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Název:
Correspondenz Breslau mit Karl IV. (Archiv für österreichische Geschichte vol. 34)
Autor:
Grünhagen, Colmar
Rok vydání:
1865
Místo vydání:
Wien
Česká národní bibliografie:
x
Počet stran celkem:
27
Obsah:
- I: Titel
- 345: Titulatio
- 352: Edice
Strana 363
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butorum in dampnis reysis et expensis omnium districtuum 1784 M.
3 fert. et sco.
Summa totalis distributorum 3199 mrc. et 1/2 fert. Item summa
omnium perceptorum de exaccionibus, de pecuniis monetalibus, ser-
viciis, captivis, penis, excessibus et omnibus aliis proventibus 1101 m.
et sco.
Item omnibus computatis et defalcatis restant 2098 m. et 2 sco.
capitaneo solvenda.
1354.
A° dom. 1354 die dom. invocavit directa est litera ad dom.
regem per dom. Pecz. de Gogelow, in qua continebatur, quod
civitas retulit dom. regi graciarum acciones pro eo, quod legaciones
civitatis ad eum delatas per Petr. graciose audivit et auditis finem
imposuit concupitum. Item quod ad mandatum regium super recep-
cione literarum civitatum ducis Swidnic. quedam oriebatur alter-
cacio super eisdem literis dandis 1), tamen inito consilio dom. Dith-
mari cancellarii 2) ac aliorum consulum dixerunt cum eisdem: melius
est nobis tales recipere literas in profectum dom. regis quam omittere
März 2.
1) Diese litere civitatum werden weiter unten als privilegia bezeichnet, und der
Wechsel zwischen den Worten literas dare und recipere macht es sehr wahr-
scheinlich, dass es sich hier um Handelsbegünstigungen handelt, welche der
König, der 1353 mit seinem früheren Widersacher Bolko enge Freundschaft
geschlossen und dessen Nichte geheirathet hatte, den Schweidnitz-Jauer'schen
Städten ertheilt und welche, in sofern sie in gewisser Weise den Rechten der
Breslauer präjudicirlich waren, vou diesem letzteren ausdrücklich anerkannt (lite-
ras recipere) und als anerkannt beurkundet (literas dare) werden sollten. Einen
näheren Fingerzeig bietet die Urkunde Karl's vom 30. September 1334, in welcher
den Bürgern der Fürstenthümer Schweidnitz und Jauer dieselben Rechte und
Exemtionen, welche die Bürger von Breslau im Königreich Böhmen und speciell
in der Stadt Prag geniessen, ertheilt wurden (Schweidnitz, Pfeiffer'sches Manu-
script, Fol. 126). Doch scheint es, als ob (vielleicht im Anschlusse hieran) noch
besondere Handelsbegünstigungen seitens der Breslauer verlangt worden seien.
Die Breslauer ertheilen diese nun auch, wenngleich ungern und mit Rücksicht auf das
Interesse des Königs, der sich um jeden Preis die Erbfolge in den Fürstenthümern
sichern wollte, doch knüpften sie daran eine Bedingung, gegen welche dann
(vgl. weiter unten im Text) die Städte der zwei Herzogthümer protestiren, weil
dieselbe den Zusicherungen des Königs und ihres Herzogs widerspräche.
2) Dietmar von Meckebach, als Bearbeiter des Breslauer Landbuches Karl's IV. be-
kannt (vgl. über ihn Cod. dipl. Sil. III, 80, Anm. 1 und dazu noch eine Urkunde
in der Zeitschrift des Vereins für thür. Gesch. V, 253. 1862).