z 444 stránek
Titel
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
V
Urkunden und Regesten
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Orts- und Personenverzeichnis
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Wort- und Sachverzeichnis
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Inhalt
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Reproduktionen
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- s. 2: … (bei der warmen Quelle). — In genealogischer Hinsicht war das Teplitzer Kloster ohne Zweifel eine Tochteranstalt des i. J. 970 gegründeten Benediktinerinnenklosters…
- s. 4: … Mitteilungen, 41. Jahrg., S. 334—344. [1278—1296.] Dobromyra, die Nonne des Teplitzer Klosters wird wegen ihres unklösterlichen Verhaltens getadelt und ihre Mitschwestern werden…
- s. 4: … aufgefordert, sie in ein anderes Kloster zu schicken, damit das Teplitzer Kloster nicht einem gänzlichen Verfalle anheimfalle. Emler, Reg. Boh. II, p.…
- s. 9: … von 2 Schock Groschen den Nonnen Margareta und Sluschcza des Teplitzer Klosters gemeinsam testiert wird, der auf 3 Lahn Ackers im Dorfe…
- s. 11: … dechant auf, für den Fall, als das Präpositurrecht über das Teplitzer Kloster früher dem Benediktinerkloster zu Postelberg unmittelbar subordiniert gewesen, vom König…
- s. 12: … Johannes († 4. 1. 1343) bestätigt wurde und seither dem Teplitzer Kloster als Abtissin vorstand, bringt die hiesige Urkunde mit Urkunde vom…
- s. 13: … Papst Clemens VI., daß er die von seinen Vorgängern dem Teplitzer Kloster verliehenen Gerechtsame, Freiheiten und Privilegien bestätigen und zu ihrem Schutze…
- s. 21: … zu stiften. Bis zur Beschaffung dieses Geldes verpfändet er dem Teplitzer Kloster 11/4 Lahn Ackers in Kradrob. Obige Stiftung wird vom Prager…
- s. 24: … Prag. Karl IV. trägt der Abtissin und den Konventualinnen des Teplitzer Klosters auf, den Brüxer Bürgern, welche das „Ungelt“ in ihrer Stadt…
- s. 31: … 6. Julii. Aus obiger Urkunde geht nicht hervor, daß das Teplitzer Kloster das Dorf Settenz von den Rittern von Skalken kaufte, wie…
- s. 47: … Januarii. In obiger Konfirmationsurkunde ist ersichtlich, daß das Patronatsrecht des Teplitzer Klosters in Lang-Ujest strittig war. Späterhin erscheint dieses Recht als erloschen.…
- s. 58: … auffallend, da Prosanken nachweisbar erst i. J. 1407 Besitz des Teplitzer Klosters wird. — 3) Tschochau. 129. 1405, Aug., 3, Prag. Nikolaus,…
- s. 74: … 1408, Feb., 24, Prag. Die Abtissin Margarete, die einen dem Teplitzer Kloster gehörigen Hof in Prosanken emphyteutisch (zu deutschem Rechte) ausgesetzt hatte,…
- s. 82: … Patrimonialrechte über die 9 Zinsleute in Schieß- glock bleiben dem Teplitzer Kloster reserviert. Der Altarist von St. Veit hat wöchentlich 3 Messen…
- s. 92: … von Dlaschkowitz, seiner Schwester und der Professin Margarete, Monialen des Teplitzer Klosters, auf dem Dorfe Nemetschken einen Zins von 54 Gr. um…
- s. 105: … Welboth, Vizeburggraf von Teplitz, verteidigt das Lehen als Besitz des Teplitzer Klosters. Am 17. Dez. 1418 verteidigt Mathes Ostrwa den Klosterbesitz unter…
- s. 113: … ferro peremerunt. — Die späteren Urkunden beweisen jedoch, daß das Teplitzer Kloster i. J. 1421 nicht völlig zerstört wurde. Laurentius von Brzezowa…
- s. 113: … Jahren 1420 u. 1421 zerstörten Klöster hinterlassen, in welchem das Teplitzer Kloster nicht genannt wird; ebenso nicht das Kloster Schwaz und Ossegg,…
- s. 114: … Mai 1421 im Exil Zittau) Folge leistend, wandte sich das Teplitzer Kloster wie auch der hiesige Klerus in Seelsorgeangelegenheiten nicht mehr an…
- s. 123: … Frind, Kirchen- geschichte, IV, 290. — Die eigenen Archivbestände des Teplitzer Klosters sind rest- und spurlos verschwunden und wurden höchstwahrscheinlich bei der…
- s. 197: … erteilt dem Magister Gregorius die Weisung, die gesunkene Disziplin im Teplitzer Kloster wieder herzustellen. 399. Palacky, Formelbücher (Prag, 1847), p. 181, N.…
Název:
Quellen- und Urkundenbuch des Bezirkes Teplitz-Schönau bis zum Jahre 1500
Autor:
Müller, August
Rok vydání:
1929
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
244
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- 1: Urkunden und Regesten
- 349: Orts- und Personenverzeichnis
- 391: Wort- und Sachverzeichnis
- 427: Inhalt
- 429: Reproduktionen
Strana 2
2
5.
