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Stammtafel
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Název:
Geschichte und Genealogie der Přemyslidischen Herzoge von Troppau (Archiv für österreichische Geschichte vol. 41)
Autor:
Kopetzky, Franz
Rok vydání:
1869
Místo vydání:
Wien
Česká národní bibliografie:
x
Počet stran celkem:
113
Počet stran předmluvy plus obsahu:
I+112
Obsah:
- I: Titel
- 1: Titulatio
- 94: Edice
- 109: Stammtafel
Strana 15
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sich aufgehalten zu haben scheint 1). Allein Nikolaus mochte einsehen,
dass König Wenzel ihm freiwillig sein Erbe nicht werde zurückgeben
wollen; er wandte sich daher an den römischen König Albrecht,
1303. Die politische Lage war diesem Schritte sehr günstig. Albrecht
war sowohl über den Machtzuwachs Böhmens, das 1300 Polen er-
warb und bald darauf Ungarn an sich zu bringen suchte, als über
dessen Bündniss mit Frankreich besorgt, die Situation zwischen dem
Wiener und Prager Hofe war daher sehr gespannt. Ende des Jahres
1303 forderte König Albrecht die Herausgabe Ungarns, Polens und
anderer Gebiete, darunter auch Troppau. von König Wenzel 2).
Der unglückliche Zug Albrechts, sowie der bald erfolgende Tod
Wenzels (21. Juni 1305) führten zu einem Frieden (5. August 1305),
in dem Albrecht von seinen Forderungen abstand. Dadurch aber war
Herzog Nikolaus um eine Hoffnung ärmer geworden. Nachdem er sich
den Feinden des Königs angeschlossen, durfte er kaum noch hoffen,
je wieder sein Herzogthum zu betreten. Da kam die Katastrophe,
welche Böhmen traf, Herzog Nikolaus zu Hülfe. Nach etwas mehr
als einjähriger Regierung wurde König Wenzel III. am 4. August
1306 ermordet und so der böhmische Thron erledigt. In den darauf
2)
1) 1301, Juni, ist er in Posen (Narusezewicz VIII. 75), 1305, 8. Jänner in Pysdra
laut der Urkunde, in welcher er als capitaneus regni Polonie befiehlt, dass dem
Kloster Lad der Besitz des Dorfes Kossuty gesichert werde (Muczkowsky und
Rzyszczewski, cod. dipl. Poloniae I. 165), vgl. Caro, Geschichte Polens p. 6.
Dies meldet Otokars Reimehronik (Pez, III. 701) :
Er empot im auch mer
Im het Klag getan
Herzog Lukat von Polan,
Daz in in het entwert
und mit Gewalt pehert
zwayer seiner Land
die im zu erb waren penannt
Zudmer, Krakaw;
Und das Land zu Troppaw,
das het er neulich abgetan
seinem Bruder Herzog Niklan
Mit Gewalt und an Recht.
Die anderen Quellen, so das Chron, aulae regiae (Dobner, Mon. IV. 141) reden
von Troppan allerdings nicht, dies darf aber kein Grund sein, an der Angabe des
Reimehronisten zu zweifeln. Vgl. Kopp, Geschichte der eidgenössischen Bünde
III. 2. 346. Lichnowsky, Geschichte des Hauses Habsburg V. 238.