z 444 stránek
Titel
Ia
Ib
Vorwort
I
II
III
IV
V
Urkunden und Regesten
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Orts- und Personenverzeichnis
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Wort- und Sachverzeichnis
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Inhalt
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Reproduktionen
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Název:
Quellen- und Urkundenbuch des Bezirkes Teplitz-Schönau bis zum Jahre 1500
Autor:
Müller, August
Rok vydání:
1929
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
244
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- 1: Urkunden und Regesten
- 349: Orts- und Personenverzeichnis
- 391: Wort- und Sachverzeichnis
- 427: Inhalt
- 429: Reproduktionen
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Dem Wunsche und Auftrage des päpstlichen Nuntius wurde nicht völlig entsprochen. Nicht die Marienkirche blieb be-
stehen, sondern die Johanneskirche. Wahrscheinlich war der bauliche Zustand beider Kirchen entscheidend. Eine Anderung des Titels
der bestehenden Johanneskirche erscheint nach obigen Urkunden als ausgeschlossen. —Hinsichtlich der Unterscheidung beider Pfarr-
kirchen war der Nuntius nicht genugsam informiert, was schon daraus hervorgeht, daß ihm der Titulus der zweiten Kirche vom
Bitt- und Antragsteller Wolf von Wrzessowicz als „unbekannt“ bezeichnet wird; und nicht die Marienkirche war die Klosterkirche,
sondern die Johanneskirche in der Badevorstadt („in suburbio“).— Im übrigen enthält obige Urkunde das wertvolle Zeugnis, daß
die Marienkirche, die zu Ehren „Mariä Verkündigung“ geweiht war, noch bis 1549 bestanden hat, und ferner, daß nach Auflassung,
bzw. Niederlegung derselben (die Johanneskirche kommt nicht in Betracht, ut facto constat) an ihrem Standorte eine Gruft (cimi-
terium) fortzubestehen habe. — In letzterer Notiz glaubt der Autor den Schlüssel zur Lokalisierung ihres ehemaligen Standortes ge-
funden zu haben. Mit Genehmigung des Herrn Dr. Alfons Clary-Aldringen wurden in jüngstverflossener Zeit durch Herrn Bau-
meister Gustav Scholze, Turn, in entgegenkommender und dankenswerter Weise im Raume der Claryschen Gruft und des alten Spitals
auf der Jägerzeile planmäßige Grabungen durchgefährt, deren Ergebnis kurz folgendes ist: I. Der an die Clarysche Gruft und an
die Lorettokapelle nach Osten angrenzende Garten ist ein ehemaliger Friedhof; ebenso der benachbarte, an die Realschule angrenzende
Garten, wo Herr Bauleiter Dießl, Teplitz, beim Bau der Realschule Reste von Särgen und sonstiges Grabinventar fand. 2. Das alte
Clarysche Spital ruht zum Teil auf Grundmauern, die diesem Gebäude nicht ureigen sind. Die innere und äußere Anlage desselben
verrät eine Anlehnung an ein früheres Gebäude. 3. Anschließend an die östliche Umfassungsmauer des Spitals weisen überschüttete
Fundamente und Mauerreste auf eine Verbindung mit den Grundmauern der Lorettokapelle hin, welche eine Gruft enthält. Diese
Gruftanlage ist aller Wahrscheinlichkeit nach älter als die über derselben um 1675 erbaute Lorettokapelle, da sie zugleich der End-
und Ausgangspunkt eines alten, zum Schlosse führenden unterirdischen Ganges ist, der als ein Teil einer mittelalterlichen Wehr- und
Befestigungsanlage, wie solche bei mittelalterlichen Kirchen üblich waren, zu betrachten ist. — Genannte Gruft ist nach den bis-
herigen Untersuchungen und gewonnenen Ergebnissen als jenes „cimiterium“ anzusehen, welches obige Urkunde als pietätvolles Gedenk-
zeichen der aufzulassenden Kirche fordert. Die zweite und angrenzende Clarysche Gruft kommt, wie die Grabungen erwiesen haben,
nicht in Betracht. Der damit sich ergebende Standort der ehemaligen Marienkirche deckt sich sonach im großen und ganzen mit
der Lage des erwähnten Spitals und der Lorettokapelle (die eine Marienkapelle ist!) und entspricht vollkommen der kirchlichen Bau-
forderung: Orientierung West-Ost. Die Örtlichkeit von der Grünen Ringgasse aus betrachtet bestätigt auch die Beobachtung der
zweiten Bauforderung: Erhöhte Lage. Der mittelalterlichen Planmäßigkeit im Städtebau entsprechend war die Kirche zugleich ein
Eckbollwerk der Befestigungsanlage und, weil an den Grünen Ring anschließend, eine ecclesia forensis (Marktkirche). Vom künstlerischen
Standpunkte betrachtet, gewährte sie in dieser bedeuteten Lage zugleich ein sehr vorteilhaftes Stadtbild. Weitere Ausführungen bleiben
einer eigenen späteren Studie vorbehalten. Damit wird die vom Autor in „Alt-Turn“, S. 21, ausgesprochene Ansicht hinfällig.
245.
1434, Nov., 28, Preßburg.
Kaiser Sigismund vergibt das nach dem Tode Hawerlants heimgefallene Lehen Dauberwitz an
Thomas Hawranek von Brüx.
Prag, Landesarchiv, Hoflehentafel N. 4, pag. 32, (Protokollum tertium, Sign. 62, C 8).
Litera Thome Havranek de Ponte.
Sigismundus, dei gracia Romanorum imperator semper augustus, Hungarie, Boemie, Dalmacie,
Croacie oc rex, notum facimus tenore presencium universis, quod consideratis et diligenter inspectis fideli-
bus obsequiis, nobis et corone regni nostri Boemie per fidelem nostrum dilectum Thomam Hawranek
de Ponte hactenus diligenter exhibitis1) et in futurum diligencius exhibendis, nos volentes ipsum pro hujus-
modi suis serviciis graciose consolari, non per errorem aut improvide, sed animo deliberato et ex certa
nostra sciencia eidem Thome omne jus nostrum, quod nobis tamquam regi Boemie in una aratura agro-
rum, censibus, juribus, redditibus et pertinenciis universis in villa Dubrawicz per mortem . .
Hawerlant quomodolibet pertinet, dedimus et donavimus, damus tenore presencium auctoritate regia Boemie
graciosius et donamus, per ipsum Thomam et heredes suos legitimos habendum, tenendum, vendendum,
alienandum, possidendum et in usus suos convertendum, impedimentis quorumlibet proculmotis, salvis
tamen juribus aliorum. Et qui presentem literam cum prefati Thome aut heredum suorum bona volun-
tate habuerit, eidem debebit jus competere in premissis. Presencium sub nostri imperialis sigilli appensione
testimonio litterarum, datum Posonii, anno domini MPCCCCOXXXIIII° proximo die dominico post festum