1158—1164.
Die Königin Judith, Gemahlin Wladislaw's II., gründet das Kloster Teplitz; mitgeteilt von ihrem
zeitgenössischen Geschichtsschreiber Vincenz von Prag.
Fontes rerum Austriacarum, Bd. V, S. 92. Vgl. Dobner, Mon. Boh., 1, 30 und Font. rer. Boh., II, 408.
„Ecce . . . judith, gloriosissima et serenissima regina Boemie, quante sitis prudentie, nobilitatis
et industrie uestra indicant opera, monasteriorum uidelicet diuersi ornatus, clericorum et pauperum solatia,
et ut alia, que innumerabilia sunt, omittamus, ad aquas calidas in honore sancti Johannis baptiste re-
galis monasterii constructio, et quod hec supereminet omnia, Pragensis pontis opus imperiale.“
Der zeitgenössische Chronist Abt Gerlach berichtet in seinem Chronicon Boemorum:
. . . „Construxit (Wladislaus rex) et aliam ordini nostro domum in Doxan, locans ibi religiosas
feminas, quas de Dunewald, Coloniensis dioecesis, adduci fecerat, tertiam in Plaz griseo ordini, quartam
in Teplicz religiosis item feminis regulam beati Benedicti professis, cujus ecclesiae specialiter regina Ju-
ditha fundatrix exsistit etc.“
Font. rer. Austr., V, 146 und Font. rer. Boh. II, 467.
Die deutsche Reimchronik von Dalimil (abgefaßt zwischen 1343 und 1346) berichtet dazu:
„Judith was sin frawe gnant,
Dy andir hy in Bemen lant.
Von der sage ich dyr dijz:
Sy hat gestift dy Topelicz
Vnd sy wart nach iren tagen
Ouch daselbist begrabin.
Darczu hat sy wol betracht
Vnde dy brukk czu Prage gemacht.“
Fontes rer. Boh., III, S. 232; vgl. Dr. Hallwich, Töplitz, S. 14 ff.
Die Nachricht, daß die Königin Judith in Teplitz starb und daselbst begraben wurde, wird ferner noch bestätigt
vom Chronisten der Nekrologe in Font. rer. Boh. III, S. 471 und Pulkawa (ca. 1370):
„Construxit enim (Wladislaus rex) monasteria Strahowiense, in Doxan et in Leutomisl Premon-
stratensis ordinis, in Plas Cisterciensis et in Teplicz ad balnea ordinis sancti Benedicti, cujus tamen
Juditha, conjux ejus, regina magnifica fundatrix extitit specialis et ibidem feliciter requiescit.“
Fontes rer. Boh. V. p. 108, 109.
Die Erhebung Wladislaw's II. zum Könige und damit Judith's zur Königin am 11. Jänner 1158 zwingt zur Annahme,
daß die Gründung des Klosters Teplitz wohl noch nicht vor dem Jahre 1158 erfolgt sein kann, da sie noch dazu ausdrücklich
als eine „regalis constructio“ bezeichnet wird. Wahrscheinlich gab ein bedeutendes politisches Ereignis die Veranlassung dazu,
wie solches die Erhebung zum Königtume auch in erster Linie ist. Auch in der Folgezeit bot sich der Königin reichlich Ge-
legenheit zum selbständigen Schaffen. Im Jahre 1158 befand sich ihr Gemahl mit Friedrich Barbarossa auf dem Zuge gegen
Mailand, 1161 auf dem Zuge gegen Sobieslaw in Mähren, 1162 auf der Kirchenversammlung in Burgund, 1164 auf dem Zuge
in Ungarn gegen den griechischen Kaiser Emanuel, von wo er nach siegreicher Rückkehr seiner Gemahlin reiche Geschenke
mitbrachte etc. Vgl. Frind, 1, 311 und Mitteilungen, Jahrg. 1878, S. 269—302. Der Gründungsort wird vom Chronisten näher
bestimmt durch den Ausdruck „ad aquas calidas“ (bei der warmen Quelle). — In genealogischer Hinsicht war das Teplitzer
Kloster ohne Zweifel eine Tochteranstalt des i. J. 970 gegründeten Benediktinerinnenklosters St. Georg in Prag, weil es kein
zweites derartiges Kloster in Böhmen gab. Vgl. Frind, I, 103 ff.
6.
1169.
König Wladislaw I. schenkt dem Johanniterorden u. a. das Dorf Boreslau. „Do etiam et confirmo
duas villas in provincia Belinensi dictas Borizlaue et Hribovici“ (Herbitz, Bez. Aussig)
—
Friedrich, Cod. dipl. et epist. Boh. I, 216, Erben, Reg. 1, 143.