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- s. 199: … 26 die vom Prager Metropoliten nach vollendeter General-Visitation für die Ol- mützer Domkirche entworfenen Statuten. Sie sind in zwei Columnen auf mit Tinte…
- s. 200: … auch die „minae ecclesiae“ gezählt, ein Beweis, dass damals die Olmützer Domkirche eine befestigte, eine sogenannte Kirchen- burg war, denn minae sind…
- s. 201: … uns die grosse Anzahl der Campanarii, der Glöckner, bei der Olmützer Domkirche klar wer- den, wenn nicht blos geläutet, sondern auch auf…
- s. 202: … Corrections- und Reformations-Statut: "Cum creatura“ etc. für den bei der Olmützer Domkirche angestellten Klerus, wel- cher im Besuche des Gottesdienstes und des…
Název:
Statuten Arnost von Pardubitz um Jahr 1349 (Archiv für österreichische Geschichte vol. 41)
Autor:
Dudík, Beda
Rok vydání:
1869
Místo vydání:
Wien
Česká národní bibliografie:
x
Počet stran celkem:
24
Obsah:
- I: Titel
- 195: Titulatio
- 203: Edice
Strana 200
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netur, dando XVIII lapides cere, quorum decem octo diebus ante
festum pasche, et quatuor ante festum nativitatis Domini, et quatuor
ante festum purificationis Marie ministrare teneatur“
Dass zwischen diesen und den von mir im XXXVII. Bande des
Archivs für Kunde österreichischer Geschichtsquellen auf den Seiten
411—435 gleichfalls zum ersten Male1) publicirten „Sta-
tuten der Prager Metropolitan-Kirche vom Jahre 1350“ in manchen
Punkten eine gewisse Ahnlichkeit vorkommen muss, daran trägt die
Gleichförmigkeit des Gegenstandes die Schuld. Ein und derselbe
Verfasser, ein und dasselbe Object, ein und derselbe Zweck fordern,
wenn nicht dieselbe, so doch eine gleichartige Durchführung.
Was nun den Inhalt jenes Visitations-Recesses anbelangt, so
erstreckt er sich auf zwei Punkte, auf die Pflichten der zur Dom-
kirche gehörigen Würdenträger: Bischof, Dechant, Probst, Archi-
diakon, Custos und Scholasticus, und dann auf die Gerechtsame
der Capitularen und Vicarien und auf ihre Pflichten dem Chore ge-
genüber.
Dem Bischofe werden die Tage ins Gedächtniss gerufen, an
.
denen er in seiner Domkirche zu pontificiren habe. Die Ordination,
die Consecrirung des Chrisma, die Fusswaschung müssen in der
Domkirche vor sich gehen. Ein Kirchen- und Bisthums-Inventar soll
in der Sacristei vorliegen. Die Baulichkeiten und die Beleuchtung
der Domkirche gehören dem Bischofe zu. Unter die Bauobjecte wer-
den auch die „minae ecclesiae“ gezählt, ein Beweis, dass damals
die Olmützer Domkirche eine befestigte, eine sogenannte Kirchen-
burg war, denn minae sind die "partes murorum pinnatae, quae ad
emissionem sagittarum fenestratae sunt“. Ein Official, der Dom-
dechant, die erste Würde im Capitel, ist im Nothfalle des Bischofs
Stellvertreter, er hat das "Directorium divini officii“ abzufassen und
für dessen pünktliche Befolgung zu sorgen. Ihm gebührt das Recht
das Capitel einzuberufen, die Neuerwählten zu installiren und über
die Glieder der Domkirche eine Art von Jurisdiction auszuüben.
Der Probst braucht nicht Domherr zu sein, er ist der Anwalt
der Kirchenleute und hat dieselben, falls sie vor das Cudengericht
1) Dahin ist zu corrigiren, was die Sitzungsberichte der philosophisch-historischen
Classe der kais. Akademie, Jahrgang 1867, S. 67 über die Statuten von 1350
referirt huben.