johann als Lan-
desherr sondern auch Nikolaus als Bruder Bolkos den Besitz des Dorfes.
Die Sache wurde sonderbarer Weise nicht von einem schlesischen
Gerichte, sondern von dem mährischen Landrechte entschied en. Her-
1) In demselben Rechtsbuche heisst es zum J. 1440 21. Sept.: Kniez Waczlaw, kniez
Wilem a kniez Arnosst opowiedagi, ze pan Laczek moczi bez prawnye drzy napad
giegich diediezny zbuozie Fulneczskeho a na prawie dosti myety nechcze any ku
prawu staty. Zum J. 1441 Decemb.: Przisud przirczen kniezatom na pana Laczka
XVI tissicze hrziwen na Fulneczskem y na Oderzskem zbnozy a nato przisud knie-
zata dali . . .
2) Er nennt sich Herzog von Leobschütz und Fulnek, 2. Juii 1454 (Minsberg 269).
3) Aufzeichnung vom 20. Feber 1464 im Ladungsbuche im Tropp. Landesarchiv.
4) Wolny, Topog. von Mähren, I. p. 121.