z 240 stránek
Titel
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Vorwort
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Urkunden und Regesten
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Orts- und Personenverzeichnis
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Sachverzeichnis
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- s. 15: … 1347, 6. Jänner, (Hohenfurt). — Abt Thomas und Konvent des Stiftes Hohenfurt ver- pflichten sich Peter v. Rosenberg gegenüber zur Abhaltung mehrerer…
- s. 92: … März, s. l. — Johann v. Rosenberg verkauft an das Stift Hohenfurt, um wei- teren Streitigkeiten mit dem Priethaler Pfarrer Pribik vorzubeugen,…
- s. 191: … hatten, behielten sie jenen Teil, auf dem sie 1259 das Stift Hohenfurt gründeten, zu gesamter Hand, wohl aus dem Grunde, weil sie…
- s. 198: … Paireschau (Boríow) ist nicht zu den- ken, das gehórte dem Stifte Hohenfurt. 244. Siehe Anm. zu 181, 183. 245. Das Urbar hat…
Název:
Urkundenbuch der Stadt Krummau in Böhmen, vol. I
Autor:
Schmidt, Valentin; Picha, Alois
Rok vydání:
1908
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
240
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Vorwort
- 1: Urkunden und Regesten
- 206: Orts- und Personenverzeichnis
- 233: Sachverzeichnis
Strana 191
4—21.
Wittigo von Krummau ist hóchst
wahrscheinlich der Gründer von Krum-
mau. — Über Witigo und Zawisch v. Krummau
vgl. auch: Redlich, Eine Wiener Briefsammlung
und Novák, Formulář biskupa Tobiáše z Bechyně. —
In unserm Urkundenbuche wurden nur jene Re-
gesten aufgenommen, die ausdrücklich Wittigonen
„von Krummau* nennen.
Die Neuansiedlung Krummau lag am vorge-
schobensten Posten der Krummauer Wittigonen.
Im Norden grenzte der kônigliche Besitz unmittel-
bar an das Krummauer Gemärke ; im Süden war der
Besitz der Rosenberger Wittigonen. 1263 kam
der königliche Besitz an Goldenkron; die Dörfer
Turkowitz, Lhota (= Neuhof) und Dumrowitz ge-
hörten dazu. Erst die Hussitenkriege ermöglichten
es Ulrich v. Rosenberg, auch diesen benachbarten
Besitz in seine Hände zu bringen. Indessen waren
Latroner Bürger und von der Gojauer Vorstadt
noch bis 1493 dem Stifte Goldenkron für Äcker,
Wiesen usw. zinspflichtig. (Pangerl, F. r. A. 37
553 f.)
4.
Schon 1258, also 5 Jahre darnach,
finden wir die čech Namensform
Crumlow, die aus der deutschen ent-
standen ist. Der Wechsel des n in | kommt
ja im Čech., namentlich im Dialekte, häufig vor.
Kirchschlag, früher Lichtenwerd (gelichteter Platz),
čech. Světlik, erhielt den jetzigen Namen bald nach
der Gründung, als es eine Kirche erhalten hatte.
5.
Bischof Johann v. Prag. war damals auf dem
Wege nach Hohenfurt, wo er am 1. Juni die neue
Zisterzienserniederlassung einweihte. Wahrschein-
lich nahm er damals den Weg über Budweis nach
Krummau In Moldautein empfing ihn wohl
der Rosenberger Wok und dessen Verwandte mit
ihrem Gefolge. Bemerkenswert ist, dass Priethal
der Rosenberger Wittigonenlinie gehörte.
6. und 7.
Während sich die Wittigonen um
1250 in den Krummauer und Rosenberger
Besitz geteilt hatten, behielten sie jenen Teil,
auf dem sie 1259 das Stift Hohenfurt gründeten,
zu gesamter Hand, wohl aus dem Grunde, weil sie
schon damals eine gemeinsame Klostergründung
planten.
8.
Budiwoj v. Krummau führt 1260—66
den Beinamen von Skalitz, 1268 von Sepekau.
191
12.
Wir werden nicht irren, wenn wir die Weihe
der neuen Kirche in Deutsch-Reichenau bei Gratzen
bald nach der Hohenfurter Stiftsweihe ansetzen,
also anfangs Juni 1259.
14.
Die Bestimmung Woks wegen des Dorfes
Schindelau führte Budiwoj 1264 aus.
19.
Denselben Wortlaut enthält auch ‘eine Orig.-
Urkunde vom 19. März 1274, Rosenberg (F. r.
A. XXIII 28 f.); doch halte ich das quarto für
ein Versehen des Schreibers statt secundo. — Die
Menge der angeführten Zeugen lässt schliessen,
dass um diesen Tag die beiden Rosenberger aus
der Vormundschaft entlassen wurden. 1256 ehe-
lichte Wok v. Rosenberg die Hedwig v. Schaun-
burg; 1272 war also wenigstens Heinrich 15
Jahre alt.
20.
Strasan ist wohl Drosen (Gross-Drosen bei
Kirchschlag, Klein-Drosen bei Lagau). Im Besitze
der Frau Christina (diese wird auch im Testamente
Woks v. Ros. 1262 erwähnt) und des Nikolaus
v. Prag war es also 1269—1274. Wichtig ist
diese Urkunde deshalb, weil in ihr der erste
Richter von Krummau Siboto (Sige-
bot) genannt wird, was beweist, das damals
ausser dem Schlosse bereits eine
Ansiedlung bestand. — Nemoy (von Hafnern),
Benata (v. Weichseln). Von ihm hat Wadetstift
[bei Friedberg] den Namen (1379 Waczlawstift).
21,
Klimesch hält diese Urkunde für gefälscht,
eine Ansicht, die ich nicht teilen kann. Sicher ist,
dass Wittigo um 1277 starb. Sein letzter Auf-
enthalt auf der von ihm gegründeten Feste Wittig-
hausen (darauf weist die Gegenwart der Pfarrer
v. St. Oswald und. Friedberg) hüngt mit der Witti-
gonenfehde gegen Ottokar IL zusammen. Der Um-
stand, dass man das Pergament einem Buche ent-
nehmen musste, findet seine Erklärung in - der
Entlegenheit von Wittighausen. Gywowitz wird
Deutsch Gillowitz (dieses kam. aber erst 1550
ans Stift!), Nalomich (ad piscatores). Reit (beim
Fischerhofe), Hradowi (curia Witigonis) das be-
nachbarte Kastlern (hrad — castellum?) sein.