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Název:
Geschichte und Genealogie der Přemyslidischen Herzoge von Troppau (Archiv für österreichische Geschichte vol. 41)
Autor:
Kopetzky, Franz
Rok vydání:
1869
Místo vydání:
Wien
Česká národní bibliografie:
x
Počet stran celkem:
113
Počet stran předmluvy plus obsahu:
I+112
Obsah:
- I: Titel
- 1: Titulatio
- 94: Edice
- 109: Stammtafel
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zu sein, dass über die Auszahlung der 8000 Mark verhandelt und
dazu beiderseits Commissüre ernannt werden sollten 1). Die Auslösung
scheint denn auch schon Ende des Jahres 1311 erfolgt zu sein, denn
es findet sich keine Urkunde mehr, welche die Herzoge für Troppau
ausgestellt; die letzte, in der sie sich noch Herzoge von Troppau
nennen, ist vom 15. August 13112), im folgenden Jahre erscheint
der ducatus Opavie nicht mehr in ihrem Titel s).
Von 1311—18 war Troppau wieder mit Böhmen verbunden
und unterstand dessen Könige, der in der erwähnten Zeit mehrere
landesherrliche Verfügungen traf, die es unwiderleglich machen,
dass das Herzogthum Troppau nicht mehr den Breslauer Herzogen,
sondern dem Könige Johann gehorchte. So bestätigte er ein Privileg
des Städtchens Kranowitz im Troppauer Gebiefe am 4. August
1313 4), befreite die Leute des Klosters Welehrad, das im Troppaui-
schen begütert war, von der Gerichtsbarkeit seiner Beamten am
2. März 1315 5), und bestätigt der Stadt Jägerndorf einen Jahrmarkt
am 2. Juli 1316 6).
Schon früher war Schlesien, besonders Oberschlesien, mit Böh-
men in eine nähere Verbindung getreten. Es ist bekannt, in welchen
Beziehungen König Otokar II. zu den schlesischen Fürsten stand.
Später waren es die oberschlesischen Herzoge, welche ihr Land
von König Wenzel II. zu Lehen nahmen, und hätte dieser, statt um
die polnische Königskrone zu kämpfen, die Erwerbung Schlesiens
angestrebt, dieses wäre um ein Menschenalter früher der böhmischen
Krone einverleibt worden. König Johann war nun derjenige nicht,
der das begonnene Werk hätte fallen lassen, er unterhielt denn auch
1) In der Huldigungsurkunde vom 16. Juni a. a. O. heisst es: eis et eorum cuilibet
serviemus et obedienter suberimus tam din fideliter, quousque ipsis dicta octo
milia marcarum de certa illorum, qui ad hoc ex utraque parte deputati
sunt, scientia ex integro persolvantur.
2) Klose a. a. O. 1. 607.
3) Es ist demnach irrig, eine von 1311—18 ununterbrochene Herrschaft der Bres-
lauer Herzoge anzunchmen, wie es noch Dudik p. 25 und D'Elvert, Verfassung und
Verwaltung von österr. Schlesien p. 63 thun.
Cod. dipl. Mor. VI. 52.
Ihid. VI. 61.
ti) Ibid. VI. 74.
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