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Název:
Geschichte und Genealogie der Přemyslidischen Herzoge von Troppau (Archiv für österreichische Geschichte vol. 41)
Autor:
Kopetzky, Franz
Rok vydání:
1869
Místo vydání:
Wien
Česká národní bibliografie:
x
Počet stran celkem:
113
Počet stran předmluvy plus obsahu:
I+112
Obsah:
- I: Titel
- 1: Titulatio
- 94: Edice
- 109: Stammtafel
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aufbewahrt ; ich vermuthe, dass sie Justina geheissen 1). Er hinter-
liess zwei Söhne, Nikolaus und Wenzel, die uns später mehr beschäf-
tigen werden.
Das Interregnum
von 1309—1318.
Die Gegner des Herzogs wandten sich nun, nachdem ihnen
dessen Vertreibung gelungen war, an Herzog Boleslaw von Breslau 2).
Er war der Gemahl Margarethens, einer Schwester König Wen-
zels III. von Böhmen, und wenn dieser Umstand auch den Ausschlag
nicht gegeben hat, so war er doch von grosser Bedeutung 3). Sowie
in Böhmen Heinrich und Johann gleichsam durch die Hand einer pre-
myslidischen Prinzessin Ansprüche erhalten, so scheinen auch die Trop-
pauer Barone auf diese Verwandtschaft des Boleslaus ein Gewicht
gelegt zu haben. Sie unterwarfen sich ihm, der andererseits die
Gelegenheit benützte, für die seiner Gemahlin zugesagte Mitgift, die
aber noch nicht ausbezahlt war, ein Pfand zu erhalten. Im Jahre
1309 scheinen die Unterhandlungen mit den Troppauer Baronen be-
gonnen zu haben, da wir erfahren , dass Herzog Boleslaw sich 1309
in Troppau aufhielt 4), wo er sich durch bedeutende Summen wahr-
scheinlich Anhänger zu werben suchte. Die erste mir bekannte Ur-
kunde, in der sich Boleslaw und sein Bruder Heinrich Herzoge von
Troppau nennen, ist vom 28. März 1310 5) — die erste Urkunde
derselben, die Troppau betrifft, ist vom 26. Jänner 1311, in welcher
sie dem deutschen Orden das von Herzog Nikolaus verliehene Patro-
1) Eine Notiz vom J. 1308 in Tillers Nachlass im Tropp. Landesarchiv sagt, dass die
Abtissin von St. Clara in Troppau einen jährlichen Zins von 5 Mark kaufte od
kniezny Justiny na miestanich Opawskych.
2) Die Nachrichten üher die Herrschaft des Boleslaw über Troppau sind äusserst
dürftig; das Beste findet sich noch bei Klose, Briefe über Breslau I. Bd.
3) Freilich nicht in dem Sinne, wie Dudik a. a. O. p. 260 meint, wenn er sagt, dass
nach dem Aussterben der Premysliden 1306 die weibliche Descendenz des Stammes
Ansprüche auf Troppau erhielt! Warum hat dann Boleslaus erst 1309 Ansprüche
erhoben? und wie kommen dann seine Brüder dazu? Warum aber nur Troppau
und nicht ganz Böhmen? Wir wissen nichts von einem besonderen Rechte Mar-
garethens auf Troppau.
4) Rechnungsbücher der Stadt Breslau (Cod. dipl. Sil. III. 27): item domino nostro
duci in Troppowe 300 mare. promptorum. Dieselben erwähnen eine Reise des Bo-
leslaw nach Troppau auch 1310 (ibid. III. 29) und 1311 (III. 31).
5) Klose, I. 604 und Thebesius, Liegnitzische Jubrbücher Il. 142.
Archiv. XLI. 1.
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