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Stammtafel
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Název:
Geschichte und Genealogie der Přemyslidischen Herzoge von Troppau (Archiv für österreichische Geschichte vol. 41)
Autor:
Kopetzky, Franz
Rok vydání:
1869
Místo vydání:
Wien
Česká národní bibliografie:
x
Počet stran celkem:
113
Počet stran předmluvy plus obsahu:
I+112
Obsah:
- I: Titel
- 1: Titulatio
- 94: Edice
- 109: Stammtafel
Strana 60
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Herzog Wilhelm soll vier Kinder gehabt haben 1), Wenzel und
Friedrich, von denen der erste an Gift starb, der zweite früh
ins Grab sank, Katharina und Hedwig, von denen die erstere sich
mit Herzog Johann von Sagan vermählte und 1505 starb, die andere
ins Kloster zu Trebnitz ging 2).
Da hald nach Wilhelms Tode auch Herzog Hanusch gestorben
sein muss, so übernahm Herzog Johann von Leobschütz den seinem
Bruder gehörigen Theil Troppaus, während Ernst zwei Theile ver-
waltete und gleichzeitig dem Bruder in Münsterberg folgte.
Die Herrschaft der Premyslidischen Herzoge in Troppau aber
ging ihrem Ende entgegen. Von Ernst wissen wir zu wenig, um das
Urtheil, das über ihn als einen Verschwender und Wüstling gefällt
wurde3), würdigen zu können. Was von ihm bekannt ist, ist Fol-
gendes: 1455, als König Ladislaus Breslau besuchte, erschien
er ebenfalls in der Hauptstadt Schlesiens gleich anderen Fürsten 4).
Wahrscheinlich im folgenden Jahre verkaufte er seinen Antheil und
den, der einst Herzog Wilhelm gehörte, dem Herzog Bolko von Op�
peln für 28000 fl. 5). Derselbe erscheint auch bereits 1457 als Herr
von Troppau 6). Wohl gleichzeitig entledigte sich Herzog Ernst seines
anderen Besitzthumes, indem er Münsterberg dem Georg von Poděbrad
überliess 7), der schon im Jahre 1454 alle Güter, die einst Puta von
Czastalowitz besessen, von Wilhelm Kruschina an sich gebracht hatte.
Herzog Ernst soll 1454 in äusserster Dürftigkeit im Kloster
Leubus gestorben seins). Diese Angabe ist durchaus unrichtig, da
derselbe 1462 in Prag unter dem Gefolge König Georgs erscheint 9)
und 1464 noch urkundet 10). Wo er gestorben sei, und ob er eine
Nachkommenschaft hinterlassen habe, ist gänzlich unbekannt 11).
1) In den Urkunden werden sie nie namentlich aufgeführt.
2) Sommersberg I. 769.
3) Ens, Oppaland, I. 68.
4) Rossitz, bei Sommersberg I. 87. Vgl. Palacky IV. 1. p. 377, Klose 11. p. 486.
5) Ens 1. 68 gibt nach Diugoss 40.000 fl. als Kaufsumme an, dass aber 28.000 fl.
die richtige Angabe ist, erhellt aus Cod. dipl. Sil. VI. Nr. 248.
6) Vgl. Beilage Nr. X.
7) Palacky IV. 2. p. 42, Anm. 25.
8) Ens I. 68 und nach ihm D'Elvert, Verfassung und Verwaltung, p. 70.
9) Cod. dipl. Sil. VI. 261.
10) Vgl. Beil. Nr. XII.
11) Henel und nach ihm Sommersberg l. 771 schreiben ihm eine Tochter Sophie zu,