z 444 stránek
Titel
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
V
Urkunden und Regesten
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Wort- und Sachverzeichnis
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Inhalt
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Reproduktionen
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- s. 117: … die meißni- schen Truppen viel Schaden und Vernichtung in das Königreich Böhmen hinein durch Brennen und Plündern. Und da die Tschechen dies…
- s. 340: … beschrieben von Vinc. Rob. Widimsky, „Städtewappen des österr. Kaiserstaates, I. Königreich Böhmen; Druck und Verlag der k. k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien,…
- s. 420: … [Fehde]: vehde vnd —: 316 (1473). Verweser, vorweszer, vorweser: des Königreichs Böhmen: 284, 285 (1453). des Klosters zu Graupen: 561 (1476). der…
Název:
Quellen- und Urkundenbuch des Bezirkes Teplitz-Schönau bis zum Jahre 1500
Autor:
Müller, August
Rok vydání:
1929
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
244
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- 1: Urkunden und Regesten
- 349: Orts- und Personenverzeichnis
- 391: Wort- und Sachverzeichnis
- 427: Inhalt
- 429: Reproduktionen
Strana 340
340
Quellenangabe: a) Zwei Originalabdrücke des größeren Stadtsiegels mit der Umschrift: SECRETUM MAJUS
CIVITATIS TEPLICENSIS, enthalten auf einem Vidimus des Teplitzer Stadtrates vom 23. 9. 1641, betreffend eine Urkunde
vom 26. 7. 1640, ferner auf einem zweiten Vidimus des Stadtrates vom 27. 10. 1643, betreffend ein Kriegskontributionsverzeichnis
der Herrschaft Teplitz vom Jahre 1643. Beide Aktenstücke im Museumsarchiv Teplitz; das erste unter Sign. N. 194, das zweite
unter Nachlaß Hallwich. Das Siegel eine vorzügliche Arbeit der Stempelschneidekunst der Renaissancezeit. Durchmesser: 42 mi;
umrandet mit einem Lorbeerkranz. Vgl. Reproduktion im Titel des I. Teiles. (Altere Originalabdrucke fehlen.) — b) Eine
Reliefdarstellung des Wappens an der großen Glocke der Teplitzer Stadtkirche v. J. 1659 mit der Aufschrift: Insignia et
sigillum civitatis Toplicensis. Die Darstellung ist barock und weniger genau und kunstvoll. — c) Die Farben des Wap-
pens sind beschrieben von Vinc. Rob. Widimsky, „Städtewappen des österr. Kaiserstaates, I. Königreich Böhmen; Druck und
Verlag der k. k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien, 1864“. Wiedergegeben im 25. Jahrg. der Erzgebirgszeitung (1904). Im übrigen
ist die Zeichnung des Wappens bei beiden Autoren fehlerhaft. (Der Schild wird von der Frauengestalt nicht „gehalten“, sondern
offensichtlich betreut; ihre Kopfbedeckung ist kein „Hut“, sondern ein diademartiger Schmuck, Gebende.)
Geschichtlicher Nachweis: Original eines Wappenbriefes, bzw. Kopien und schriftliche Aufzeichnungen mit Angabe
der Zeit einer Wappenverleihung nicht vorhanden, bzw. verloren. — Während der Zeit der Teplitzer Klosterherrschaft, wie auch unter
Jakob von Wrzessowicz kann überhaupt keine eigentliche und offizielle Wappenverleihung stattgefunden haben, weil bis in die Mitte
des 15. Jahrhunderts untertänige Städte das Wappen ihrer Herrschaft führten. (Freundl. Mitteilung des H. Dechant Fr. Štědrý, Slavětín.)
