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Stammtafel
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Název:
Geschichte und Genealogie der Přemyslidischen Herzoge von Troppau (Archiv für österreichische Geschichte vol. 41)
Autor:
Kopetzky, Franz
Rok vydání:
1869
Místo vydání:
Wien
Česká národní bibliografie:
x
Počet stran celkem:
113
Počet stran předmluvy plus obsahu:
I+112
Obsah:
- I: Titel
- 1: Titulatio
- 94: Edice
- 109: Stammtafel
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auf der Rückkehr his Regensburg 1). Von nun an liess sich Nikolaus
nur noch 1361 in Prag sehen, wo ihm Karl die im J. 1339 an König
Johann abgetretenen Besitzungen zurückstellte 2).
Das Alter hatte ihn denn auch schon übermannt und machte ihm
das Reisen beschwerlich. Von diesem Jahre an blieb Nikolaus in
seinem Lande, in dem er am 8. December 1363 starb 3) mit dem Be-
wusstsein, das Werk des Vaters erst recht begründet und gesichert
zu haben, und beweint von seiner Gemahlin Jutta und einer zahl-
reichen Nachkommenschaft.
Es ist schon früher erwähnt worden, dass Herzog Nikolaus drei-
mal verheiratet und dass jede seiner Ehen zugleich von politischer Be-
deutung war. Von seiner ersten Gemahlin Anna, der er das Herzogthum
Ratibor verdankte, ist bereits gesprochen worden. Wann sie starb,
ist unbekannt, sicher vor 1340, da in diesem Jahre Nikolaus von ihr
wie von einer Verstorbenen spricht 4). Sie hinterliess ihm einen Sohn
Johann und mehrere Töchter. Eine, Margarethe, heiratete, wie schon
erwähnt wurde, den Markgrafen Johann Heinrich, dem sie drei Söhne
und drei Töchter gebar 5).
Eine andere, Eufemia, vermählte sich circa 1345 mit Semowit
von Masowien 6), der mit ihr zwei Söhne, Janusch und Semowit IV.,
1) Nikolaus ist Zeuge in Urkunden Karls für Eger vom 23. und 28. Juli 1355. Nach
einer freundlichen Mittheilung Dr. Kürschners.
2) Cod. dipl. Sil. VI. 187.
3) Weltzel, Gesch. von Ratibor p. 78. Die letzte mir bekannte Urkunde Nikolaus' II.
ist vom 30. April 1365, in der er dem Nonnenstift zu St. Clara in Troppau eine
Mark jährlichen Zinses und das Gut Romslow schenkt. — Ungedrucktes Regest
im Nachlasse Ens' im Tropp. Museum.
4) Ac quondam consortis nostre karissime domine Anne. Cod. dipl. Sil. II. 144.
5) Vgl. Richter, Das Testament des Markgrafen Johann, im Notizenhlatt der kaiserl.
Akademie. 1831. p. 195. Da der Markgraf 1364 schon wieder zu einer andern Ehe
schritt, so muss Margarethe vor diesem Jahre gestorben sein.
6) Das Dispensationsschreiben des Papstes Clemens VI. vom 5. Jänner 1347 (Theiner,
Mon, vet. Pol. I. 501) spricht schon von einer Nachkommenschaft. In welchem
Verwandtschaftsgrade Semowit und Eufemia standen, weiss ich nicht, man müsste
höchstens das als Ehehinderniss betrachten, dass Semowits Grossvater Boleslaw Il.
eine Tochter Wenzels II. von Böhmen, Anna, zur Gemahlin hatte und Eufemias
Grossvater Nikolaus 1. des Wenzel Halbbruder war. Vgl. die Stanmtafel bei Caro
a. a. 0. p. 289.