z 444 stránek
Titel
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Ib
Vorwort
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V
Urkunden und Regesten
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Wort- und Sachverzeichnis
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- s. 117: … die meißni- schen Truppen viel Schaden und Vernichtung in das Königreich Böhmen hinein durch Brennen und Plündern. Und da die Tschechen dies…
- s. 340: … beschrieben von Vinc. Rob. Widimsky, „Städtewappen des österr. Kaiserstaates, I. Königreich Böhmen; Druck und Verlag der k. k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien,…
- s. 420: … [Fehde]: vehde vnd —: 316 (1473). Verweser, vorweszer, vorweser: des Königreichs Böhmen: 284, 285 (1453). des Klosters zu Graupen: 561 (1476). der…
Název:
Quellen- und Urkundenbuch des Bezirkes Teplitz-Schönau bis zum Jahre 1500
Autor:
Müller, August
Rok vydání:
1929
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
244
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- 1: Urkunden und Regesten
- 349: Orts- und Personenverzeichnis
- 391: Wort- und Sachverzeichnis
- 427: Inhalt
- 429: Reproduktionen
Strana 117
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Truppenbewegungen der Hussiten in hiesiger Gegend während ihrer zweiten Invasion deuten auch die Bemerkungen, wie
„tutus accessus ad eandem ecclesiam non patet“ und „via non patet“ in den Libri confirmationum, IX, 89, 96, 102, 112, 113,
114, 117 etc.
226.
Ad 1426, Juni, 16.
Nach erfolglosen Angriffen gegen die Stadt Aussig vereinigt sich Jakubek (von Wrzessowicz) mit
den übrigen hussitischen Parteien gegen die Meißner und befehligt an Seite anderer Truppenführer das
hussitische Heer in der Schlacht bei Aussig.
Palacky, „Stařj letopisowé česstj“ in Scriptorum rerum Bohemicarum, Tom. III, 67 ff.
(Ubersetzt aus dem tschechischen Originalterte:) „Im Jahre des Herrn 1426, Sonntags, den Tag nach dem hl. Veit,
fand eine große Schlacht vor der Stadt Aussig um das Dorf Prödlitz statt, und zwar vom Fürsten Sigismund mit den Pragern
und anderen Tschechen ausgefochten. Diese Stadt hatte die Markgräfin von Meißen besetzt, und von hier aus trugen die meißni-
schen Truppen viel Schaden und Vernichtung in das Königreich Böhmen hinein durch Brennen und Plündern. Und da die
Tschechen dies nicht länger ertragen konnten, belagerten sie die Stadt nach Weihnachten desselben Jahres [d. i. Anfang 1426],
und zwar Jakubek von Bilin mit anderen guten Leuten, und diese suchten mit vielem Fleiß und großer Anstrengung Aussig
zu erobern. Und die Markgräfin kam gezogen mit vielen Kriegern aus dem Sachsenlande, aus Thüringen, aus dem Wenden-
lande, dem Lausitzer Lande und aus allen den benachbarten Ländern bis zum Rhein, in der Absicht, die Tschechen zu vertreiben
und Aussig zu retten. Als Herr Jakub merkte, daß sich die Deutschen so zusammenscharten, um ihn von
der Stadt zu vertreiben, schickte er zu den Herren, der Ritterschaft, zu den Städten und den Taboriten,
die im Felde standen, daß sie ihn in dieser Lage nicht verlassen, daß sie zu ihm gezogen kommen möch-
ten, damit den Tschechen keine Schande und kein Schaden zugefügt würde. Und es kamen nach Aussig gezogen
Fürst Sigmund von Litauen, Herr Boček von Kunstadt, Herr Smiřický und andere Herren, die Prager und die Städte, die nach
dem Gesetze Gottes lebten, und außerdem die Taboriten und die Waisen, und so sagte Herr Jakubek, daß die Tschechen nicht
mehr von ihrem Volke besaßen, als 25000 Mann. Und als die Deutschen durch den Wald [Erzgebirge] gezogen kamen, fuhren
sie auf drei Straßen, auf der Johnsdorfer Straße, auf der Straße unter der Burg Ossegg [Klostergrab] und auf der Straße über
Graupen... .
Am Tage nach der Schlacht zogen die Tschechen nach Aussig, eroberten die Stadt und erschlugen dort die Deutschen.
Herr Jakubek befreite daselbst seine Gefangenen aus dem Gefängnisse. Die Stadt wurde niedergebrannt und zerstört und blieb
drei Jahre in Trümmern und wüst. Dann besetzte sie Herr Jakubek, stellte sie wieder her und behielt sie bis zu Kaiser Sigis-
munds Zeit." — In der Schilderung der Schlacht wird vom Chronisten noch erwähnt, wie Jakubek den Ritter Waldenburg von
Wolkenstein unter Gefährdung seines eigenen Lebens zu retten suchte. — Mit Rücksicht auf die hervorgehobenen Einzelheiten
scheint der unbekannte Chronist dem „Jakubek von Bilin“ nahegestanden zu haben und verdienen seine Angaben in dieser Hin-
sicht besondere Beachtung. Über die vielbeschriebene Schlacht bei Aussig verdient als hervorragendste Arbeit hervorgehoben
zu werden jene von Dr. H. Ermisch, Neues Archiv für Sächsische Geschichte (1926). 47. Bd., 1. Heft, S. 5—45, welcher auch
die obige Ubersetzung entnommen ist. — Uber Jakubek v. Wrz. vgl. Dr. Hallwichs Spezialstudie in den Mitteilungen d. Ver.
f. Gesch. B., 4. Jahrg.
227.
Ad 1426, Juni, 16.
Die Meißner werden beschuldigt, bei ihrem Aufmarsche gegen Aussig in Teplitz und spez. gegen
das dortige Nonnenkloster, das sie als hussitisch verdächtigten, Ausschreitungen verschuldet zu haben;
. . . „quod ipsi Misnenses in congregatione hujusmodi exercitus indiscrete pauperes et catholicos laesissent
et praesertim Toppel [11) monasterium, ... in quo virgines deo dicatas inhoneste tractarent,
ymagines etiam sanctorum et venerandum corpus Christi, sicut ego audivi, pedibus conculcarent, dicentes,
hujusmodi non esse katholicorum sed sordidorum haereticorum, hoc conjicientes ex eo, quod propter
bonum pacis praedictum monasterium Toppel treugas cum haereticis habebat.“. . .
Chronica Johannis Andreae Ratisbonenis. ediert von Höfler in den Fontes rerum Austriacarum, Bd. VI, S. 446, 447.
Vgl. Hallwich, S. 63. — 1) Toppelicz; vgl. N. 209, Anm. 2.