St. Johann d. T. war der Patron des Klosters und zugleich der Stadt und der Kirche; insignia et sigillum daher in allen drei
Fällen die gleichen. Das kleine Siegel bildet das Haupt des hl. Johannes en face, wie solches auf einer Urkunde vom 23. Dez. 1410
ersichtlich ist (Dresden, H. St. A., N. 5529) und bis in die neuere Zeit in dieser Fassung beibehalten wurde. Die wachsende Gestalt
des hl. Johannes bildet das größere Siegel des Klosterkonvents (vgl. N. 21) und dementsprechend auch das der Stadt und der Kirche,
wenn diese ein grösteres Siegei führten. Später unter Jakob von Wrzessowicz (1435—1462) kann eine Anderung der Insignien nicht
stattgefunden haben, weil dieser Teplitz nur als Pfandbesitz innehatte und die Klosterherrschaft juridisch noch fortbestand. Dagegen
ist eine Anderung bzw. Erneuerung der Insignien während der Herrschaft der Königin Johanna, die Teplitz vor 1467 als Leibgedinge,
späterhin jedoch bis zum Jahre 1475 als persönliches Eigentum besaß, ohne Zwang zu erkennen. Die oben beschriebene Frauengestalt
im größeren Stadtsiegel, die, allerdings in anderer Form und Fassung, auf einem Marginal des Teplitzer Kanzionales bereits in
Erscheinung tritt (vgl. Bild der Literaten-Bruderschaft), ist keineswegs als die biblische Herodias zu deuten, sondern verbildlicht nach
aller Wahrscheinlichkeit eine gedachte und gewollte Reminiscenz an die Königin Johanna, die nach eignen Worten bestrebt war, zum
Wohle derjenigen beizutragen, bei denen sie mehr, denn anderswo zu weilen pflegte (vgl. N. 306). Nachdem von einer Wappen-
verleihung im Privileg der Königin vom I. Okt. 1467 noch keine Erwähnung geschieht, kommt umsomehr ihr zweites Privileg, von
dem leider nur die Datierung bekannt ist (vgl. N. 314), als nähere Zeitbestimmung in Frage. Auf alle Fälle datiert gedachtes Privileg
in die Reihe der sogenannten nachgesuchten Wappenverleihungen, wie solche hinsichtlich Dux (1460), Aussig (1476), Klostergrab (1477)
und Graupen (1478) näher bekannt sind. Aus diesem Grunde ist obiges Renaissance-Siegel bereits als eine neuere Ausgabe zu
betrachten, der ein Stadtsiegel in gotischer Fassung vorausging. — Die Farben der Stadt waren ehedem wie die im Wappen, bzw.
wie die der Herrschaft, Blau-Gelb.
1458, Dez., 31, Prag.
König Georg bewilligt auf Fürsprache des Abtes und Konventes von Ossegg der Stadt Klostergrab
einen Wochenmarkt.
815.
Bürgermeisteramt Klostergrab, Pergamentoriginal.
Georgius dei gracia Bohemie rex, Morauie marchio, Lucemburgensis et Slesie dux ac Lusacie
marchio notum facimus uniuersis, serenitati nostre humiliter et cum instancia suplicasse deuotos nostros
dilectos abbatem et conuentum monasterii beate virginis Marie in Ossek, ordinis Cisterciensium, quatenus
de solita liberalitate nostra dignaremur dare et concedere opido eorundem, dicto Hrob1), forum
septimanale qualibet quarta feria. Nos desiderantes religiosorum statum in quieta deuocione persistere
et in temporalibus, quibus eos dictum alleuat opidum, vberius crescere, volentes eciam opidi condicionem
facere meliorem, eorum supplicacionibus annuimus graciose. Igitur non per errorem aut improuide, sed
deliberate, sano procerum et fidelium nostrorum accedente consilio, de certa nostra sciencia, auctoritate
regia Boemie [?] . . . damus eidem opido forum septimanale omni quarta feria volumusque ac mandamus,
ut dicta [communitas] fruatur et gaudeat omnibus prerogatiuis, priuilegiis et juribus vniuersis, quibus